„Verursacher zur Verantwortung ziehen“

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März unter dem Motto „Unser Grundwasser – der unsichtbare Schatz“ macht der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf den besorgniserregenden Zustand unseres Grundwassers aufmerksam.

„Wir haben gerade Trockenjahre erlebt, die zu historischen Tiefständen des Grundwasserspiegels geführt haben. Anstatt die Grundwasserneubildung durch Wiedervernässung in der Fläche zu stützen, werden in NRW täglich ungebremst weiter Flächen versiegelt. Es werden Wasserentnahmerechte erteilt, ohne dass die zuständigen Behörden wissen, wie viel Wasser, insbesondere auch unter Berücksichtigung der Klimawandelfolgen, überhaupt verfügbar ist. Unser derzeitiger Umgang mit dem Grundwasser ist schlicht verantwortungslos“, sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND.

Nach Angaben des Landesumweltamts wird die öffentliche Trinkwasserversorgung in NRW zu 39 Prozent über die Grundwasserkörper gewährleistet. Weitere 40 Prozent des Trinkwassers enthalten Grundwasseranteile. Fast 13 Prozent der Grundwasserkörper befinden sich in einem schlechten mengenmäßigen Zustand, sogar 40 Prozent in einem schlechten chemischen Zustand. Besonderes Problem ist hier die Belastung mit Nitrat in Folge der Überdüngung aus der Landwirtschaft. Auch andere Schadstoffe wie Ammonium, Pestizide, Sulfat sind zunehmend zu finden. Diese Belastungen führen zu erheblichen Mehrkosten bei der Trinkwasseraufbereitung.

„Es kann nicht angehen, dass die Allgemeinheit die Kosten der Verunreinigungen durch die Landwirtschaft und weiterer Verursacher zahlen muss, weil die für die Gewässerpolitik Zuständigen nicht die Courage haben, weitere Entnahmen zu untersagen, die Wassergebührenpolitik anzupassen, die Verursacher in die Pflicht zu nehmen und den Schutz der für die Bevölkerung lebenswichtigen Ressource Wasser sicherzustellen“, so Sticht.

Von einer neuen Landesregierung fordert der BUND eine konsequente Politik zum Schutz des Grundwassers. Hierzu zählen u.a. die Aufstellung verlässlicher Wasserbilanzen, Wiedervernässungen entwässerter Standorte, ein ambitioniertes Programm zur Pestizidreduktion und die zügige Umsetzung der Düngeverordnung. 

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