Experteninterview bei MEKRA Lang: Wolfgang Röder spricht über seinen Werdegang und wie wichtig Qualität, Lean und Nachhaltigkeit sind

 

SD: Könntest du uns einen Einblick in deinen bisherigen beruflichen Werdegang geben?

Wolfgang Röder: Sehr Gerne. Ich habe über den zweiten Bildungsweg mein Fachabitur gemacht und dann, in Würzburg, Kunststoff- und Kautschuktechnologie studiert. Während meiner Diplomarbeit bei MEKRA habe ich Teststrukturen im Labor aufgebaut – ein Teil davon ist heute noch im Einsatz. Danach wurde ich direkt als Leiter des Versuchslabors übernommen. Später wechselte ich für acht Jahre in ein anderes Unternehmen, dort war ich die ersten zwei Jahre als Qualitätsmanager und Projektleiter tätig und habe, unter anderem, an innovativen Crash-Elementen aus Kunststoff-Organoblechen für den BMW M gearbeitet. Danach war ich sechs Jahre als Business Unit Leiter für den Bereich Insert Molding (Dekorteilen für Fahrzeuginnenräume, BMW, Rover, VW, Renault, ,…) tätig. 2008 bin ich zu MEKRA zurückgekehrt und zwar erneut in den Q-Bereich, als Leiter der Qualitätsplanung und des Labors.

SD: Welche Stationen bei MEKRA haben dich auf die Rolle als Bereichsleiter vorbereitet?

Wolfgang Röder: Die frühe Nähe zu Produktion, Kunden und Produkten war entscheidend. Auch meine Zeit außerhalb von MEKRA hat mir geholfen, das technische Verständnis um wirtschaftliche und vertriebliche Aspekte zu erweitern. Ich habe viele internationale Standorte besucht – von Korea über Brasilien, die Türkei bis in die USA – und dort Projekte begleitet. Seit Januar 2025 bin ich bei MEKRA jetzt Bereichsleiter für die Themen Managementsysteme, Lean und Nachhaltigkeit.

SD: Wo siehst du die größten Herausforderungen bei der Implementierung von Lean?

Wolfgang Röder: Lean bedeutet, Verschwendung zu erkennen und kontinuierlich zu verbessern. Die Herausforderung liegt darin, dass Optimierung zunächst mehr Arbeit bedeutet – Analyse, Maßnahmenplanung – was im Tagesgeschäft oft abschreckt. Wichtig ist, das Verständnis zu schaffen, dass diese Mehrarbeit später zu Entlastung führt. Lean ist keine bloße Methode, es ist ein Mindset und muss als Philosophie im Unternehmen verankert werden. Gleiches gilt übrigens auch für Qualität und Nachhaltigkeit.

SD: Gibt es neben Kostensenkung weitere Vorteile von Lean?

Wolfgang Röder: Ja, Lean schafft Transparenz und erleichtert die Zusammenarbeit. Prozesse werden verständlicher, Schnittstellen klarer. Das fördert Eigeninitiative und effizientere und effektivere Abläufe.

SD: Welche Maßnahmen setzt MEKRA für nachhaltige Wertschöpfung um?

Wolfgang Röder: Nachhaltigkeit war bei uns schon Thema, bevor es ein Schlagwort wurde – etwa durch Werksbusse, Abwärmenutzung oder ressourcenschonendes Produktdesign. Das ist aber nur ein winziger Auszug aus der Vielzahl an Themen. Heute bündeln wir diese Maßnahmen systematisch, um gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Durch mehr Transparenz bei Energie- und Ressourcenverbrauch erkennen wir gezielt Einsparpotenziale.

SD: Wie lässt sich Nachhaltigkeit tiefer in Prozesse verankern?

Wolfgang Röder: Es geht um Bewusstsein – brauche ich diese Ressource wirklich? Ist mein Handeln sozial verträglich? Nachhaltigkeit betrifft auch den Umgang mit Lieferanten oder interne Prozesse wie Produkt- und Prozessdesign aber auch Reisemanagement bis hin zur Klimatisierung von Arbeitsräumen. Lean und Nachhaltigkeit greifen hier ineinander: Weniger Verschwendung bedeutet geringerer Ressourcenverbrauch, bedeutet mehr Nachhaltigkeit.

SD: Wie hat sich das Qualitätsmanagement verändert?

Wolfgang Röder: Früher war QM stark formalistisch. Heute geht es mehr um risikobasierte Ansätze: Prozesse dürfen sich ändern, aber Risiken müssen erkannt und abgesichert werden. Auch Resilienz bei internen Prozessen und in der Lieferkette wird wichtiger. Zudem nutzt man verstärkt KI und Datenanalyse – etwa bei der Bauteilprüfung per CT (Computer Tomographie) aber auch bei der Analyse von großen Datenmengen oder bei der Erstellung von Prozessen.

SD: Wie schafft man es, dass Qualitätsstandards im Alltag gelebt werden?

Wolfgang Röder: Indem man zeigt, dass Prozesse helfen und nicht einschränken. Wenn Mitarbeitende verstehen, dass Standards ihnen Arbeit erleichtern, steigt die Akzeptanz. Wichtig ist auch, dass sie wissen, an wen sie sich wenden können, wenn etwas verbessert werden kann.
Qualität heißt zum einen Anforderungen vollständig, termingerecht und kostengerecht zu erfüllen und zum anderen zu verstehen, dass wir ein 0-Fehler-Ziel anstreben aber, dass es trotzdem immer wieder Fehler geben wird. Diese Fehler aktiv als Verbesserungschange nutzen führt Schritt für Schritt zu einer Steigerung der Qualität und bringt uns näher an die 0-Fehler – intern wie extern.

SD: Danke für das Interview!

Über die MEKRA Lang GmbH & Co. KG

MEKRA Lang GmbH & Co. KG ist weltweit führender Hersteller von Spiegelsystemen für Nutzfahrzeuge sowie Entwickler von Kamera-Monitor-Systemen speziell für Automotiv-Anwendungen. Als innovativer und anerkannter Experte für indirekte Sicht arbeiten wir mit allen namhaften Nutzfahrzeugherstellern zusammen und sorgen so für mehr Sicherheit auf den Straßen. An unseren 7 Standorten in 7 Ländern weltweit beschäftigen wir ca. 2.400 Mitarbeitende, davon rund 1.500 am Standort Ergersheim/ Mittelfranken.

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