Begleitet wird Dr. Mischak an diesem Nachmittag von Andrea Ortstadt, Wirtschaftsförderung des Vogelsbergkreises, von Lauterbachs Erstem Stadtrat Holger Marx sowie von Hannah Eifert und Alisa Wohlfahrt von der Wirtschaftsförderung der Stadt Lauterbach. Sie alle bekommen zunächst einen Überblick über Firmenhistorie und Entwicklung. „Wir sind seit jeher ein Familienunternehmen – mittlerweile in der vierten Generation,“ erzählt Jakob Rinninger. Dr. Kristina Stabernack hat die Verantwortung für das Unternehmen übernommen, sie war es auch, die ihren Geschäftsführern das Mandat für die zukunftsfähige Aufstellung der Unternehmensgruppe erteilte. Dieser Plan ging auf: „Uns geht es momentan sehr gut“, konstatiert Rinninger. „Wir sind in der Unternehmensgruppe im letzten Jahr um 3,5 Prozent gewachsen, darüber sind wir froh, denn vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation können das aktuell nicht viele Unternehmen von sich sagen.“
Die Kunden schätzen vor allem das breit aufgestellte Sortiment an Verpackungen der unterschiedlichsten Art sowie Displays. „Alle unsere Top-Kunden kaufen Produkte aus mehreren unserer Produktsegmente, das macht uns aus.“ Die STI Group arbeitet für das „Who is who“ der Markenartikelindustrie. „15 der 20 beliebtesten Konsumgütermarken der Welt kaufen bei uns.“
„Aber: Unsere Kunden verlagern aus Kostengründen zunehmend Kapazitäten ins Ausland. Das ist für uns meist noch handhabbar, weil wir selbst in Ungarn und Tschechien produzieren und sie weiterhin beliefern können. Wandern sie jedoch nach Asien ab, verlieren wir sie in der Regel ganz“, so der Geschäftsführer.
„Unsere Produkte gehen in den Konsum, deshalb sind wir darauf angewiesen, dass die Wirtschaft funktioniert“, unterstreicht Niklas Herting und weist darauf hin, dass einige kleine und mittelgroße Verpackungsunternehmen bereits in die Insolvenz gegangen oder ganz vom Markt verschwunden sind und sich Unternehmen zunehmend zusammenschließen. „Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, darauf müssen wir uns einstellen.“
Für die STI Group indes ist der Weg vorgezeichnet: „Wir haben eine Größe erreicht, in der es ein Zurück nicht mehr gibt, es geht nur nach vorne“, sagt Rinninger. Dafür aber braucht es Relevanz für Kunden und Redundanz bei den Produktionsmaschinen und -kapazitäten, „nur so können wir im Markt erfolgreich sein“.
Insgesamt, so die beiden Geschäftsführer, steht der Standort Lauterbach „sehr gut da“. Und dort wird nun weiter investiert. Erst im vergangenen Jahr ging eine neue Kaschiermaschine in Betrieb. Rund 10 Millionen Euro wurden in Maschine und Halle investiert, „das war die größte Einzelinvestition, die wir in den letzten 20 Jahren gemacht haben“, schildert Jakob Rinninger. Und im Moment laufen die Vorarbeiten, um Anfang März eine neue Stanze aufstellen zu können. Kostenpunkt: noch einmal rund 7 Millionen Euro.
„Solche Investitionen machen Mut“, kommentiert Landrat Dr. Jens Mischak. „Sie zeigen: Hier wird in die Zukunft investiert, hier wird an die Zukunft geglaubt, hier stellt man sich mutig allen Herausforderungen. Und sie sind ein ganz wichtiges Signal an die Arbeitnehmerschaft – gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten.“
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