Neue Lexikonartikel: Künstlerinnen der Moderne

Seit dem vergangenen Jahr stärkt die Redaktion des Lexikons mit dem SIKART-Fokus gezielt die Sichtbarkeit und Repräsentation von Künstlerinnen durch die Vergabe neuer Lexikonartikel. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Sensibilisierung für dieses Thema – sichtbar in zahlreichen wissenschaftlichen Projekten, Publikationen und Ausstellungen – hat die Redaktion im Rahmen von SIKART-Fokus ihre Beurteilungskriterien reflektiert und an die spezifischen Berufs- und Lebensrealitäten weiblicher Kunstschaffender zu dieser Zeit angepasst. Ziel ist es, einer tradierten kunsthistorischen Geschichtsschreibung entgegenzuwirken, die weibliche Positionen, auch in Lexika, häufig strukturell vernachlässigt hat.

Auf Basis dieser redaktionellen Massnahmen wurden zunächst Künstlerinnen berücksichtigt, die zwischen 1850 und 1900 geboren wurden. Bis Ende 2026 wird der Untersuchungszeitraum auf Geburtsjahre bis 1925 erweitert, bevor verstärkt weibliche Positionen der älteren Kunstgeschichte in den Fokus rücken.

Die Kriterien für die Vergabe eines Lexikonartikels an Künstlerinnen, die zwischen 1850 und 1900 geboren wurden, sind wie folgt definiert:

• Ein Grundeintrag in SIKART ist bereits vorhanden.
• Ausreichender biografischer Nachweis sowie ein vorhandenes und umfassendes künstlerisches Werk, das eine kritische Würdigung im Lexikonartikel ermöglicht.
• Wiederholte Ausstellungsbeteiligungen zu Lebzeiten (Turnusausstellungen, Ausstellungen der GSMBA etc.) und eine zumindest regionale Rezeption.
• Posthume, neu angeregte Rezeption mit einem Ausstellungsprojekt und/oder einer Publikation oder einem anderen (Forschungs-)Projekt.

Über folgende Künstlerinnen wurden oder werden Lexikonartikel in SIKART publiziert:

Hélène Amande (1896–1987)

Blanche Berthoud (1864–1938)

Alice Boner (1889–1981)

Berthe Bouvier (1868–1936)

Germaine Boy (1884–1971)

Denise Chenot (1898–1964)

Olga Fröbe-Kapteyn (1881–1962

Martha Haffter (1873–1951)

Anna Haller (1872–1924)

Adèle Lillijeqvist-Wieland (1862–1927)

Jeanne Lombard (1865–1945)

Valentine Métein-Gilliard (1891–1969)

Helene Pflugshaupt (1894–1991)

Margherita Osswald-Toppi (1897–1971)

Augusta Roszmann (1859–1945)

Helene Roth (1887–1966)

Irma Russo-Giudici (1899–1994)

Erna Schillig (1900–1993)

Susanne Schwob (1888–1967)

Hélène Smith (1861–1929)

Ruth Stauffer-Classen (1895–1974)

Annie Stebler-Hopf (1861–1918)

Georgette Tentori-Klein (1893–1963)

Amanda Tröndle-Engel (1862–1956)

Marguerite Vallet-Gilliard (1888–1918)

Bertha Züricher (1869–1949)

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA)
Zollikerstrasse 32
CH8032 Zürich
Telefon: +41 (44) 38851-51
https://www.sik-isea.ch

Ansprechpartner:
Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA)
E-Mail: sik@sik-isea.ch
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel