„Ein Parade-Beispiel für ganz Hessen“

„Seit mehr als 25 Jahren tauschen sich unser Jugendamt und die freien Träger der Jugendhilfe in der Region in der Arbeitsgemeinschaft 78 aus – und das mit Erfolg“, sagte der Landrat und Jugenddezernent Dr. Jens Mischak in seiner Begrüßung im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich des Jubiläums der AG 78. Vertreter mehrerer Einrichtungen waren der Einladung zur Jubiläumssitzung im Landratsamt gefolgt. „Das 25-jährige Bestehen der AG 78 ist nicht nur ein Meilenstein in der Geschichte der Jugendhilfe im Vogelsbergkreis, sondern auch ein Anlass, auf die Erfolge der vergangenen Jahre zurückzublicken und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.“

Die Rolle der AG 78 im Jugendhilfe-System

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Jugendhilfe im Vogelsbergkreis stetig weiterzuentwickeln und zukunftssicher zu machen“, erklärte Conny Seim-Eichenauer, die Vorsitzende der AG 78. Dabei arbeite die AG 78 nicht nur operativ, sondern auch strategisch: Sie entwickle Konzepte und Ideen, die den politischen Gremien als Entscheidungsgrundlage dienen, um notwendige Maßnahmen umzusetzen. „Die Kooperation hier bei uns im Kreis ist etwas ganz Besonderes, die es so nicht unbedingt anderswo zu finden gibt.“

Christian Kornmann, Leiter des Jugendamtes und stellvertretender Vorsitzender der AG 78, ergänzte: „Wir arbeiten eng mit unserem Jugenddezernenten, Landrat Dr. Mischak, zusammen und begleiten die politischen Entscheidungsprozesse. Unsere Aufgabe ist es, die Jugendhilfe kontinuierlich zu optimieren und sicherzustellen, dass sie den sich wandelnden Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht wird.“

Herausforderungen und Erfolge der vergangenen 25 Jahre

Im vergangenen Vierteljahrhundert hat die AG 78 zahlreiche Herausforderungen gemeistert, angefangen bei der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung von Kindern und Jugendlichen über die Weiterentwicklung von Hilfsangeboten, bis hin zu den immer wieder neuen gesellschaftlichen und rechtlichen Anforderungen. Besonders die Einführung der Frühen Hilfen – ein Angebot, das Eltern von Kleinkindern unterstützt und Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von späteren Problemen einführt – stellt einen herausragenden Erfolg dar. „Ebenso hat sich die psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Vogelsbergkreis kontinuierlich verbessert, was maßgeblich zur Förderung der psychischen Gesundheit junger Menschen beigetragen hat“, so Gerhild Hoos-Jacob, langjährige Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und 40 Jahre im Haus am Kirschberg tätig, in ihrem Redebeitrag. Sie berichtete, wie sie gemeinsam mit anderen Akteuren wichtige Projekte anstieß, die bis heute die Grundlage der Jugendhilfe im Vogelsbergkreis bilden. „Wir haben sehr viel auf den Weg gebracht, auch wenn es immer wieder Herausforderungen gab“, sagte Hoos-Jacob.

Trotz der Erfolge sind die Akteure der AG 78 auch der Meinung, dass noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind. Insbesondere die zunehmenden gesellschaftlichen Veränderungen und die steigenden Anforderungen im Bereich der Jugendhilfe erfordern permanente Anpassungen und neue Lösungsansätze. „Daher ist es umso wichtiger, dass die AG 78 weiterhin als Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und Innovation dient, um auch in Zukunft auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Vogelsbergkreis reagieren zu können“, unterstrich Landrat Dr. Mischak.

Ein Blick zurück – Die Anfänge der AG 78

Die Geschichte der AG 78 begann im Jahr 2000 mit einer klaren Vision: Es sollte ein Netzwerk, bestehend aus dem Vogelsbergkreis und den freien Trägern der Jugendhilfe, geschaffen werden, das die Entwicklung und Förderung von Kindern und Jugendlichen im Kreis durch gezielte Maßnahmen und abgestimmte Konzepte verbessert. „Ich denke, das haben wir gut hinbekommen“, so Jugendamtsleiter Kornmann.

Auch Helmut Benner, der ehemalige Leiter des Jugendamtes, ließ in einer kleinen Ansprache die frühen Tage der AG 78 Revue passieren. Er hob die Rolle von Gründungsmitglied Bodo Kester hervor, der als „absolute Triebfeder“ der AG 78 galt und maßgeblich dazu beitrug, dass immer wieder neue Themen angestoßen und vorangetrieben wurden. „Bodo Kester hat nie lockergelassen und immer wieder nachgehakt. Es war ihm ein großes Anliegen, dass wichtige Themen zur Sprache kommen und Lösungen gefunden werden“, so Benner, der an diesem Tag aus der AG 78 verabschiedet wurde, da er in den Ruhestand geht. Auch weitere ehemalige (Vorstands-)Mitglieder, wie beispielsweise Tobias Hoffmann und Harry Bernadis wurden lobend erwähnt.

Ausblick auf die Zukunft

Das 25-jährige Bestehen der AG 78 ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment, um über die Zukunft der Jugendhilfe nachzudenken. Die Vertreter der AG 78 betonten, dass die Herausforderungen in den kommenden Jahren nicht weniger werden.

„Wir müssen die Jugendhilfe so weiterentwickeln, dass sie auch in den kommenden Jahrzehnten den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht wird“, erklärte Landrat Dr. Jens Mischak. „Die AG 78 wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, innovative Lösungen zu entwickeln und gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Jugendhilfe im Vogelsbergkreis zu stellen.“

Was ist die AG 78?

Die Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII (Sozialgesetzbuch VIII) ist ein zentrales Gremium der Jugendhilfe, in dem öffentliche Träger wie das Jugendamt und anerkannte freie Träger, beispielsweise Wohlfahrtsverbände, zusammenarbeiten.

Sie dient der Planung, Abstimmung und Vernetzung von Hilfsangeboten, um die Leistungen an den Bedürfnissen von Familien und jungen Menschen auszurichten.

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