Biokunststoff aus Gras: Wie Biowert mit AgriPlast nachhaltige Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen entwickelt

Brensbach – Während weltweit nach Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen gesucht wird, setzt ein Unternehmen aus dem Odenwald auf einen ungewöhnlichen Rohstoff: Gras. Die Biowert Industrie GmbH hat sich darauf spezialisiert, aus regionalem Wiesengras innovative Biokunststoffe herzustellen und verfolgt damit konsequent das Prinzip der Kreislaufwirtschaft.

Gegründet wurde das Unternehmen Mitte der 2000er-Jahre, die industrielle Produktion startete 2007. Herzstück von Biowert ist eine eigene Bioraffinerie in Brensbach. Dort wird Gras zunächst zu Zellulose verarbeitet, die anschließend als Basis für den Biokunststoff „AgriPlast“ dient. Dieses Material besteht zu einem großen Teil aus nachwachsenden Naturfasern und ist vollständig recycelbar.

Das Besondere an Biowert ist jedoch nicht nur das Endprodukt, sondern der gesamte Produktionsprozess. Dieser ist als geschlossener Kreislauf konzipiert: Neben dem Kunststoff entstehen auch Energie und Dünger. Organische Reststoffe werden in einer Biogasanlage verwertet, liefern Strom und Wärme und werden anschließend wieder als Dünger auf die Wiesen ausgebracht, auf denen das Gras wächst.

Mit diesem Ansatz will das Unternehmen klassische Kunststoffproduktion neu denken. Denn herkömmliche Kunststoffe basieren meist auf fossilen Rohstoffen und verursachen hohe CO₂-Emissionen. Biowert hingegen setzt auf regionale, schnell nachwachsende Ressourcen und versucht, Abfälle vollständig zu vermeiden.

Ein Beispiel für die praktische Anwendung sind Kleiderbügel aus AgriPlast, die inzwischen millionenfach im deutschen Einzelhandel im Einsatz sind. Sie zeigen, dass biobasierte Materialien nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch industriell einsetzbar sind.

Auch wirtschaftlich sorgt das Unternehmen für Aufmerksamkeit: So wurde Biowert 2023 und 2024 als eines der innovativsten Unternehmen Hessens ausgezeichnet und erreichte das Finale des Wettbewerbs „Hessen-Champions“.

Langfristig verfolgt Biowert das Ziel, seine Technologie international zu skalieren. Die Idee: Bioraffinerien könnten überall dort entstehen, wo ausreichend Gras als Rohstoff vorhanden ist. Damit würde aus einer regionalen Innovation ein globaler Ansatz für nachhaltige Materialproduktion.

Biowert steht damit beispielhaft für einen Wandel in der Industrie – weg von fossilen Rohstoffen, hin zu regionalen Kreisläufen und biobasierten Lösungen. In einer Zeit wachsender Umweltprobleme könnte genau dieser Ansatz an Bedeutung gewinnen.

Über die Biowert Industrie GmbH

Die Biowert Industrie GmbH mit Sitz in Brensbach ist ein Vorreiter der industriellen Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen entwickelt und produziert auf Basis von regionalem Wiesengras innovative Werkstoffe, die fossile Rohstoffe ersetzen und vollständig recyclingfähig sind. Kernprodukt ist AgriPlast, ein biobasierter Kunststoff, der aus Grasfasern und Recyclingkunststoffen hergestellt wird und bis zu 75 % Zellulose aus nachwachsenden Rohstoffen enthält.

Grundlage der Produktion ist eine weltweit einmalige, patentierte Bioraffinerie-Technologie, mit der Gras zunächst zu Zellulose und anschließend zu hochwertigen Biokunststoff-Compounds verarbeitet wird. Die bei der Fasergewinnung anfallenden organischen Reststoffe werden in der firmeneigenen Biogasanlage zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt. Die verbleibenden Gärprodukte werden als Dünger unter dem Namen AgriFer wieder auf die Wiesen ausgebracht, von denen das Gras stammt – der Stoffkreislauf schließt sich.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz verbindet Biowert Ressourcenschonung, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung. Produkte aus AgriPlast, wie zum Beispiel Kleiderbügel, sind bereits millionenfach im Einsatz und leisten einen messbaren Beitrag zur Reduktion erdölbasierter Kunststoffe und von CO₂-Emissionen.
Weitere Informationen unter www.biowert.com

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