Vorsorgen für den Blackout: R290-Monoblock-Wärmepumpen richtig absichern

Der fünftägige, großflächige Stromausfall im Berliner Südwesten bei strengem Frost hat eiskalt vor Augen geführt, wie abhängig moderne Haustechnik von einer stabilen Energieversorgung ist. Besonders im Fokus: Monoblock-Wärmepumpen, die mit Propan (R290) als Kältemittel arbeiten. Aufgrund des Einfrierens waren massive Schäden bis hin zu Explosionsgefahren zu befürchten. Was kann das SHK-Handwerk den Endverbrauchern empfehlen, um die kostspieligen Anlagen für den Fall der Fälle abzusichern?

Klar ist: Ohne Strom stehen nicht nur Wärmepumpen, sondern ebenso Öl- und Gasheizungen still. Heikel ist bei allen Geräten der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Bei Monoblock-Wärmepumpen mit R290 kommen während des Stillstands sicherheitsrelevante Aspekte hinzu: Denn bei einem Frostschaden kann in einem seltenen, aber technisch denkbaren Szenario das natürliche Kältemittel Propan in den Heizwasserkreislauf gelangen. Automatische Schnellentlüfter und Sicherheitsventile können Gas in den Aufstellraum abgeben, es kann sich im schlimmsten Fall ein explosionsfähiges Gemisch bilden. 

Präventiv handeln – Risiken minimieren

Auch wenn mehrtägige Stromausfälle nicht zur Regel gehören, sollte dieses Risiko sowohl Handwerksbetrieben als auch Wärmepumpen-Betreibern grundsätzlich bekannt sein. Die Gefahren für kritische Infrastrukturen wie die Stromversorgung steigen – daher ist es empfehlenswert, bei der Planung und Installierung von R290-Monoblock-Wärmepumpen vorausschauend zu handeln. Hilfreich ist etwa ein temperaturabhängiges, stromlos arbeitendes Frostschutzventil am Außengerät: Das Frostschutzventil AFRISO AAV stellt im Störungsfall ein sicheres und autarkes Entleeren sicher, bevor es zum Auffrieren kommt. Wärmetauscher und Leitungen werden somit geschützt. 

Handentlüfter und Gaswarngerät für mehr Sicherheit

Schnellentlüfter stellen im beschriebenen Szenario den ungünstigsten Austrittspunkt dar. Hier kann ein Umstieg auf Handentlüfter wie AFRISO PrimoVent mit Sammelvolumen die Situation deutlich entschärfen, da im Störungsfall nichts unkontrolliert in den Raum austreten kann. Viele wissen nicht: Propan als Kältemittel wird nicht mit Geruchsstoffen versetzt, es „riecht“ nicht nach Gas. Eine Überwachung im Technikraum gibt Sicherheit: Das AFRISO Gaswarngerät GS 1.1 wird bodennah montiert, um verlässlich austretendes Propan zu detektieren und die Bewohner im Fall der Fälle rechtzeitig zu warnen.

Sicherheitsventile sind Pflicht, wichtig ist aber vor allem, die Vorgaben der Heizungshersteller einzuhalten. Eine Empfehlung aus der Praxis: Ausblaseleitungen möglichst nach außen führen. Wenn beispielsweise im Außengerät ein Sicherheitsventil verbaut ist, sollte im Einzelfall geklärt werden, ob ein zusätzlich installiertes Sicherheitsventil überhaupt zulässig ist oder ob dies besser außer Betrieb zu nehmen ist.

Beratung und Nachrüstung durch das Handwerk

Die Erfahrungen nicht nur aus Berlin zeigen: Die Blackout-Frage sollte für das SHK-Handwerk zu einem festen Bestandteil bei der Beratung und Wartung von Wärmepumpen werden – damit R290-Monoblock-Anlagen auch dann sicher sind, wenn draußen Minusgrade herrschen und drinnen die Lichter ausgehen.

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