Der Kurs beginnt mit Atem- und Mundmotorikübungen, um die Teilnehmenden auf die neuen Sprachklänge vorzubereiten. Anschließend erhalten sie einen kurzen Überblick über die beiden Alphabete sowie einen grundlegenden Wortschatz und kurze Alltagssätze in den Sprachkombinationen Deutsch–Polnisch und Deutsch–Tschechisch. Im nächsten Schritt wird das Gelernte praktisch geübt. In kleinen Rollenspielen werden einfache Alltagssituationen nachgestellt. Den Abschluss dieser ersten Runde bilden polnische und tschechische Zungenbrecher, die gemeinsam geübt werden. „Wer möchte, kann beim kleinen Zungenbrecher-Wettbewerb sein Talent unter Beweis stellen“ – so die Kursleiterin Maria Bytomska. Nach der Pause folgt die zweite Kurshälfte mit einer kurzen historischen Einführung zur Entwicklung der polnischen und tschechischen Sprache. Dabei wird betrachtet, welche Personen und Ereignisse die Sprachen geprägt haben und welche Rolle Schlesien sowie der schlesische Dialekt in diesem Zusammenhang einnehmen. Zum Abschluss steht eine heitere Einheit auf dem Programm: Es werden tschechisch-polnische „falsche Freunde“ also Wörter, die ähnlich klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben vorgestellt, sowie einige deutsch-polnische Redewendungen, die oft für ein Schmunzeln sorgen.
Maria Bytomska ist Dolmetscherin und Übersetzerin für Tschechisch und Polnisch. Bytomska studierte an der Universität Breslau (Wrocław), wo sie sich wissenschaftlich mit dem Lachischen Dialekt befasste. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Sprachvermittlung und verbindet wissenschaftliche Präzision mit einem lebendigen Unterrichtsstil. Sie stammt aus Ratibor (Racibórz) und lebt und arbeitet heute in Düsseldorf.
Der kostenfreie Kurs richtet sich an alle Interessierten, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltungssprache ist Deutsch. Eine Anmeldung bis zum 19.02. per E-Mail an vermittlung@oslm.de ist erforderlich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Düsseldorf statt.
Der Internationale Tag der Muttersprache wird am 21. Februar jeden Jahres begangen. Er wurde von der UNESCO im Jahr 1999 eingeführt, um die sprachliche und kulturelle Vielfalt weltweit zu fördern und die Bedeutung der Muttersprache im Bildungswesen, in der Identität und im kulturellen Erbe zu betonen. Der Tag erinnert auch an die sprachlichen Rechte und an den Erhalt von Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind. Der Ursprung des Datums hängt mit den Ereignissen von 1952 in Bangladesch (damals Ostpakistan) zusammen, bei denen Studenten, die für die Anerkennung ihrer Muttersprache Bangla kämpften, bei Protesten getötet wurden.
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen
Telefon: +49 (2102) 965-0
Telefax: +49 (2102) 965-400
http://www.oslm.de
Kommunikation und Marketing
Telefon: +49 (2102) 965-233
E-Mail: schieweck@oslm.de
![]()
