Bald steht Ostern vor der Tür und damit der Frühling. Für Autofahrerinnen und Autofahrer, die neue Reifen anschaffen müssen, stellt sich die Frage, ob die Kombination aus Sommer- und Winterreifen oder aber Ganz jahresreifen die bessere Wahl ist. „Wie so oft lässt sich auch bei der Reifenfrage nicht eindeutig und für alle gleich beantworten, ob man weiter auf Sommer- und Winterreifen setzen sollte oder Ganzjahresreifen eine praktische Alternative sind. Fest steht, dass Ganzjahresreifen in den vergangenen Jahren deutlich an Po pularität gewonnen haben, was nicht zuletzt den generell milderen Wintern geschuldet ist. Doch auch beim Rollwiderstand und damit Spritkosten, generell bei Reifenkosten oder Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Reifenarten“, erläutert Isabella Finsterwalder, die Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V.
Ganzjahresreifen als Alleskönner?
Ganzjahres- oder Allwetterreifen sollen die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen in einem Produkt vereinen. Darin liegt auch ihr größter Vorteil: Der Reifenwechsel zweimal pro Jahr entfällt. Das spart zum einen Zeit und zum anderen Kosten – und das sowohl für den Reifenwechsel in der Werkstatt als auch gege benenfalls für die Einlagerung des jeweils anderen Reifensatzes. Einen weiteren Kostenvorteil haben zudem Wenigfahrer bei Ganzjahresreifen. So müssen Sommer- und Winterreifen auch bei geringer Laufleistung aus Altersgründen regelmäßig ersetzt werden, denn selbst wenn das Profil noch ausreichend tief ist, wird die Gum mimischung im Lauf der Zeit porös.
Doch trotz aller Pluspunkte wird der Einsatzbereich des Fahrzeugs durch Ganzjahresreifen auch einge schränkt. Sie eignen sich in erster Linie für Fahrerinnen und Fahrer, die hauptsächlich in der Stadt unterwegs sind oder eine geringe jährliche Fahrleistung haben – vorausgesetzt sie leben nicht in Regionen, in denen gewöhnlich viel Schnee fällt.
Generell sind Ganzjahresreifen immer ein Kompromiss, der sie tauglich für viele Bedingungen während des Sommers und Winters macht, allerdings nicht die spezialisierte Leistung für extreme Bedingungen bietet. Beispielsweise kann bei hohen Temperaturen im Sommer bei Ganzjahres- bzw. Allwetterreifen der Bremsweg länger ausfallen als bei Sommerreifen. Auch ist der Rollwiderstand höher und das wirkt sich negativ auf die Spritkosten aus. Zudem sind Ganzjahresreifen (wie auch Winterreifen) häufig für geringere Höchstgeschwin digkeiten freigegeben als Sommerreifen. Bei Eis und Schnee bietet ein Winterreifen hingegen deutlich mehr Grip und damit Sicherheit als ein Ganzjahresreifen.
Vor- und Nachteile von Winter- und Sommerreifen
Wer im wahrsten Sinne des Wortes auf Nummer sicher gehen will, wählt die klassische Lösung mit zwei sai sonalen Reifensätzen, die unterschiedliche Profile wie auch Gummimischungen haben, um sie möglichst ideal an die Außenbedingungen anzupassen. Sommerreifen sind auf hohe Temperaturen ausgelegt, ebenso auf tro ckene und nasse Straßen. Sie liefern präzises Fahrverhalten, kürzere Bremswege und geringeren Verschleiß durch die härtere Gummimischung. Winterreifen wurden dagegen für niedrige Temperaturen und Minusgrade sowie Straßenverhältnisse mit Schnee und Matsch entwickelt. Für eine hohe Sicherheit und Fahrstabilität sorgen die weichere Gummimischung, die auf kalten Straßen ausreichend Haftung bietet, und ein spezielles, tieferes Profil, das auch bei Schnee gut greift. Der Nachteil der saisonalen Reifenlösung liegt klar auf der Hand: Zweimal pro Jahr muss der Reifenwechsel organisiert und für die Einlagerung der jeweils nicht genutz ten Reifen eine Lösung gefunden werden, die eventuell weitere Kosten verursacht.
Reifenwahl: Das Fahrprofil entscheidet
„Es gibt also keine pauschale One-fits-all-Lösung. Entscheidend ist hier vielmehr, wie hoch beispielsweise die jährliche Fahrleistung ist, wo man wohnt oder wie der eigene Fahrstil ist. Wer viel unterwegs ist, regelmäßig längere Strecken fährt oder in Regionen mit viel Schnee und winterlichen Straßenverhältnissen lebt, ist mit ge trennten Sommer- und Winterreifen in der Regel besser beraten. Für Wenigfahrer, die überwiegend in Städten mit mildem Klima unterwegs sind, können hochwertige Ganzjahresreifen dagegen eine sinnvolle Alternative sein“, resümiert die Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V.
Der Automobilclub KS e.V. ist mit rund 660.000 Mitgliedern der zweitgrößte Automobilclub in Deutschland. Er ist seit Jahrzehnten Mitglied der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Auf europäischer Ebene ist der KS zudem Gründungsmitglied des EAC (European Automobile Clubs). Das Ziel ist eine europaweit sichere und nachhaltige Verkehrspolitik. Darüber hinaus engagiert sich der KS seit mehr als 40 Jahren für mehr Umweltschutz und Energiesparen im gesamten Bereich des automobilen Verkehrs. Um den Stellenwert der Automobilbranche für Energiesparen sowie Klima- und Umweltschutz zu unterstreichen, beschloss der KS, ab 1981 jährlich den KS Energie- und Umweltpreis zu vergeben.
Mit seinen Töchtern AUXILIA Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine um fassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen – von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Not fall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen –, die aufgrund von Leistung und Preis in den vergangenen Jahren viele Rankings gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksgeschäftsstellen sind rund 180 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei rund 140 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 unabhängige Makler und Mehrfachagenten.
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