Vom 24. April bis 1. Mai 2026 findet die nächste Europäische Jugendwoche statt. Die von der Europäischen Kommission alle zwei Jahre organisierte Initiative will Jugendengagement, Beteiligung und aktive Bürgerschaft in Europa sichtbar machen und fördern. Die Ausgabe 2026 steht unter dem Schwerpunkt „Solidarität und Fairness“. Gleichzeitig wird in diesem Jahr auch 30 Jahre Freiwilligenarbeit in Europa gewürdigt.
Die Europäische Jugendwoche richtet sich an junge Menschen ebenso wie an Jugendorganisationen, Fachkräfte und andere Akteur*innen, die mit jungen Menschen arbeiten. Sie schafft Raum für Information, Austausch und Beteiligung – vor Ort, online und europaweit vernetzt. Aktivitäten können auf lokaler, regionaler, nationaler oder europäischer Ebene stattfinden und ganz unterschiedliche Formate haben: von Workshops und Diskussionen über Infostände bis hin zu kreativen oder digitalen Formaten.
Auftakt im Europäischen Parlament in Brüssel
Eröffnet wird die Europäische Jugendwoche am 24. April 2026 mit einer großen Auftaktveranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel. Erwartet werden rund 1.000 Teilnehmende, überwiegend junge Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament organisiert. Im Mittelpunkt stehen eine Plenarsitzung, Breakout-Sessions, ein Marketplace mit Initiativen und Programmen sowie weitere interaktive Formate.
Die Plenarsitzung findet von 9:15 bis 11:00 Uhr im Plenarsaal des Europäischen Parlaments statt. Eröffnet wird sie mit Videobotschaften von Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments. Anschließend diskutieren hochrangige Gäste aus Politik und Jugendbereich mit jungen Engagierten über Beteiligung, Demokratie, Solidarität und Fairness. Auch dieser Teil der Veranstaltung wird öffentlich zugänglich sein, da die Auftaktsitzung live über das Europäische Jugendportal gestreamt wird.
Aktivitäten in ganz Europa – und viele davon in Deutschland
Ein zentrales Element der Jugendwoche ist die Aktivitätenkarte auf dem Europäischen Jugendportal. Dort sind Veranstaltungen aus ganz Europa gesammelt, an denen junge Menschen teilnehmen oder die sie zum Anlass nehmen können, sich über europäische Themen, Programme und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren. Die Karte zeigt, wie vielfältig die Europäische Jugendwoche angelegt ist: von Debatten und Workshops bis zu lokalen Infoveranstaltungen, Begegnungsformaten und Aktionen im öffentlichen Raum.
In Deutschland sind mehr als 50 Aktivitäten eingetragen. Dazu gehören zum Beispiel Informationsveranstaltungen zu Erasmus+, offene Eurodesk-Sprechstunden, Infostände auf Bildungsmessen, Podiumsdiskussionen zu europäischen Werten oder Online-Formate zu Mobilitätsmöglichkeiten wie Auslandspraktika während der Ausbildung. Die Karte ist damit nicht nur ein Veranstaltungskalender, sondern auch ein praktisches Instrument, um die Vielfalt europäischer Jugendinformation und Beteiligung sichtbar zu machen.
„Stories of Solidarity“: 30 Jahre Freiwilligenarbeit in Europa
Ein besonderer Fokus der Jugendwoche 2026 liegt auf der Würdigung von 30 Jahren europäischer Freiwilligenarbeit. Sichtbar wird das vor allem in der Ausstellung „Stories of Solidarity“, die vom 22. April bis 6. Mai 2026 auf der Esplanade Solidarność vor dem Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen ist und auch online verfügbar ist.
Die Ausstellung versammelt persönliche Geschichten von Freiwilligen aus 33 Ländern und unterschiedlichen Generationen. Sie berichten davon, wie freiwilliges Engagement ihr Leben verändert hat, wie sie gewachsen sind und was Solidarität und Fairness für sie bedeuten. Ergänzt wird dies durch einen historischen Blick auf drei Jahrzehnte europäischer Solidarität. Die Ausstellung macht damit sehr anschaulich, welche persönliche, soziale und politische Wirkung Engagement entfalten kann.
Kommunikationsmaterialien und Toolkit für Akteur*innen
Wer selbst Aktivitäten organisieren, bestehende Angebote sichtbar machen oder über die Europäische Jugendwoche informieren möchte, findet auf dem Europäischen Jugendportal ein umfangreiches Kommunikations-Toolkit. Es umfasst unter anderem ein Stakeholder Toolkit, Logos, Social-Media-Visuals, Website-Banner, Signaturbanner und Vorlagen für Präsentationen. Das Toolkit unterstützt dabei, Aktivitäten auf der offiziellen Karte einzureichen, die visuelle Identität der Jugendwoche zu nutzen und über lokale Netzwerke oder Social Media auf Angebote aufmerksam zu machen.
Gerade für Organisationen, Jugendverbände, Einrichtungen und Netzwerke bietet das Material eine gute Grundlage, um die Woche kommunikativ aufzugreifen und junge Menschen auf bestehende Möglichkeiten und Veranstaltungen hinzuweisen. Die Europäische Kommission ruft Akteur*innen ausdrücklich dazu auf, Aktivitäten einzureichen, die Woche in ihren Kanälen aufzugreifen und mit dem Hashtag #EUYouthWeek sichtbar zu machen.
Eurodesk in ganz Europa beteiligt
Das Eurodesk-Netzwerk ist europaweit in die Europäische Jugendwoche eingebunden. Es organisiert eigene Aktivitäten, unterstützt bei der Verbreitung und Bewerbung von Veranstaltungen und beteiligt sich auch am Auftaktevent in Brüssel. Die Europäische Jugendwoche bietet einen wichtigen Anlass, junge Menschen auf europäische Programme und Möglichkeiten wie Erasmus+, das Europäische Solidaritätskorps, Beteiligungsformate und weitere Mobilitätschancen aufmerksam zu machen. Zudem ist eine europäische Eurodesk-Jugenddelegation Teil des Programms in Brüssel.
Auch Eurodesk Deutschland ist daran beteiligt und entsendet drei junge Menschen nach Brüssel. Sie begleiten den Auftakt der Jugendwoche vor Ort und berichten auf dem Instagram-Kanal rausvonzuhaus live über ihre Eindrücke aus dem Europäischen Parlament. So wird das Geschehen in Brüssel auch für junge Menschen in Deutschland direkt erlebbar und in jugendgerechter Form zugänglich.
Jugendwoche als Plattform für Information, Beteiligung und Sichtbarkeit
Die Europäische Jugendwoche 2026 verbindet damit verschiedene Ebenen: politische Sichtbarkeit auf europäischer Bühne, konkrete Informations- und Beteiligungsangebote vor Ort, Geschichten von Engagement und eine europaweite Kommunikationskampagne. Für junge Menschen bietet sie die Möglichkeit, europäische Themen, Programme und Beteiligungswege kennenzulernen. Für Organisationen und Fachkräfte ist sie ein Anlass, eigene Aktivitäten sichtbar zu machen, Kooperationen zu stärken und europäische Jugendthemen in die Öffentlichkeit zu tragen.
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