Value-Based Healthcare wirkt: PROvalue Endo zeigt verbesserte Patientenergebnisse und erreichbares Einsparpotenzial auf DiGA-Niveau

PROvalue™ Endo zeigt nach rund 20.000 Patientinnen und Patienten, wie sich Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) systematisch in die Versorgung integrieren und mit Vergütung verknüpfen lassen. Die erste Auswertung des Qualitätsvertrags belegt bessere Patientenergebnisse, frühzeitig steuerbare Verläufe und klare Effizienzgewinne. Aufbauend auf dem Innovationsfondsprojekt PROMoting Quality ergibt sich in der Endoprothetik ein erreichbares Einsparpotenzial von rund 150 Millionen Euro jährlich bei gleichzeitig gesteigerter Ergebnisqualität.

Von der Evidenz in die Versorgung

Als Qualitätsvertrag überführt PROvalue™ Endo die Prozesse und Ergebnisse der randomisiert-kontrollierten Studie PROMoting Quality konsequent in die Versorgungspraxis. Während Qualität im deutschen Gesundheitssystem bislang vor allem über Struktur- und Prozessindikatoren bewertet wird, richtet PROvalue™ Endo den Fokus über den stationären Aufenthalt hinaus auf patientenrelevante Ergebnisse wie Mobilität, Lebensqualität und funktionelle Genesung. Ein digitales Monitoring entlang des gesamten Behandlungspfads erhebt diese Ergebnisse systematisch und über den stationären Aufenthalt hinaus, bereitet sie für die klinische Entscheidungsunterstützung auf und verknüpft sie erstmals mit Vergütungsmechanismen. Rücklaufquoten von über 85 Prozent zeigen, dass diese Form der Versorgungssteuerung im klinischen Alltag praktikabel und skalierbar ist.

Klinischer Nutzen durch frühzeitige Steuerung

Ein zentrales Element ist ein algorithmusbasiertes Benachrichtigungssystem, das Abweichungen im Genesungsverlauf frühzeitig erkennt. Seit Programmstart wurden rund 4.500 Alerts bearbeitet. In 53 Prozent der Fälle zeigten sich Hinweise auf operationsbezogene Auffälligkeiten, in 38 Prozent folgten gezielte zusätzliche medizinische Maßnahmen. Damit wird ein zentrales Defizit der bisherigen Versorgung adressiert: Verschlechterungen werden nicht erst retrospektiv und bei kritischer Wiedervorstellung sichtbar, sondern können früh erkannt und behandelt werden. Für Versicherte bedeutet das mehr Sicherheit im Genesungsverlauf und eine gezieltere Nachsorge bei gleichzeitig effizientem Ressourceneinsatz der teilnehmenden Kliniken.

Standortbezogen zeigt PROvalue™ Endo den tatsächlichen Behandlungserfolg, gemessen als sogenannte Minimal Clinically Important Difference (MCID). Sie definiert die kleinste Veränderung eines patientenberichteten Ergebnisses (PROM), die aus Sicht der Betroffenen als klinisch relevant wahrgenommen wird, also als eine im Alltag konkret spürbare Verbesserung. Zwölf Monate nach dem Eingriff erreichten über 83 Prozent der Versicherten mit Eingriff am Knie sowie über 92 Prozent der Versicherten mit Eingriff an der Hüfte an einer teilnehmenden Klinik diese medizinisch bedeutsame Verbesserung, gemessen über gelenkspezifische PROMs. 

Allein in der Endoprothetik: Potenzielle Entlastung in Millionenhöhe

Neben den verbesserten Outcomes zeigt sich ein klarer wirtschaftlicher Nutzen auf individueller und systemischer Ebene. Bereits in der Studie PROMoting Quality wurden durch PROM-basiertes Monitoring adjustierte Einsparungen von durchschnittlich 376 Euro pro Hüft- und Kniepatient:in innerhalb eines Jahres erzielt. Die zugrunde liegende Technologie wurde im Rahmen von PROvalue™ Endo gezielt für die Routineversorgung weiterentwickelt und operationalisiert. Bei Übertragung auf die Regelversorgung wird die Dimension deutlich: In Deutschland werden jährlich rund 400.000 Hüft- und Knieendoprothesen durchgeführt. Ein flächendeckendes PROvalue-Monitoring auch außerhalb der Qualitätsverträge entspräche einem Einsparpotenzial von rund 150 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Die gesetzlichen Krankenkassen gaben in 2025 laut GKV Spitzenverband insgesamt 171 Millionen Euro für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aus. Die systemischen Effizienzgewinne allein im Bereich Endoprothetik decken somit rechnerisch über 85 % dieser Ausgaben für Gesundheitsinnovationen ab.

Von Studie über Routine zu struktureller Reform?

Während eine steigende Anzahl klassischer Therapien und digitaler Anwendungen zum Einsatz kommt, bleibt das Einsparpotenzial strukturierter, outcome-basierter Versorgungssteuerung bislang strukturell ungenutzt. Trotz breiter Beteiligung erreicht PROvalue™ Endo als System für Qualitätsverträge aktuell nur etwa 2-3 Prozent der endoprothetischen Eingriffe in Deutschland. Qualitätsverträge nach § 110a SGB V bieten einen wichtigen Rahmen für Innovation, bleiben jedoch in ihrer Reichweite stark reguliert. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat bereits 2024 empfohlen, die Erkenntnisse aus PROMoting Quality für eine systematische Umsetzung zur Weiterentwicklung von Qualitäts- und Vergütungsstrukturen zu prüfen. 

Während die Umsetzungsempfehlungen noch ausstehen, plädiert Yannik Schreckenberger, Gründer und CEO von Heartbeat Medical, für einen stärkeren politischen Gestaltungswillen. „Der operative Blueprint für die Endoprothetik liegt nun vor. Bereits heute profitieren Versicherte, Kliniken und Krankenkassen täglich. Wir planen, über 50.000 Menschen im Rahmen von PROvalue zu begleiten und so eine europaweit einzigartige Evidenz aufzubauen. Doch solange klare Entscheidungen für eine ergebnisorientierte Versorgung ausbleiben, verspielt unser Gesundheitssystem täglich Lebensqualität und Ressourcen.“

Vollständiges Whitepaper zum Thema abrufbar unter: heartbeat-med.com/whitepapers/provalue-endo

Über die HRTBT Medical Solutions GmbH

Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die digitale Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Versorgungs-, Vergütungs- und Forschungsprogrammen (VBHC). Das 2014 gegründete Unternehmen hat über eine Millionen Patient:innen erfolgreich digital begleitet und unterstützt mit PROvalue™ Qualitätsverträge mit über 65 Krankenkassen in den Bereichen Endoprothetik, Geburtsmedizin und Mangelernährung.

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