Sommer, Sonne, Spieltag 2: Die Bundesliga ist zurück am Starnberger See

36 Teams – drei Tage – ein Tabellenführer, der nachlegen will – Bayerischer Yacht-Club empfängt die Liga

Nach nur zwei Wochen Pause geht es für die Clubs der Deutschen Segel-Bundesliga wieder um wichtige Punkte. Vom 1. bis 3. Mai 2026 treffen die je 18 Teams der 1. und 2. Segel-Bundesliga erneut auf dem Starnberger See aufeinander. Ausrichter des zweiten Spieltags ist der Bayerische Yacht-Club, der als langjähriges Liga-Mitglied auch in der Juniorenliga fest verankert ist. Auf baugleichen Kielbooten vom Typ J/70 segeln die Vereinsmannschaften erneut um Punkte für die Meisterschale, um Qualifikationspunkte für die SAILING Champions League sowie um Auf- und Abstieg.

Geduld, Leichtwindgefühl und Revierkenntnis

Schon der Saisonauftakt am Starnberger See hat gezeigt, wie schwer die leichten, drehenden Winde im Norden des Sees zu lesen sind: Flaute, Dreher, Gewitter und Hagel forderten die Teams in jeder Wettfahrt. Für den zweiten Spieltag werden am Freitag in der Starnberger Bucht perfekte Bedingungen erwartet, mit sommerlichen Temperaturen und bestem Wind. Für Samstag und Sonntag könnten es wieder überwiegend leichte, drehende Winde werden.

Damit wird der zweite Spieltag nicht nur sportlich, sondern auch mental zur Herausforderung. Wer nach langen Wartezeiten in der Sonne konzentriert bleibt, am Abend noch frisch ist und im richtigen Moment sauber startet, kann entscheidende Punkte holen. Das „Waiting Game“ dürfte am Starnberger See eine große Rolle spielen.

„Gerade solche Spieltage zeigen, wie anspruchsvoll das Liga-Format ist. Es reicht nicht, nur bei idealen Bedingungen schnell zu sein. Die Teams müssen geduldig bleiben, die kleinen Windfenster nutzen und in jedem einzelnen Rennen hellwach sein“, sagt Tom Lukas Voigt, Schatzmeister DSL e.V.

Joersfelder wollen Auftaktsieg bestätigen

In der 1. Segel-Bundesliga reist der Joersfelder Segel-Club als Tabellenführer nach Starnberg. Das Berliner Team gewann den Auftakt vor dem Mühlenberger Segel-Club und dem Potsdamer Yacht Club. Für den zweiten Spieltag setzt der JSC unter anderem auf Christoph Cornelius und Daniel Schwarze, die bereits in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie mit taktisch anspruchsvollen Binnenrevieren gut zurechtkommen.

Dahinter lauern mit dem Mühlenberger Segel-Club, dem Potsdamer Yacht Club, dem Bodensee-Yacht-Club Überlingen und dem Segel- und Motorboot-Club Überlingen gleich mehrere Teams, die den Starnberger See nutzen wollen, um sich früh in der Spitzengruppe festzusetzen.

Amtierender Meister früh unter Zugzwang

Besonders im Fokus steht der Norddeutsche Regatta Verein: Der amtierende Meister startete mit Rang sechs verhalten in die Saison und will in Starnberg zurück in die Spitzengruppe. An der Pinne sitzt erneut Mats Schönebeck, der 2025 im Finale auf dem Wannsee den achten Meistertitel für den Hamburger Traditionsclub und auch den Sieg in der Deutschen Junioren Segel-Liga sowie der Youth SAILING Champions League gesichert hatte.

Heimvorteil für die Südvereine?

Mit dem Bayerischen Yacht-Club und dem Münchner Yacht-Club sind zwei Vereine in der 1. Liga am Start, die das Revier besonders gut kennen. Der BYC segelt als Gastgeber mit Steuermann Julian Sensch, beim Münchner Yacht-Club steht Florian Krauß an der Pinne – als 420er-Jugendweltmeister von 2021 bringt er zusätzlich internationale Klasse mit. Auch in beiden Ligen stehen weitere erfahrene Aktive im Kader, darunter olympiakampagnen-erfahrene Seglerinnen und Junioren-WM-Platzierte.

Lübecker Yacht-Club will Führung verteidigen

In der 2. Segel-Bundesliga reist der Lübecker Yacht-Club als Tabellenführer zum Bayerischen Yacht-Club. Nach dem starken Auftakt hat das Team mit Steuermann Bosse Fahrenkrog das klare Ziel, den Platz an der Spitze zu verteidigen und den Blick Richtung 1. Liga zu richten.

Dicht dahinter folgen der Frankfurter Yachtclub und die Seglervereinigung 1903 Berlin. Auch der Akademische Segelverein Warnemünde und der Verein Seglerhaus am Wannsee haben sich nach dem ersten Spieltag in der oberen Tabellenhälfte positioniert.

Besonders prominent besetzt ist die Crew der Regatta-Segler Neuruppin: Mit Annika Bochmann sitzt die 470er-Olympiaseglerin von Rio 2016 als Taktikerin im Boot. In Starnberg geht sie erstmals gemeinsam mit ihrem Bruder als Steuermann an den Start.

„An der Segel-Bundesliga reizen mich vor allem die engen, knackigen Rennen – das ist sportliche Intensität pur. Für mich ist diese Saison etwas ganz Besonderes, da ich erstmals gemeinsam mit meinem Bruder in einem Team für einen Verein meines Heimatreviers Neuruppin starte. Ich genieße es, meine taktische Erfahrung aus dem 470er einzubringen und dabei den Austausch mit alten Wegbegleitern und neuen Talenten zu erleben. Das gemeinsame Ziel als Team und die volle Konzentration auf dem Wasser bieten mir den idealen Ausgleich zu meinen täglichen beruflichen Herausforderungen“, sagt Annika Bochmann, Olympia-Teilnehmerin 2016 in Rio und Taktikerin der Regatta-Segler Neuruppin.

Für die Heimvereine der 2. Liga gehen der Münchener Ruder- und Segelverein „Bayern“ von 1910 sowie der Deutsche Touring Yacht-Club an den Start. Beide kennen den Starnberger See gut und wollen den Heimvorteil nutzen.

Bayerischer Yacht-Club sorgt für Liga-Atmosphäre

Der Bayerische Yacht-Club richtet den zweiten Spieltag auf seinem Heimatrevier im Norden des Starnberger Sees aus. Der Club ist seit Jahren eng mit der Segel-Bundesliga verbunden, engagiert sich auch in der Juniorenliga und ist für seine Gastfreundschaft bekannt. Bereits am Donnerstag haben die Teams ab 15 Uhr Gelegenheit, sich beim Training auf das Revier einzustellen und die Boote für den Spieltag vorzubereiten. Der erste Start ist für Freitag um 11 Uhr geplant. Vor Ort werden zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Promenade erwartet. Die Entscheidung des zweiten Spieltags wird am Sonntag gegen 16 Uhr erwartet, anschließend findet die Siegerehrung beim Bayerischen Yacht-Club statt.

Ausblick: Die Saison 2026

Wie in den Vorjahren wurde bei der Saisonplanung darauf geachtet, lange Transportwege zwischen den einzelnen Events zu minimieren. Die Ergebnisse werden live abgebildet, aktuelle Crewlisten und der Tabellenstand sind auf der Website der Segel-Bundesliga zu finden. Nach dem zweiten Spieltag in Starnberg führt die Saison 2026 die Liga an folgende Reviere: 10.–12. Juli Kieler Förde, 31. Juli–02. August Hamburger Außenalster (Norddeutscher Regatta Verein, nur 1. Liga), 18.–20. September Berliner Wannsee (Potsdamer Yacht-Club) sowie 15.–17. Oktober Berliner Wannsee (Verein Seglerhaus am Wannsee).

Über Deutsche Segel-Liga e.V. c/o Düsseldorfer Yacht-Club

Die Deutsche Segel-Bundesliga wurde 2013 gemeinsam mit 17 Segelvereinen gegründet. Veranstalter der Liga ist der Deutsche Segler-Verband (DSV), Ausrichter ist die Deutsche Segel-Liga e.V., die für die operative Organisation und Durchführung der Spieltage verantwortlich zeichnet. In der 1. Segel-Bundesliga und der 2. Segel-Bundesliga treten jeweils 18 Clubs gegeneinander an. Jeder der 36 Vereine nominiert einen Kader von bis zu 20 Seglerinnen und Seglern, von denen vier pro Verein und pro Regatta starten. 48 Wettfahrten auf baugleichen Booten (J/70) entscheiden an jedem Spieltag, also jedem Regatta-Wochenende, über die Punktzahl für die Tabelle. Am Ende der Saison darf sich der Sieger der 1. Bundesliga „Deutscher Meister der Segelvereine“ nennen und erhält die Meisterschale. Die Vereine der 1. Segel-Bundesliga haben sechs Events, die der 2. Segel-Bundesliga vier Events. Bei der Qualifikation für die 2. Bundesliga, dem DSL-Pokal, werden vier Liga-Startplätze neu ausgesegelt.

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