Qualität in der Ausbildung sichern: Wie die Ausbildung im Handwerk optimal gelingt

„Nur durch Ausbildung gelingt es, langfristig Fachkräfte zu sichern“, weiß Hannah Reichenecker vom Team der Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberatung der Handwerkskammer. Gleichzeitig weiß sie: Ausbildung ist für Betriebe herausfordernd. Sie benötigt eine gezielte Planung, klare Strukturen und die kontinuierliche Begleitung der Lehrlinge. Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald bietet dabei ihre Unterstützung an. Ob generelle Information zum Ablauf der Ausbildung oder gezielte Hilfe in konkreten Fällen – im Geschäftsbereich Berufsbildung gibt es die richtigen Ansprechpartner.

Eine bewusste Entscheidung

Am Anfang steht jedoch immer die Entscheidung des Betriebs. „Es ist eine bewusste Entscheidung“, so die Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberaterin. „Denn Ausbildung ist keine Nebenaufgabe, sondern kann nur als fester Bestandteil der Unternehmensentwicklung verstanden werden.“ Betriebe, die erfolgreich ausbilden, integrieren das Thema in ihren Arbeitsalltag und binden alle Beteiligten frühzeitig ein. Mitarbeitende, die Auszubildende begleiten, würden informiert und aktiv in die Prozesse eingebunden. Dadurch entstehe ein gemeinsames Verständnis für die Bedeutung der Nachwuchsförderung.

Zuständigkeiten definieren

Zentral für die Ausbildungsqualität ist eine strukturierte und vorausschauende Planung. Grundlage bildet die jeweilige Ausbildungsordnung, die mit den betrieblichen Abläufen verzahnt wird. Für jede Auszubildende und jeden Auszubildenden wird ein individueller Ausbildungsplan erstellt, der persönliche Voraussetzungen berücksichtigt. „Gleichzeitig empfiehlt es sich, klare Zuständigkeiten zu definieren“, erläutert Leonard Kopp, ebenfalls Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberater der Handwerkskammer in Mannheim. So wüssten Auszubildende jederzeit, wer sie in welchem Abschnitt begleitet. Eine positive Haltung zur Ausbildung im gesamten Betrieb unterstütze zusätzlich die Motivation und Orientierung der Lernenden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die kontinuierliche Überprüfung des Lernfortschritts. Regelmäßige Gespräche zwischen Auszubildenden und Ausbildern ermöglichen eine gezielte Reflexion. Berichtshefte dienen dabei nicht nur der Dokumentation, sondern als Grundlage für den Austausch über Inhalte, Erfahrungen und mögliche Anpassungen. So kann die Ausbildung flexibel weiterentwickelt und an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Profitabel für beide Seiten

Eine enge Zusammenarbeit mit den weiteren Lernorten ist ebenfalls entscheidend. Der Austausch mit Berufsschulen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten wie der Bildungsakademie der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald im Mannheimer Gewerbegebiet Wohlgelegen helfe dabei, Theorie und Praxis sinnvoll miteinander zu verknüpfen. „Zielsetzung muss für alle Beteiligten sein, den Ausbildungsprozess ganzheitlich zu gestalten“, sagt Hannah Reichenecker. Und zwar mit dem finalen Ziel, junge Menschen langfristig für den Handwerksberuf zu gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wachse mit einer guten Ausbildung, in der sich Lehrlinge wohl fühlen, viel lernen und Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt bekommen. Gleichzeitig profitieren Ausbildungsbetriebe von gut qualifizierten Fachkräften, die ihre Entwicklung von Beginn an im Unternehmen durchlaufen haben.

Unterstützung beim Team der Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberatung der Handwerkskammer, E-Mail: ausbildungsberatung@hwk-mannheim.de.

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