Norddeutscher Regatta Verein gewinnt 2. Spieltag in Starnberg – Joersfelder Segel-Club bleibt trotz Rang vier Tabellenführer der 1. Liga

Der zweite Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga ist am Sonntag mit der Wertung des Freitags beendet worden. Am Auftakttag absolvierten beide Ligen in der Starnberger Bucht je sechs Wettfahrten – Samstag und Sonntag blieben windbedingt ohne Rennen. Den Spieltag gewannen der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) in der 1. Segel-Bundesliga und der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) in der 2. Segel-Bundesliga. An der Tabellenspitze bleibt in der 1. Liga der Joersfelder Segel-Club (JSC), in der 2. Liga der Lübecker Yacht-Club (LYC).

Spieltagsverlauf: ein Segeltag, an zwei Tagen leider kein Wind

Den Freitag konnte die Wettfahrtleitung voll ausnutzen. Bei acht bis neun Knoten Wind und vielen Drehern gingen in der 1. wie in der 2. Segel-Bundesliga je sechs Flights über die Bahn – ein souveräner Auftakt nach den oft wechselhaften Erfahrungen am Starnberger See. Für ein Novum sorgte eine verzogene Luvtonne: Nachdem die Bahnmarke durch einen Erstligaclub im Rennen aus der Position geraten war, wurden Rennen der 1. und 2. Liga wiederholt.

Parallel feierte der Bayerische Yacht-Club (BYC) seine traditionelle 1. Mai Feier mit dem clubeigenen Ansegeln; das Gelände war den ganzen Tag über stark besucht, zahlreiche Mitglieder und Gäste verfolgten die Wettfahrten von Steg und Promenade aus. Live-Musik auf dem Steg sorgte tagsüber für Atmosphäre, am Abend setzte sich das Rahmenprogramm im Clubhaus mit einer Live-Band fort – die Bundesliga-Aktiven waren als Gäste eingeladen.

Am Samstag und Sonntag ließ der Wind die Wettfahrtleitung dann im Stich. Über den Kursen zogen immer wieder leichte Striche, durchsetzen konnte sich keiner, dazu kamen viele Dreher. Am Samstag wurde „Warten an Land“ angeordnet und der Tag um 17:30 Uhr ohne Wettfahrt offiziell abgepfiffen. Auch der Versuch am Sonntagmorgen, mit einem frühen Skippers Briefing um 8 Uhr die einsetzende Thermik zu nutzen, blieb erfolglos – nutzbarer Wind setzte sich an keinem der beiden Tage durch.

„Es war uns eine große Ehre, den 2. DSBL-Spieltag im Bayerischen Yacht-Club auszurichten. Auch wenn nur der erste Tag mit gutem Wind und einer beeindruckenden Kulisse überzeugen konnte und dabei sechs Flights gesegelt wurden, hatten alle Teams viel Freude. Der BYC blickt mit Vorfreude auf die weiteren Spieltage der Saison 2026 und bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern für ihre großartige Unterstützung“, sagt Nils Sternbeck, Sportmanager des Bayerischen Yacht-Clubs.

Ergebnisse des 2. Spieltags

In der Segel-Bundesliga gilt das Low-Point-System: Wer am Ende die wenigsten Punkte hat, gewinnt. Ein erster Platz bringt einen Punkt, ein zweiter zwei Punkte und so weiter.

Den Spieltagssieg in der 1. Segel-Bundesliga sicherte sich der NRV mit 9 Punkten und damit deutlichen vier Punkten Vorsprung. Für die Hamburger segelten Mats Schönebeck (Steuermann), Henrik Peters, Moritz Gießelmann und Ferdinand Pfund. Dahinter lieferten sich der Münchner Yacht-Club und der Blankeneser Segel-Club ein Kopf-an-Kopf-Rennen und gingen mit jeweils 13 Punkten punktgleich auf die Plätze zwei und drei.

„Die Saison ist lang und ich freue mich, dass Mats, Henrik, Moritz und Ferdi für einen sehr soliden Start gesorgt haben. Wie all die Jahre werden wir auch in diesem Jahr viel rotieren. So werden in den kommenden drei Spieltagen drei weitere Steuerleute mit ihren Teams zum Einsatz kommen“, sagt Klaus Lahme, Clubmanager und Bundesliga-Teammanager des Norddeutschen Regatta Vereins.

In der 2. Segel-Bundesliga setzte sich der VSaW mit 12 Punkten an die Spitze des Spieltags, gefolgt vom Segel-Club Ville (13 Punkte) und dem Lübecker Segler-Verein von 1885 (14 Punkte) – jeweils nur ein Punkt Abstand zwischen den Plätzen. Für die Berliner segelten Frederike Westphalen, Anna Krömke, Carolin Schaaff und Nico Naujock (Steuermann).

„Nach der Vorhersage von letzter Woche sind wir schon fast von einem Eintages-Event ausgegangen – deswegen wollten wir am Freitag so viele Rennen wie möglich fahren. Wir wollten konstant fahren, mit einem 2. Platz im Schnitt sind wir sehr zufrieden. Der Wind war typisch für Starnberg: sehr böig, sehr drehig. Spaß ist auf jeden Fall vorhanden – wer unsere TikToks gesehen hat, weiß: Lockerheit ist damit vorprogrammiert“, sagt Nico Naujock, Steuermann des Vereins Seglerhaus am Wannsee.

Gesamtwertung nach 2 Spieltagen

Auch wenn der JSC den 2. Spieltag nur auf Rang vier beendete, verteidigt das Berliner Team mit 5 Punkten seine Führung in der Gesamtwertung der 1. Segel-Bundesliga. Dahinter folgt der NRV (7 Punkte, 2 Punkte Rückstand), der sich durch den Spieltagssieg wieder in Richtung Titelkampf schiebt. Auf Rang drei liegt der Bodensee-Yacht-Club Überlingen (11 Punkte, 4 Punkte Rückstand auf Platz zwei).

An der Spitze der 2. Segel-Bundesliga liegt der LYC mit 8 Punkten – nur einen Punkt vor dem VSaW (9 Punkte). Auf Rang drei folgt der Konstanzer Yacht Club mit 11 Punkten, punktgleich mit dem viertplatzierten Regatta-Segler-Neuruppin.

Saison 2026: zwei von sechs Stationen absolviert

Mit Starnberg ist die zweite Saisonstation der Deutschen Segel-Bundesliga abgeschlossen. Die Deutsche Segel-Liga e.V. richtet die Bundesliga 2026 an insgesamt sechs Standorten in Deutschland aus.

Ausblick: 3. Spieltag auf der Kieler Förde

Weiter geht es für die Deutsche Segel-Bundesliga vom 10. bis 12. Juli 2026 mit dem 3. Spieltag auf der Kieler Förde.

Weiterführende Links

Eventseite (Crewlisten, Ergebnisse, weitere Infos):
deutsche-segelbundesliga.de/dsbl-event/2-spieltag-2026

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Die Deutsche Segel-Bundesliga wurde 2013 gemeinsam mit 17 Segelvereinen gegründet. Veranstalter der Liga ist der Deutsche Segler-Verband (DSV), Ausrichter ist die Deutsche Segel-Liga e.V., die für die operative Organisation und Durchführung der Spieltage verantwortlich zeichnet. In der 1. Segel-Bundesliga und der 2. Segel-Bundesliga treten jeweils 18 Clubs gegeneinander an. Jeder der 36 Vereine nominiert einen Kader von bis zu 20 Seglerinnen und Seglern, von denen vier pro Verein und pro Regatta starten. 48 Wettfahrten auf baugleichen Booten (J/70) entscheiden an jedem Spieltag, also jedem Regatta-Wochenende, über die Punktzahl für die Tabelle. Am Ende der Saison darf sich der Sieger der 1. Bundesliga „Deutscher Meister der Segelvereine“ nennen und erhält die Meisterschale. Die Vereine der 1. Segel-Bundesliga haben sechs Events, die der 2. Segel-Bundesliga vier Events. Bei der Qualifikation für die 2. Bundesliga, dem DSL-Pokal, werden vier Liga-Startplätze neu ausgesegelt.

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