Seine Einordnung: Die Herausforderungen für die Stromnetze wachsen – ein grundlegendes Stabilitätsproblem besteht jedoch nicht. „Wir erleben eine tiefgreifende Transformation des Energiesystems. Statt weniger zentraler Kraftwerke speisen heute viele dezentrale und wetterabhängige Quellen Strom ein“, so Hollmann.
Gleichzeitig verändert sich auch die Nachfrageseite dynamisch. Elektromobilität, Wärmepumpen und weitere Anwendungen treiben den Strombedarf deutlich nach oben. „Erzeugung und Verbrauch entwickeln sich parallel – und erhöhen die Komplexität im System deutlich“, sagt Hollmann.
Um diese Entwicklung zu bewältigen, seien gezielte Anpassungen notwendig. Dazu zählen insbesondere der Ausbau der Netzinfrastruktur, mehr Transparenz im Verteilnetz sowie eine höhere Steuerbarkeit von Erzeugungsanlagen. Um zeitliche Schwankungen auszugleichen, spielen auch Speicher eine Schlüsselrolle.
Der Netzausbau wird bereits intensiv vorangetrieben. Netzbetreiber investieren in neue Leitungen, zusätzliche Umspannwerke und die Digitalisierung bestehender Strukturen. Um die Stabilität des Systems auch in Zukunft zu sichern, schaffen diese Maßnahmen die Grundlage.
Mit Blick auf die Versorgungssicherheit bleibt die Einschätzung klar: „Deutschland verfügt weiterhin über eines der stabilsten Stromnetze weltweit. Entscheidend ist, den Umbau konsequent fortzusetzen.“
Wie sich diese Veränderungen konkret auswirken und welche technischen Lösungen künftig entscheidend sind, erläutert Dr. Arne Hollmann in der aktuellen Folge von „Elektrisiert“, verfügbar auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie auf Podigee.
Unter einer globalen Dachmarke bietet Phoenix Contact innovative Produkte, Lösungen und Digitalisierungskompetenzen für die Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung aller Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. Damit befähigt das Familienunternehmen die Industrie und die Gesellschaft bei der Transformation in eine nachhaltige Welt mit langfristigen Wachstumsperspektiven für alle. Das Kerngeschäft ist in drei Geschäftsbereichen organisiert. In neuen Geschäftsfeldern werden auch jenseits des Kerngeschäfts Potenziale der Digitalisierung, Elektrifizierung und der veränderten Mobilität erschlossen.
Phoenix Contact beschäftigt heute rund 21.000 Mitarbeitende und hat in 2025 einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Weltweit wird in einem Fertigungsnetzwerk in neun Ländern mit unterschiedlich hoher Fertigungstiefe produziert. Zur Phoenix Contact-Gruppe gehören weltweit mehr als 50 Vertriebsgesellschaften, welche die Nähe zu den Märkten und den Kunden sicherstellen.
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