Hegau-Jugendwerk bietet beste Voraussetzungen für Pflegeausbildung

Mit der neuen High-Tech Übungspuppe ist der Pflegeanleitungsraum (Skills Room) des Hegau-Jugendwerks (HJW) nun bestens gerüstet für die Anforderungen an eine moderne Pflegeausbildung. Die Puppe, die sowohl ein Junge als auch ein Mädchen sein kann und somit je nach Verwendung Fridolin oder Frieda genannt wird, stellt ein innovatives Lernangebot für die eigenen Auszubildenden der Krankenpflege im Hegau-Jugendwerk dar.

Die Puppe eignet sich aufgrund ihrer reichhaltigen Ausstattung nicht nur als Übungsmodell für angehende Pflegekräfte, sondern auch für das Training von Pflegekräften aus dem Ausland, die sich in der beruflichen Anerkennung befinden, und für bestehende Pflegekräfte des Hegau-Jugendwerks, die hinsichtlich eines besonderen Problems geschult werden sollen. Denn an Fridolin/Frieda lässt sich alles üben, was im Pflegealltag des Hegau-Jugendwerks relevant ist.

Übungspuppe für alle Bedarfe

An der Puppe lassen sich zahlreiche Prozesse simulieren. An diesem Hightech-Wunder können nicht nur die üblichen Vitalwerte abgeleitet werden, sondern an Fridolin bzw. Frieda kann das Katheterisieren ebenso geübt werden wie das Anlegen einer Trachealkanüle, das Absaugen von Sekret, das Anlegen einer nasogastralen Sonde inklusive der Durchführung von Sondenernährung oder das richtige Vorgehen bei auftretenden Problemen bei der Atmung – um nur einige Beispiele zu nennen. Die Puppe macht die jeweils passenden Geräusche dazu, sodass die Übungssituation real wirkt. Die Krankenpflegepuppe erlaubt natürlich auch klassische Übungen zur Lagerung, zur Mobilisation und das Verabreichen von Injektionen und Infusionen.

Unterstützung durch den Förderverein HegauHelden

Die neue Übungspuppe setzt dem Skills Room, der nach seinem Umzug mittlerweile auf rund 100 Quadratmetern komfortable Übungsbedingungen bietet, die Krone auf. Mit dieser Puppe sind eine praxisnahe Ausbildung und Fortbildung sehr gut möglich, freute sich Pflegedirektorin Petra Wirth bei der Vorstellung des modernen Trainingsmodells vor dem Förderverein HegauHelden. Dieser hatte mit einer großzügigen Spende von rund 21.200 Euro die Anschaffung erst möglich gemacht.

Der Vorstand des Fördervereins war extra in den Skills Room des Hegau-Jugendwerk gekommen, um sich die neue Puppe anzuschauen und die Vielzahl an Übungsmöglichkeiten durch die beiden Praxisanleiter Ruth Lampe und Torsten Ludwig vorführen zu lassen. Diese waren sich sicher, dass die neue Übungspuppe ein „echter Zugewinn“ in der Ausbildung darstellt. Denn Probleme erkennen, richtig reagieren und die erforderlichen Handlungen durchzuführen bevor es am realen Kind gemacht wird, schafft Sicherheit und Vertrauen.

Skills Room bietet ideale Voraussetzungen für Aus- und Weiterbildung

Der Pflegeanleitungsraum ist ein bestens ausgestatteter Ort für die praxisnahe Ausbildung, wo der HJW-Arbeitsalltag simuliert und geübt werden kann. Das neue Trainingsmodell trägt zum Erhalt und der Verbesserung der Qualität in der anspruchsvollen Patientenversorgung der Hegau-Jugendwerks-Patienten bei, erklärte Petra Wirth bei der Präsentation der Puppe. Aktuell sieben eigene Auszubildende, bald vier weitere, sowie vier aktuelle und vier geplante neue Anerkennungspraktikanten profitieren von den herausragenden Übungsmöglichkeiten im HJW. Zudem kommen beim monatlichen Hospitationstag viele junge Menschen von anderen Institutionen in den Genuss des bestens ausgestatteten Pflegeanleitungsraum, der mit seinen vier Pflegebetten, einer Babypuppe, einer Virtual Reality Brille und der neuen Übungspuppe beste Übungsvoraussetzungen bietet.

Gute Pflege beginnt mit der Ausbildung

„Gute Pflege beginnt mit einer guten Ausbildung“, ist sich Heinz Brennenstuhl, Vorsitzender des Fördervereins HegauHelden, sicher. Deswegen habe der Förderverein diese Anschaffung sehr gerne unterstützt. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es wichtig, für junge Menschen moderne und attraktive Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen.

Über die Hegau-Jugendwerk GmbH

Im Hegau-Jugendwerk bieten wir Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach einer neurologischen Erkrankung, einem Unfall oder einer frühkindlichen Hirnschädigung eine umfassende Rehabilitation an. Das diagnostische und therapeutische Angebot ermöglicht die nahtlose, kontinuierliche neurologische Rehabilitationsbehandlung von der Frührehabilitation bis zur schulischen und beruflichen Wiedereingliederung. Durch das Leistungsspektrum werden die neurologischen Rehabilitationsphasen B, C, D und E komplett abgedeckt.

Die Behandlung ist an den individuellen Erfordernissen jedes einzelnen Patienten ausgerichtet. Es werden intensive Einzel- und Gruppentherapien unter aktuellen rehabilitationswissenschaftlichen Erkenntnissen angeboten und durch weitere spezielle Angebote wie Unterstützte Kommunikation, Magnetstimulation, Schluckdiagnostik, Tiergestützte Therapie, Musiktherapie etc. ergänzt.

Die Einrichtung liegt in einzigartiger landschaftlicher Lage oberhalb des Rheins, 20 km vom Bodensee entfernt und wurde als bundesweite Modelleinrichtung speziell für Kinder und Jugendliche konzipiert.

Das Hegau-Jugendwerk ist ein Unternehmen im Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz und verfügt gesamt über 203 Betten.

Wesentliche Bestandteile des Rehabilitationszentrums sind eine staatlich anerkannte Krankenhausschule (SBBZ) und eine berufstherapeutische Abteilung. Rooming-in-Zimmer und Angehörigenzimmer ermöglichen es Eltern bzw. Angehörigen sowie Geschwisterkindern auch während der Rehabilitation nah bei ihrem betroffenen Kind zu sein. Zudem erfahren auch die Eltern bzw. Angehörigen durch eine Angehörigenbetreuung vor Ort kompetente Unterstützung und Hilfestellungen.

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