Gemeinsam gegen Desinformation: Virtimo AG und Projektpartner starten das Forschungsprojekt BOSNET

Zum 1. Juli 2026 startete das zukunftsweisende Forschungsprojekt BOSNET zur Stärkung von Sicherheitsbehörden im Umgang mit Desinformation. Unter Leitung der Universität Potsdam und gemeinsam mit den Universitäten Bamberg, Tübingen und Köln sowie dem Technischen Hilfswerk [THW] entsteht eine neue Analyse- und Vernetzungsplattform. Die Virtimo AG übernimmt in diesem interdisziplinären Konsortium die technische Konzeption und Implementierung des Softwaredemonstrators.

Digitale Desinformation spaltet die Bevölkerung und bindet in Krisenlagen wichtige behördliche Ressourcen – wie etwa bei Hochwasser oder hybriden Bedrohungen. Letztere zeigen sich zunehmend als koordinierte Kampagnen, die über soziale Medien, Bots oder KI-basierte Tools wie Deepfakes verbreitet werden, um gezielt den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben. Um diesen Versuchen aktiv entgegenzuwirken, bündelt BOSNET umfangreiche Expertise aus Wissenschaft und Praxis. Assoziierte Partner wie die Polizei Paderborn, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst unterstützen das Vorhaben mit realen Anwendungsfällen aus ihrem Arbeitsalltag.

Als Technologiepartnerin entwickelt Virtimo für BOSNET eine zentrale Arbeitsumgebung, die KI-gestützte Analyse, Informationsbewertung und Vernetzung sicher vereint. Das Kernstück bildet eine skalierbare Wissensdatenbank zur Dokumentation von Desinformationsfällen und Reaktionsstrategien. Um die Vorgaben der DSGVO und des EU AI Act konsequent umzusetzen, wird gemäß dem „Ethics-by-Design“-Ansatz eine strikte Multi-Tenant-Architektur realisiert, die den isolierten Zugriff auf behördliche Daten garantiert. Für die technische Realisierung greift Virtimo auf die VIRTIMO CLOUD zurück, zu deren Kernkomponenten der Cloud-Service IGUASU und das Business Process Center [BPC] gehören. Um die Praxistauglichkeit abzusichern, wird die Plattform schließlich iterativ im KI-Reallabor des THW unter echten Einsatzbedingungen erprobt.

„Mit BOSNET schaffen wir eine technologische Basis, die es Sicherheitsbehörden ermöglicht, in Krisenlagen resilienter zu agieren. Als Technologiepartnerin freuen wir uns, unsere Expertise in der Implementierung komplexer, KI-gestützter Softwarearchitekturen einzubringen und damit den Behörden ein wirksames Werkzeug an die Hand zu geben. Dabei stellen wir durch unser ‚Ethics-by-Design’-Konzept sicher, dass höchste Sicherheits- und Ethikstandards integraler Bestandteil unserer Lösung sind”, erklärt Eric Hochstrate, Projektkoordinator seitens Virtimo.

Virtimo bringt in das Konsortium weitreichende Erfahrungen aus dem Projekt PREVENT [2021-2025] ein. Bereits in diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung [BMBF] geförderten Vorhaben entwickelte Virtimo gemeinsam mit einem Forschungsnetzwerk rund um die Universität Duisburg-Essen eine cloudbasierte Trainingssoftware. Diese sensibilisierte Mitarbeitende von Sicherheitsorganen gezielt für die Erkennung von Fake-News-Kampagnen. Auf diesen Erkenntnissen über die Dynamiken von Desinformationen und die spezifischen Bedarfe von Sicherheitsbehörden wird nun technologisch aufgebaut.

Über die Virtimo AG

Die Virtimo AG ist Softwareherstellerin und IT-Beratungsunternehmen mit Sitz in Berlin. Gegründet im Jahr 2010 arbeiten heute rund 120 Expert:innen für Virtimo in den Themenfeldern Softwareentwicklung, Consulting, Digitale Transformation, Systemintegration, Prozessautomatisierung, Cloud Services sowie der Konzeption und Umsetzung fachspezifischer Applikationen. Besonderes Augenmerk legt Virtimo auf die IT-Sicherheit, die sich als integraler Bestandteil durch alle Themenfelder und Prozesse zieht. Der Branchenschwerpunkt liegt in der Energiewirtschaft, darüber hinaus ist Virtimo für Kund:innen der Bereiche Automobil, Technik, Versicherungen und Handel tätig. Mehr unter virtimo.de

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