Mit dieser Jahresausstellung setzen die Franckeschen Stiftungen ihr Kernthema, Bildung für alle, auf in der deutschen Museumslandschaft einzigartige Weise sowohl in inhaltlich als auch gestalterisch innovativer Form um. Die Schau richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene sowie an alle, die sich bewusst mit dem Prozess der Orientierung auseinandersetzen möchten. »Die Ausstellung regt an, aktiv den eigenen Umgang mit Orientierung zu entdecken: Wie treffe ich Entscheidungen? Was gibt mir Halt? Woran richte ich mich aus? Wo stehe ich gerade?«, lädt Florian Halbauer Schulklassen, Jugendgruppen und (junge) Erwachsene zum Besuch ein.
»Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich in einer Lebensphase, in der sie viele grundlegende Entscheidungen treffen müssen, oftmals zum ersten Mal – sei es mit Blick auf die Ausbildung, den Beruf, das Privatleben oder persönliche Werte«, erläutert Kustos Tom Gärtig die Entscheidung für das Thema und für die für Museen am schwierigsten zu erreichende Zielgruppe. In sieben Räumen des Historischen Waisenhauses laden die Ausstellungsmacher:innen zu einer Reise durch typische Phasen der Orientierungssuche ein, die Themen wie z.B. Desorientierung, Optionsstress oder Wünsche eröffnen. Es erwarten die Besucher:innen raumgreifende Spielsituationen, berührende Interviews mit jungen Menschen sowie Impulse, um sich der eigenen Stärken und Ziele bewusster zu werden. Ein Info-, Abstimmungs-, und Inspirationsheft zum Mitnehmen begleitet den Rundgang. Der Raum Takeaway am Ende des Parcours will Mut machen: Orientierung ist eine lebenslange Aufgabe. Immer wieder suchen wir neue Fixpunkte, treffen Entscheidungen und richten uns neu aus.
DAS AUSSTELLUNGSKONZEPT
Das Ausstellungskonzept wurde von der Kustodie und der Abteilung Vermittlung – Junges Museum entwickelt und gemeinsam mit vielen weiteren Akteur:innen aus den Stiftungen sowie externen Partner:innen realisiert. Ein Anliegen des Kurator:innenteams war die Einbindung der Zielgruppe in das Projekt. Sie findet ihren größten Ausdruck in der Entwicklung und Umsetzung des ersten Ausstellungsraums zum Thema Desorientierung. In einem Ferienworkshop mit Radio Corax sammelten Jugendliche des TiQ, dem Jugendclub der Franckeschen Stiftungen, Ideen für die Gestaltung des Raumes, formulierten themenspezifische Aussagen und entwickelten daraus Audiobeiträge im TiQ-Tonstudio. Weitere Texte und Tonaufzeichnungen entstanden in einem mehrtägigen Workshop mit Julia Skindalat und Student:innen der Sprechwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Stimmen aller Beteiligten begegnen den Besucher:innen im »Labyrinth«. Die Gestaltung der Ausstellung übernahmen das »Büro für Sinn und Unsinn« sowie das »Kollektiv Plus X« aus Halle.
JEIN! Eine interaktive Ausstellung über Orientierung im Ungewissen
Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen
September 2026 ‒ 25. April 2027
Historisches Waisenhaus
Eintritt 8 Euro, erm. 5 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei
Die Franckeschen Stiftungen sind ein europaweit einzigartiger Bildungskosmos. Mit ihren historischen Sammlungen in barocker Schularchitektur, ihren Ausstellungen, besonders aber den pädagogischen und sozialen Projekten sind sie weit mehr als ein Museum. Gegründet mit dem Ziel, Gesellschaft zu verbessern, beteiligen wir uns an aktuellen gesellschaftlichen Debatten: demokratische Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, nachhaltiges Handeln.
Franckesche Stiftungen
Franckeplatz 1, Haus 37
06110 Halle an der Saale
Telefon: +49 (345) 2127-400
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