25 Jahre Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe: 720.000 Euro für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Wenn ein Elternteil suchtkrank ist, verändert das den Alltag einer Familie – und kann Kinder und Jugendliche langfristig belasten. Seit 25 Jahren setzt sich die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe dafür ein, dass diese Kinder nicht mit ihren Erfahrungen und Sorgen allein bleiben. Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 hat die Stiftung 55 Projekte, Angebote und Initiativen mit insgesamt rund 720.000 Euro gefördert.

Was hinter dieser Summe steht, sind vor allem Menschen: Kinder, die Gemeinschaft erleben, ihre Stärken entdecken und erfahren, dass sie mit ihrer Lebenssituation nicht allein sind. „Kinder aus suchtbelasteten Familien tragen häufig Belastungen, die für Außenstehende kaum sichtbar sind. Unsere Stiftung möchte dazu beitragen, dass sie gesehen und gestärkt werden und gute Entwicklungsmöglichkeiten erhalten“, sagt Frank Meier, Vorstandsmitglied der Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe.

55 Projekte – viele Wege, ein Ziel

Die 55 geförderten Projekte sind so vielfältig wie die Lebenssituationen der Kinder und Jugendlichen. Die folgenden Beispiele geben einen Einblick in die unterschiedlichen Ansätze und Schwerpunkte der Förderung. Sie reichen von Suchtprävention und Beratung über pädagogische Gruppenangebote bis hin zur offenen Jugendarbeit.

Mit blu:prevent unterstützt die Stiftung beispielsweise digitale Suchtprävention, die junge Menschen dort erreicht, wo sie einen großen Teil ihrer Lebenswelt verbringen: in der digitalen Welt.

In Solingen wurde die Elterninitiative für Kinder mit FASD gefördert. Sie unterstützt Familien, die durch die besonderen Herausforderungen einer Fetalen Alkoholspektrumstörung vor besonderen Aufgaben stehen.

Die Förderung der offenen Jugendarbeit der Oase Lößnitz wiederum trägt dazu bei, einen Ort zu erhalten, an dem junge Menschen Gemeinschaft, Begleitung und Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung finden.

Einen besonderen Raum für Kinder aus suchtbelasteten Familien schaffen pädagogische Gruppenangebote wie „Drachenherz“ in Hagen und Marburg sowie „Kleine Held:innen“ in Coburg. Die Kinder können sich dort mit ihrer Lebenssituation auseinandersetzen, eigene Stärken entdecken und positive Erfahrungen in der Gemeinschaft sammeln.

„Ich bin nicht allein“

Gerade diese Erfahrung ist für Kinder aus suchtbelasteten Familien besonders wertvoll. Sie erleben häufig, dass die Suchterkrankung innerhalb der Familie nur schwer anzusprechen ist. Scham, Unsicherheit und die Sorge, über die Familie zu sprechen, können dazu führen, dass Kinder ihre Belastungen mit sich allein ausmachen.

Die von der Stiftung geförderten Angebote schaffen geschützte Räume, in denen Kinder ihre Erfahrungen teilen und Vertrauen entwickeln können.

„Die 55 geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig Unterstützung aussehen kann. Unser gemeinsames Ziel ist immer, Kindern und Multiplikatoren Hoffnung zu geben und ihnen Zukunft zu ermöglichen, indem wir Gelder der Stiftung zur Verfügung stellen“, so Matthias Vollgrebe, erster Vorsitzender der Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe.

25 Jahre Engagement – und ein Auftrag für die Zukunft

Das 25-jährige Bestehen ist für die Stiftung ein Grund zum Feiern – vor allem aber ein Anlass, Danke zu sagen. Den vielen Spenderinnen und Spendern, Zustifterinnen und Zustiftern, dem Kuratorium sowie den Menschen und Organisationen, die die Arbeit der Stiftung über viele Jahre begleitet und ermöglicht haben.

„Rund 720.000 Euro Fördermittel sind eine beeindruckende Zahl. Noch wichtiger sind jedoch die Menschen und Geschichten, die dahinterstehen“, so Matthias Vollgrebe. „Jede einzelne Förderung hat dazu beigetragen, dass Kinder und Jugendliche Unterstützung erfahren, Gemeinschaft erleben, ihre Stärken entdecken und neue Perspektiven entwickeln konnten.“

Auch nach 25 Jahren bleibt der Bedarf groß. Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen Aufmerksamkeit, verlässliche Unterstützung und Angebote, die ihnen helfen, ihre eigenen Wege zu gehen. Die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe will deshalb auch künftig Projekte fördern, die Kinder stärken, ihnen Gemeinschaft ermöglichen und Räume für eine gute Entwicklung eröffnen.

25 Jahre Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe – 25 Jahre gemeinsames Engagement. Das Jubiläum steht damit nicht nur für einen Blick zurück, sondern auch für einen Auftrag nach vorn: Hoffnung schenken. Chancen eröffnen. Zukunft schenken. Das 25-jährige Bestehen der Stiftung wurde am 10. Oktober 2026 mit einer Jubiläumsfeier in Essen gewürdigt.

Über die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe

Die Stiftung Deutsche KinderSuchthilfe wurde 2001 gegründet. Gründungsstifter ist der Blaues Kreuz in Deutschland e. V. Ziel der Stiftung ist es, Projekte und Angebote zu fördern, die Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien zugutekommen.

Über Blaues Kreuz Deutschland

Seit mehr als 140 Jahren hilft das Blaue Kreuz Deutschland Menschen mit Suchterkrankungen und Angehörigen. In über hundert fachlichen Angeboten und an mehr als 360 Standorten der Sucht-Selbsthilfe begleiten wir suchtgefährdete und suchtkranke Menschen sowie Angehörige dabei, suchtfrei zu leben. Mit blu:prevent engagieren wir uns innovativ in der Suchtprävention und stärken die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen.

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