Goethewanderweg zum 5. Mal in Folge als Qualitätsweg ausgezeichnet

20 Kilometer ist er lang und nimmt den Wanderer mit auf eine Reise zu jenen Wirkungsstätten des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe, die ihn und die Region nachhaltig geprägt haben: der Goethewanderweg von Ilmenau über Manebach nach Stützerbach. Der große Reiz dieser „Literaturlandschaft“ im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald liegt im aktiven Erleben von Kultur und Natur sowie dem Wechselspiel zwischen Stadt und Land.

Stationen wie der Schwalbenstein, an dem Goethe an nur einem einzigen Tag den 4. Akt der „Iphigenie“ schrieb, der Große Hermannstein, in dessen Höhle er leidenschaftliche Stunden mit Frau von Stein verbrachte, oder der Kickelhahn mit dem Goethehäuschen, an dessen Bretterwand er mit „Wandrers Nachtlied“ Weltliteratur schuf, lassen jeden Besucher auf besondere Art und Weise in Kontakt mit Goethes Geist treten. Insbesondere die drei Museen, die in den Wegeverlauf integriert sind, berichten von Goethes Schaffen und seinem nachhaltigen Wirken für die Orte, die er während seiner gesamten Weimarer Zeit hier im Thüringer Wald mehr als zwei Dutzend Male aufsuchte.

Die herausragende Qualität des Wanderweges wurde im Dezember 2017 zum 5. Mal in Folge vom Deutscher Wanderverband nach vorab erfolgter Prüfung erneut bestätigt. Um die Qualität des Wanderweges permanent sicherzustellen, ließ die Gemeinde Stützerbach die Brücke am Finsteren Loch erneuern und stellte auf dem Schloßberg eine überdachte Sitzgruppe und Schutzhütte auf. Das Ilmenauer Sport- und Betriebsamt überarbeitete alle Wegemarken, reparierte und ersetzte Bänke, Abfallbehälter, Wegegabeln und –pfosten sowie Wegweiser. Darüber hinaus wurden das Dach und das Geländer am Schwalbenstein repariert und regelmäßig die Wegstrecke freigeschnitten, gemäht und aufgeastet.


Die Nachzertifizierungen werden alle drei Jahre nötig, um das Qualitätssiegel zu erhalten. Als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert wird ein Weg nur dann, wenn er 32 Qualitätskriterien erfüllt. So prüft der DWV beispielsweise, ob mindestens 35 Prozent der Gesamtstrecke aus naturbelassenem Untergrund besteht (Goethewanderweg: 60 Prozent), ob die Wegweisung funktioniert und ob es Naturattraktionen wie Gipfel oder Wasserfälle am Wegesrand gibt. Außerdem muss ein Qualitätsweg viel Abwechslung bieten. Diese Wege müssen zusätzlich einen thematischen Schwerpunkt besitzen. 53 Wanderwege aus zwölf Bundesländern wurden im Jahr 2017 zertifiziert. 17 Wege erhielten das Zertifikat zum ersten Mal, fünf Wege ließen sich zum vierten Mal nachzertifizieren. Derzeit tragen 136 Wanderwege (mind. 20 km Wegelänge) das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Gemeinsam mit dem Wanderweg „Von Bach zu Goethe“ verfügt die Stadt Ilmenau über zwei besonders attraktive Qualitätswanderwege, die offensiv beworben werden.

 

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