Eine große Liebe in schrecklicher Zeit

Hellblaue Blitze vor rotem Himmel. Briefroman aus der Zeit der Schlacht um Moskau“ – die jüngste Neuerscheinung der EDITION digital ist ein literarisch-biografischer Glücksfall: Manfred Kubowsky erzählt darin von einer großen Liebe in schrecklicher Zeit, von der Liebe zwischen der jungen Berliner Pianistin Elisabeth Hoernemann und dem Wehrmachtsgefreiten Hans Treskatis, der in der Schlacht um Moskau gefallen war. Grundlage für seinen Antikriegs-Roman sind 23 erhalten gebliebene Original-Feldpostbriefe, die die junge Frau zwischen dem 20. August 1941 und dem 23. September 1941 unter der Feldpostnummer 07862 D an ihren Geliebten schrieb. Neben der zunehmenden Sorge um ihren künftigen Mann ist auch immer offener von der sich verschlimmernden Situation in der Heimat die Rede – fast verwunderlich, dass sie die Zensur passierten. Der deutsche Exil-Schriftsteller Willi Bredel, der auf sowjetischer Seite deutsche Soldaten an der Ostfront mittels Megafon zum Aufgeben und Überlaufen aufrief, hatte die Briefe dem toten Soldaten, der sie bis zuletzt umklammert hielt, aus der Uniformjacke gezogen. Viel später waren sie in die Hände von Manfred Kubowsky gelangt, der in den erzählenden Kapiteln seines Buches um diese historischen Zeugnisse herum die Lebens- und Liebesgeschichte der beiden Personen als auch die zeitgeschichtlich stimmige Handlung frei erfunden hat. Lediglich die Namen von Elisabeth Hoernemann und Hans Treskatis sowie damaliger historischer Persönlichkeiten sind authentisch. Die Geschehnisse, die militärischen Ereignisse einschließlich Daten und Orten stimmen aber mit dem geschichtlichen Rahmen überein. Etwa 1950 hatte Willi Bredel selbst begonnen, intensiv zu recherchieren, um eventuell Elisabeth Hoernemann und ihre Angehörigen zu finden – jedoch vergeblich. Der berührende Anti-Kriegs-Briefroman ist sowohl als gedruckte Ausgabe wie auch als E-Book unter edition-digital.de sowie im stationären und Online-Buchhandel zu haben.

Autor Manfred Kubowsky wurde am 26. Juli 1939 in Berlin geboren und ist von Beruf Diplomingenieur für Drucktechnik. Seit 1978 veröffentliche er neben einer verantwortlichen Tätigkeit in der Druckindustrie erste Publikationen im Eulenspiegel-Verlag Berlin. Er nutzte die Satire, um Missstände in der DDR anzuprangern. Nach 1990 nahm er die Probleme im vereinigten Deutschland aufs Korn. In den letzten Jahren schuf er auch sehr poesievolle Romane und Erzählungen. In der EDITION digital erschienen bisher die satirische Dichtung „Winter in Deutschland – kein Märchen oder Die Freiheit ist eine teure Hure“ (1997) und der Roman „Schloss Karnitten“ (2009). Gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Astrid hat er den Verlag Nordwindpress gegründet. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit malt er, so entstanden und entstehen Aquarelle und Pastelle von Landschaften in Mecklenburg und Schweden. Er war nach der Wende auch einige Jahre Präsident des Landeskulturbundes von Mecklenburg-Vorpommern. Manfred Kubowsky, der von 1994 bis zu seinem Ruhestand 2004 die Druckerei im Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern leitete, lebte von 1982 bis 2007 in Hundorf bei Schwerin und wohnt seit Ende 2016 in Weimar.

Manfred Kubowsky: Hellblaue Blitze vor rotem Himmel


Briefroman aus der Zeit der Schlacht um Moskau (1941)

ISBN: 978-3-95655-996-9 (Buch), 978-3-95655-997-6 (E-Book)

240 Seiten, 14,80 Euro.

Über die EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

EDITION digital wurde vor 24 Jahren gegründet und gibt neben E-Books (vorwiegend von ehemaligen DDR-Autoren) Kinderbücher, Krimis, historische Romane, Fantasy, Zeitzeugenberichte und Sachbücher (NVA-, DDR-Geschichte) heraus. Ein weiterer Schwerpunkt sind Grafiken und Beschreibungen von historischen Handwerks- und Berufszeichen sowie Belletristik und Sachbücher über Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt umfasst das Verlagsangebot, das unter www.edition-digital.de nachzulesen ist, derzeit fast 1000 Titel (Stand März 2019)

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