„Wir brauchen Helden.“

Am Sonntag, 27. Oktober lädt das Staatstheater Darmstadt in Kooperation mit der Schader-Stiftung und dem Runden Tisch der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein zu den Darmstädter Gesprächen: #heldenreise. Aufbruch in eine Welt ohne Helden. Bei der ersten von insgesamt vier Gesprächsrunden fragen die Teilnehmer*innen nach der Faszination für Heldenfiguren und deren Geschichten. Das Darmstädter Gespräch geht den Strukturen des Heldentums auf den Grund und bildet somit den Auftakt einer Gesprächsreihe, die traditionelle sowie moderne Heroismen identifiziert und gleichzeitig die Frage nach einer postheroischen Zukunft stellt.

Im Gespräch sind Katharina Maier, Autorin des Buches „Moderne Helden“, Psychiater Prof. Dr. Dr. Martin Hambrecht und Heldensoziologe Prof. Dr. Ulrich Bröckling. Es moderiert Intendant Karsten Wiegand.

Katharina Maier wurde in Amberg, Bayern, geboren und lebt seit der Jahrtausendwende in Augsburg. An der dortigen Universität sowie in London hat sie Vergleichende Literaturwissenschaft studiert und arbeitet als freie Schriftstellerin, Lektorin und Dozentin für Kreatives Schreiben. Zu ihren literatur- und kulturgeschichtlichen Sachbüchern zählen „Ich lebe, um zu schreiben“ über Schriftstellerinnen der letzten 200 Jahre, „Nscho-tschi und ihre Schwestern“ über die Powerfrauen bei Karl May und „Moderne Helden“ über das Weltenretten mit Old Shatterhand, Superman & Co. Außerdem schreibt sie fantastische Romane, die gleichermaßen in Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft spielen können. Geschichten über große Helden und die Frage, was dahintersteckt, faszinieren sie schon seit ihrer Kindheit.

Prof. Dr.med. Dr.phil. Dipl.Psych. Martin Hambrecht, geboren 1955, ist seit 2002 Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Evang. Krankenhaus gGmbH in Darmstadt. Er studierte Psychologie und Medizin und ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie mit der Zusatzbezeichnung Forensische Psychiatrie. Am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und an der Universitätsklinik Köln forschte Martin Hambrecht mit dem Schwerpunkt Früherkennung von Schizophrenie. 1999 erhielt er an der Universität zu Köln seine erste Professur für Prävention in der Psychiatrie, heute ist er als Außerplanmäßiger Professor an der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Martin Hambrecht veröffentlichte mehr als 120 wissenschaftliche Publikationen und erstellte 300 psychiatrische Gutachten.

Ulrich Bröckling hat in Freiburg Soziologie, Geschichte und Philosophie studiert. Nach Stationen an den Universitäten Konstanz, Leipzig und Halle ist er seit April 2011 Professor für Kultursoziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er ist Teilprojektleiter und stellvertretender Sprecher des Freiburger DFG-Sonderforschungsbereichs „Helden – Heroisierungen – Heroismen“. Zuletzt veröffentlichte er“Gute Hirten führen sanft. Über Menschenregierungskünste“ (2017); im Frühjahr 2020 erscheint im Suhrkamp Verlag sein neues Buch „Postheroische Helden. Ein Zeitbild“.

Darmstädter Gespräche: #heldenreise. Aufbruch in eine Welt ohne Helden
Eine Kooperation zwischen dem Staatstheater Darmstadt, der Schader-Stiftung und dem Runden Tisch der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Sonntag, 27. Oktober 2019, 18:00 Uhr / Kammerspiele
Einzelkarten 14 € / ermäßigt 7 €

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