Zeckengefahr in Deutschland

Die Borreliose ist eine in Europa sehr häufig auftretende Erkrankung. Bei den Erregern handelt es sich um Bakterien der Gattung Borrelia. Die Borrelien werden durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen, eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Krankheit ist äußerst tückisch, da einige Organsysteme betroffen sind, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke, auch das Herz. Die Borreliose wird auch Lyme-Krankheit genannt, weil in der Stadt Lyme (USA) nach Zeckenstichen häufig Gelenkerkrankungen diagnostiziert wurden.

Eine Borreliose tritt im Gegensatz zur FSME bundesweit auf, jährlich werden allein in Deutschland mehr als 100.000 Neuerkrankungen geschätzt. Im Stadium 1 der Erkrankung ist eine Borreliose noch leicht zu behandeln, in späteren Stadien, oft erst nach Jahren, muss mit erheblichen Spätschäden gerechnet werden. Jede betroffene Person sollte deshalb das Leitsymptom „Wanderröte“ (Erythema migrans) kennen und mindestens 6 Wochen nach einem Zeckenstich auf dieses Symptom, das in ca. 85 % aller Fälle auftritt, achten. In den Sommermonaten ist dabei erhöhte Vorsicht geboten, da die Wanderröte durch einen Sonnenbrand oder intensiv gebräunte Haut überlagert sein könnte. Auch Symptome ähnlich eines grippalen Infekts, wie Unwohlsein, Fieber, Gliederschmerzen können auf eine Borreliose hindeuten.

Die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien ist regional unterschiedlich. Wie hoch der Anteil an verseuchten Zecken in Deutschland und in verschiedenen Landkreisen ist, will Apotheker Dr. Schick mit einer kleinen Studie zeigen.


Es werden mindestens 1000 entfernte Zecken benötigt, um die Ergebnisse verwerten und Angaben über mit Borrelien infizierte Zecken machen zu können.

Folgende Kriterien werden untersucht:

Entfernung der Zecke mit einer Zeckenzange, dabei soll die Zecke hautnah gefasst und langsam herausgedreht werden (2-3 Umdrehungen).                                                                                                            

Die entfernte Zecke wird auf einen Einsendeschein geklebt, in ein Labor geschickt und auf Borrelien untersucht.

Der Proband oder Arzt gibt auf dem Einsendeschein (Formular zum Ausfüllen bei www.dr-schick.de) an, wie lange die Zecke festgesogen und ob die Entfernung der Zecke einfach war.

Die Kosten für die Laboruntersuchung übernimmt (bei Entfernung der Zecke mit der Zeckenzange Ultra) die Firma Dr. Schick GmbH, 74889 Sinsheim.

Dr. Schick sucht dringend Ärzte, auch Kinderärzte, die sich an der kleinen Studie beteiligen wollen. Auch Privatpersonen können sich beteiligen, wenn bestätigt wird, dass die Zecke mit der Zeckenzange herausgedreht wurde. Den Befund erhält die betreffende Person oder der Arzt direkt vom Labor per E-Mail. Auf jeden Fall wird den Probanden empfohlen, bei einem positiven Befund einen Arzt aufzusuchen, um das persönliche Risiko einer Infektion abklären zu lassen.

Die Infektionswahrscheinlichkeit und Übertragung der Borrelien steigt mit der Dauer des Saugaktes an. Bei einer Entfernung der Zecke am gleichen Tag nach einem Zeckenstich ist das Risiko einer Infektion noch als gering einzuschätzen, ab 12 Stunden steigt das Risiko jedoch stark und zwar proportional zur Saugdauer an. Im Gegensatz zur FSME entwickelt sich nach einer Borreliose keine zuverlässige Immunität. Man kann sich mehrfach infizieren und auch mehrere Erkrankungsstadien gleichzeitig haben.

Mit der Studie soll bewiesen werden, dass das Herausdrehen der Zecken, wie in der Literatur beschrieben, sehr gut und einfach funktioniert und wie hoch die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien in Deutschland oder in verschiedenen Landkreisen ist. Vor allem soll durch geeignete Maßnahmen die heimtückische Krankheit Borreliose verhindert werden.

Literatur:
Removal of Attached Nymphs and Adults of IxodesRicinus
R. de Boer and A.E. J.M. van de Bogaard; J. Med. Entomol. 1993; 30 ; 748-752

Evaluation of three commercial tick removal tools
Richard L. Stewart JR; Willy Burgdorfer; Glen R. Needham; Wilderness and Enviromental  Medicine 9, 137-142 (1998)

Evaluation of four manual tick-removal devices for dogs
Zenner L; Drevon-Gaillot E; Callait-Cardinal MP; The veterinary record; Vol 159: p. 526-529 / 2006

Tick Removal – Vergleich von fünf verschiedenen Zeckenentfernungsgeräten  
K. Robisch; A. Joachim, Veterinärmedizinische Universität Wien, Diplomarbeit Wien 2010

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