In Corona-Pandemie Kinderrechte stärken

Die in der UN-Kinderrechtskonvention formulierten Rechte von Kindern müssen in der Corona-Krise umgesetzt werden und sind in den Maßnahmen im Rahmen der Pandemie zu berücksichtigen, fordert die Diakonie Württemberg zum internationalen Kindertag am 1. Juni 2020. „Wir begrüßen die angekündigte Öffnung von Kindertagesstätten und Schulen, fordern von der Politik aber dringend ein Konzept, das allen Kindern gerecht wird“, so Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. In der Bibel werden Kinder gerade in ihrer eigenen Würde aber auch Schutzbedürftigkeit herausgestellt. „Kinder müssen besonders geschützt werden – das gilt besonders für Familien, die sich mit der Unterstützung ihrer Kinder etwa beim Homeschooling schwer tun.“ Zu den Kinderrechten gehören unter anderem das Recht auf Gleichheit, das Recht auf Bildung und Partizipation, sowie das Recht auf Gesundheit und Schutz.

Wo normalerweise präventive Angebote und Kindertageseinrichtungen Bildungsbenachteiligung zu verhindern versuchen, sind Familien im Moment auf ihre Lebensbedingungen zurückgeworfen und isoliert. So haben viele Kinder im Moment nicht die Möglichkeit, ihre Freizeit, Spiel und Lernen zu gestalten und frei umzusetzen. „Die Lebenssituation aller Kinder ist aktuell nicht einfach. Jedoch wird die starke Benachteiligung von armen Kindern und Kindern aus bildungsfernen Haushalten in der Krise besonders deutlich“, so Kirchenrätin Eva-Maria Armbruster, Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk Württemberg. Sie bräuchten dringend Unterstützung. Die Anforderungen durch Homeoffice, Homeschooling und Homesitting bringen an vielen Orten räumliche Enge und familiäre Konflikte bis hin zu Gewalt hervor. Das Recht auf Gesundheit und Schutz von Kindern kann dadurch nicht allen Kindern garantiert werden.

Weltweit drohen Kinderrechte in der Corona-Krise in zweierlei Hinsicht aus dem Blick zu geraten: Zum einen wird die alltägliche Not von Kindern, die von Hunger, Armut, Krankheit, Krieg und Flucht betroffen sind, oftmals wenig beachtet. Und auch in Deutschland stehen die Kinderrechte in der Diskussion um die schrittweise Öffnung nicht ganz oben. Die Diakonie fordert daher, dass das Recht der Kinder auf Bildung und Gleichheit bei der Planung der weiteren Schritte höchste Priorität erhält. Obwohl die komplette Öffnung von Kindertageseinrichtungen auf Ende Juni 2020 angekündigt ist, gibt es bisher keine Konzepte, ob und wie die Umsetzung gelingen kann, damit Kinder wieder unbeschwert miteinander spielen und lernen können. 


Hintergrund

Der internationale Kindertag wird am 1. Juni 2020 gefeiert. Der Tag ist in vielen Kulturen ein Feiertag für Kinder und nicht mit dem Weltkindertag zu verwechseln, der am 20. September stattfindet. Der Tag soll die Bedürfnisse von Kindern in das öffentliche Bewusstsein rücken.

Über den Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

Die Diakonie Württemberg ist die soziale Arbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Freikirchen. Das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist ein Dachverband für 1.400 Einrichtungen mit fast 50.000 hauptamtlichen und 35.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 200.000 Menschen. Das Diakonische Werk Württemberg ist ebenfalls Landesstelle der Internationalen Diakonie, Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa.

Bundesweit sind rund 525.000 hauptamtlich Mitarbeitende und etwa 700.000 freiwillig Engagierte in der Diakonie aktiv. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland.

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