Luftverkehrswirtschaft begrüßt Verabschiedung der Wasserstoffstrategie, warnt aber vor einem nationalen Alleingang mit einer Quote

Zu der heutigen Verabschiedung der Wasserstoffstrategie durch das Bundeskabinett sagt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft: „Mit der Verabschiedung der Wasserstoffstrategie geht die Bundesregierung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen. Die Luftverkehrswirtschaft unterstützt diesen Prozess und bringt sich aktiv bei der Erarbeitung einer Roadmap für alternative Kraftstoffe im Luftverkehr ein. Denn wir können unser Ziel des CO2-neutralen Fliegens nur erreichen, wenn wir das fossile Kerosin durch alternative Kraftstoffe auf Basis von erneuerbaren Energien ersetzen. Die in der Strategie erwogene Beimischungsquote kann nur dann ein zielführendes Instrument sein, wenn bis zum Inkrafttreten überhaupt ausreichende Mengen des Kraftstoffs zur Verfügung stehen und wenn diese zu wettbewerbsneutralen Marktpreisen getankt werden können. Eine Quote müsste mindestens europäisch abgestimmt sein. Im nationalen Alleingang würde ein Quote aufgrund der vielfach höheren Kosten für alternative Kraftstoffe den Verkehr und CO2-Emissionen nur zugunsten ausländischer Wettbewerber verlagern.“

In der aktuellen Covid-19-Krise ist Luftverkehr weltweit fast komplett zum Erliegen gekommen. Die Nachfrage nach Luftverkehr wird weltweit wieder zunehmen, wenn auch nur schrittweise über einen längeren Zeitraum. Daher braucht es weiter große Anstrengungen, um den Luftverkehr stärker mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen. Die größten Hebel dafür sind die Modernisierung der Flugzeugflotten und der Ersatz des fossilen Kerosins durch alternative Kraftstoffe auf Basis von erneuerbaren Energien.

Die deutsche Luftfahrt will erste sichtbare Erfolge beim Systemwechsel zu alternativen Kraftstoffen bis spätestens 2030. Dies erfordert eine große Kraftanstrengung, denn gegenwärtig gibt es noch keine Produktionsanlagen. Die Technologie ist erprobt und funktioniert, aber es müssen nun auch tatsächlich Anlagen gebaut werden. Die deutsche Luftfahrt bringt sich in diesen Prozess ein und arbeitet gemeinsam mit der Politik in Bund und Ländern, mit Anlagenbauern und der chemischen Industrie eine Roadmap für die Markteinführung. In diesem Prozess muss auch sichergestellt werden, dass die alternativen Kraftstoffe auch von den Fluggesellschaften abgenommen werden können, ohne dass dies zu Verwerfungen im Wettbewerb führt und ohne dass dies die wirtschaftliche Erholung der stark von der Krise getroffenen Luftverkehrsunternehmen abwürgt.

„Die ökologische Transformation der Luftfahrt und die ökonomische Erholung der Luftverkehrswirtschaft sind unauflöslich miteinander verbunden. Damit wir tatsächlich Emissionen reduzieren können statt sie nur zu verschieben, braucht es leistungsstarke Unternehmen, die auch Klimaschutzinvestitionen stemmen können, und international abgestimmte Instrumente“, so von Randow weiter.

Über den Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wurde 2010 als gemeinsame Interessenvertretung der deutschen Luftverkehrswirtschaft gegründet. Mitglieder des Verbandes sind Fluggesellschaften, Flughäfen, die DFS Deutsche Flugsicherung und weitere Leistungsanbieter im deutschen Luftverkehr. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen mehr als 180.000 Mitarbeiter. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Millionen Fluggäste und trägt mit dem Transport von Außenhandelswaren im Wert von über 200 Milliarden Euro zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

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