Altenpflege: Schutzmaterial-Reserve erhöht Sicherheit für Pflegende und Pflegebedürftige

Mit Atemschutzmasken im Wert von 10 Millionen Euro, die den Akteuren des Gesundheitswesens aus dem Vorrat des Landes kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, erhöht das Land Baden-Württemberg den Schutz für Pflegeheime, Tagespflegen und Pflegedienste. Das Staatsministerium hatte entsprechende Pläne jetzt nach einer Sitzung der Lenkungsgruppe „SARS-CoV-2“ angekündigt.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) lobt die Verteilaktion des Landes: „Pflegende und die von ihnen versorgten Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass im Alltag und vor allem in einem Infektionsfall sofort genügend Schutzausrüstung zur Verfügung steht. Die nun durch das Land angekündigten zusätzlichen Materialien sind eine große Hilfe im Pflegealltag“, sagt der baden-württembergische bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner. „In der Anfangszeit der Pandemie musste der bpa für seine Mitgliedsunternehmen selbst in aller Welt Schutzmaterialien einkaufen. Dass die Landesregierung inzwischen für eine solide Ausstattung sorgt, ist für die Einrichtungen sehr beruhigend.“

Um zukünftige Beschaffungsengpässe zu verhindern, hatte der bpa die Bevorratung von Schutzmaterialien in allen Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen angeregt. „Wir haben dem Sozialministerium vorgeschlagen, dort dezentral den Aufbau von Reserven der wichtigsten Schutzmaterialien zu ermöglichen und zu finanzieren und freuen uns, dass die Landesregierung diesem Vorschlag nun gefolgt ist. Im Ernstfall können sich Einrichtungen dann sofort aus diesen Beständen bedienen und die Reserven dann wieder auffüllen“, so Wiesner. Das könne auch Vorbild für andere Bundesländer sein.


Ein Mangel an Schutzmaterialien und drastische Preisanstiege bei plötzlichem Bedarf könnten so verhindert werden, erklärt der bpa-Landesvorsitzende.

 

Über den bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 1.200 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

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