SPÜLPALAST / Build first – talk after!

Das Kunsthaus Dresden und die Technischen Sammlungen Dresden laden zur Eröffnung des SPÜLPALASTES ein am Freitag, den 14. August 2020, 18 Uhr auf dem Hof der Technischen Sammlungen.

Ein Projekt zu Fragen von Nachhaltigkeit und Spülen als festliche Konsumkritik und soziale Praxis

Als Gegenentwurf zu Wegwerfkultur und Müllbergen entwickelt das Gestalterkollektiv umschichten auf Einladung durch das Kunsthaus Dresden und die Technischen Sammlungen eine zehn Meter lange Geschirrspülarchitektur – den Spülpalast.


Der für den Einsatz bei Stadtteilfesten konzipierte, drei Meter hohe Spülpalast wurde von dem Stuttgarter Kollektiv umschichten gemeinsam mit der Dresdner Künstlerin Stephanie Lüning sowie Cradle to Cradle e. V. als special guests entworfen und gebaut. Er wird vom 15. August bis zum 13. September auf dem Hof der Technischen Sammlungen vorgestellt und getestet.

Aus Gerüststangen, Wassertanks, Solarpanelen und Wasserbecken ist eine raumgreifende, expressive und experimentelle Pavillonarchitektur entstanden, die Menschen zusammenbringen soll – um eigenhändig und miteinander Geschirr zu spülen – und um über den Einsatz von gemeinsam verbrachter Zeit, Wasser, Strom und Seife zu sprechen. Der Spülpalast darf von Museumsbesucherinnen und
-besuchern erprobt werden – es wird gespült, getrocknet sowie – in Zeiten der Pandemie – auch zusätzlich desinfiziert. Die von Champagnerpyramiden und Wasserspielen inspirierte begehbare Palastarchitektur lädt zum Ausprobieren von Spülen als festliche Konsumkritik und soziale Praxis ein.

Müssen wir abwarten, bis jemand eine bessere Zukunft und einen guten Umgang mit Ressourcen für uns erfindet – oder können wir selbst etwas tun? Können Handlungsformen der Vergangenheit und der Gegenwart neue Fusionen für die Zukunft eingehen?

Der Spülpalast ist ringsum mit Solarpanelen bestückt. Von Kindern aus vier Dresdner Schulhorten aus recycelten Materialien entworfene und gebaute Sonnensegel schützen Besucherinnen und Besucher vor der Sonneneinstrahlung. Mit Sonnenenergie betriebene Tauchsieder erwärmen das Wasser. Das einmal eingesetzte Wasser wird durch eine Kaskade von schwarzen Wasserbecken geleitetet und nicht nur einmal, sondern wiederholt in allen Nutzungsstufen verwendet. Große Schaum-Skulpturen der Dresdner Künstlerin Stephanie Lüning aus Wasser, Naturseife und Luft entstehen auf dem Dach – und lösen Schmutz und Fette. Das Grauwasser wird zum Gießen der Bäume in der Umgebung verwendet. Anhand verschiedener Spülstationen im Palast wird über chemische Prozesse und den Umgang mit Wasser und Energie beim täglichen Geschirrspülen informiert. Auch Desinfektion ist aus aktuellem Anlass Thema im Palast: Verschiedene Desinfektionsmittel in Flakons und Tauchbecken können von Besucherinnen und Besuchern dafür benutzt werden.

Spülpalast-Begleitprogramm
vom 11. bis 23. August 2020 auf www.tsd.de
Anmeldung für die Workshops für Kinder und Jugendliche unter service@museen-dresden.de

Ein Projekt des Kunsthauses Dresden und der Technischen Sammlungen mit dem Stadtteilhaus Äußere Neustadt e. V. und weiteren Partnern. Das im Rahmen der Reihe „Alles Müll?“ entstandene Netzwerk von Kultureinrichtungen, Vereinen und Initiativen, Forschungsinstituten und Ämtern der Landeshauptstadt erprobt seit 2018 Ideen für mehr Nachhaltigkeit in der Dresdner Kultur.

Entwickelt und nachhaltig fortgeführt im Rahmen von Nachbarschaften als Teil der Bewerbung Dresdens um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 und gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsische Sparkasse Dresden.

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