Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg bittet erneut dringend um Blutspenden

Die Verbindung von Urlaubszeit und Coronavirus-Pandemie führt in deutschen Krankenhäusern zu einem Engpass an Blutspenden, auch in Mittelhessen. Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg suchen derzeit immer noch viel weniger Spenderinnen und Spender als sonst die Blutspendezentralen auf, obgleich keine besondere Ansteckungsgefahr für sie besteht. Die Blutspenden gehen zurück, der Bedarf bleibt. Deshalb ruft das Universitätsklinikum die Bevölkerung in Gießen, Marburg und in der Region erneut auf, gerade jetzt verstärkt Blut zu spenden.

„Die operativen Eingriffe in beiden Häusern sind verlässlich nur möglich, wenn eine ausreichende Versorgung mit Spenderblut gewährleistet ist. Dafür müssen wir vorsorgen, deshalb dieser dringende Aufruf“, sagt heute Prof. Dr. Gregor Bein, Direktor des Zentrums für Transfusionsmedizin und Hämotherapie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

„Am UKGM wird beispielsweise alle zehn Minuten eine Blutkonserve für einen kranken Patienten benötigt. Summa summarum sind das 40.000 Blutkonserven pro Jahr. Zurzeit werden am Universitätsklinikum Gießen und Marburg ca. 38.000 Blutkonserven pro Jahr gespendet; die fehlenden Blutkonserven werden aufwendig von anderen Spendediensten herbeigeschafft“, sagt Prof. Dr. Ulrich Sachs, Ärztlicher Leiter der Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Universitätsklinikums Marburg. Auch dies ist schwieriger geworden, da in allen Regionen die Spenderzahlen rückläufig waren in den zurückliegenden drei Monaten.


Auf lebensrettende Blutspenden sind nicht nur Schwerverletzte nach Unfällen angewiesen, sondern genauso Patienten, die große Herzoperationen vor sich haben, orthopädische Eingriffe oder Blutprodukte zur Behandlung ihrer Krebserkrankung brauchen. Auch kleinste Patienten brauchen manchmal schon im Mutterleib oder nach einer Frühgeburt eine Bluttransfusion.

„Gerade jetzt inmitten dieser Pandemie gilt unser Motto umso mehr“, sagt Prof. Bein: „Blutspenden – aus der Region für die Region“.

Weitere Informationen:

Wer darf spenden?
Jeder zwischen 18 und 60 Jahren (Die Zulassung von älteren Spendern ist nach individueller ärztlicher Entscheidung möglich), der oder die mindestens 50 kg wiegt und sich gesund fühlt.

Was muss man mitbringen?
Einen gültigen Personalausweis und etwa eine Stunde Zeit. Für jeden Blutspender gibt es einen Gesundheitscheck und eine Aufwandsentschädigung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben.

Spender werben Spender!Wenn am Uniklinikum registrierte Spender Neuspender mitbringen, die sie dafür begeistern, das erste Mal Blut zu spenden, erhalten sie als Dankeschön 10 Euro.

Anschriften und Öffnungszeiten der Blutspende in Gießen und Marburg:

Blutspende in Gießen

Montag

09:00-18:00 Uhr

Dienstag

09:00-18:00 Uhr

Mittwoch

09:00-18:00 Uhr 

Donnerstag

09:00-18:00 Uhr

Freitag

09:00-12:00 Uhr 

Samstag

10.00-14.00 Uhr

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Blutentnahmeteam, Tel.: 0641/985-41506

Blutspende in Marburg

Montag

08:00-15:30 Uhr

Dienstag

12:00-18:30 Uhr

Mittwoch

 12:00-18:30 Uhr 

Donnerstag

 08:00-15:30 Uhr 

Freitag

 08:00-15:30 Uhr 

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Blutentnahmeteam, Tel.: 06421/58-64492

Mehr Infos rund um die Blutspende im Internet unter www.campusblutspende.de

Über die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) mit seinen 80 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG zu 95 Prozent die Verantwortung als Betreiber dieses ersten privatisierten Universitätsklinikums in der bundesdeutschen Geschichte und hat seitdem über 588 Millionen Euro an Eigenmitteln dort investiert. Die rund 9.800 Beschäftigten versorgen jährlich rund um die Uhr über 95.000 stationäre und 390.000 ambulante, sprich insgesamt über 485.000 Patienten. In Gießen und Marburg stehen 2.287 Betten und 57 Operationssäle für modernste Diagnostik und umfassende Therapie und Behandlung auf internationalem Niveau zur Verfügung. Mehr dazu im Internet unter www.ukgm.de und www.ukgm.info

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