Steigende Werkzeugpreise in der zweiten Jahreshälfte 2020

Europa ist derzeit aufgrund der Corona-Krise noch weit entfernt vom Normalzustand. Auch in Sachen Werkzeug- und Bauteilpreise herrschen veränderte Verhältnisse. Im zweiten Halbjahr 2020 kann es sogar zu deutlichen Kostensteigerungen kommen, deren Ursachen auf dem Stahlmarkt liegen.

Nachdem Anfang des Jahres mehrere Stahlwerke in Norditalien komplett schließen mussten, stiegen die Preise für Stahl bereits Mitte März deutlich. Aufgrund langer Lieferzeiten und einem geschrumpften Angebot ist mittelfristig mit einer Preissteigerung von bis zu 35% pro Tonne Stahl zu rechnen.

Der Stahlanteil von Werkzeugen macht weniger als 10% ihrer Gesamtkosten aus. Falls der Stahlpreis wie prognostiziert ansteigt, verteuern sich die Werkzeugkosten um 2,5%. Rechnet man die Preiserhöhung der ebenfalls aus Stahl gefertigten Standardkomponenten mit ein, so ist mit Preissteigerungen von bis zu 3,5% im zweiten Halbjahr 2020 zu rechnen. Das ist ein durchaus beachtlicher Anstieg, wenn man bedenkt,


dass die Preise für Umformwerkzeuge in Deutschland noch zwischen 2018 und 2019 um durchschnittlich 2,4% gefallen waren.

Von Werkzeugherstellern in Europa ist bekannt, dass deren aktuelle Auftragslage noch recht mager ist. Dadurch könnte sich die anstehende Preissteigerung noch in Richtung des vierten Quartals verzögern. Das wird jedoch kaum verhindern, dass es langfristig aufgrund des geringeren Angebotes bei erhöhter Nachfrage zu Preissteigerungen kommen wird.

Dramatischer ist die Situation bei Bauteilen aus Stahlblech, die mit Umformwerkzeugen hergestellt werden. Hier würde eine Stahlpreiserhöhung direkt auf die Einzelteilpreise durchschlagen. Die kalkulatorischen Stückkosten könnten sich dadurch um etwa 23% erhöhen – für laufende Produktionen und neue Anläufe eine echte Herausforderung!

Um eine derartige Verteuerung in der Lieferkette abzufangen, sollten Kosten und Kapazitäten idealerweise langfristig vereinbart bzw. eingeplant und außerdem auf eine V-förmige Erholung des Angebots abgestimmt werden. So lautet die Empfehlung von Stefan Mangold, Spezialist für Werkzeuge bei der Schnitzer Group, der unter anderem in der Kostenanalyse für Umformwerkzeuge tätig ist: „Hierzu ist auch weiterhin eine globale Einkaufsstrategie erforderlich, um regionalen Engpässen entgegenzusteuern. Eine Umkehr der Globalisierung für spezifisch hergestellte Produkte wie Werkzeuge, würde kurzfristig zu Engpässen führen und ist langfristig nicht erforderlich“, so Mangold.

Über die Schnitzer Group GmbH & Co. KG

Die Schnitzer Group ist der international erfahrene Partner, wenn es um die methodische und pragmatische Steuerung von Entwicklungsprojekten geht. Neben ausgeprägten analytischen, planerischen und kommunikativen Fähigkeiten bringen die 55 Systemic Projectmanager tiefgehende technische Expertise mit. Das gesammelte Erfahrungswissen ist enorm und deutlicher Erfolgsfaktor in aktuellen Projekten rund um den Globus. Daher unser Leistungsversprechen: "Unser Einsatz für Ihr Projekt. Weltweit.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Schnitzer Group GmbH & Co. KG
Paradiesstrasse 4
88239 Wangen
Telefon: 0049 7522 70796922
https://www.schnitzer-group.com

Ansprechpartner:
Ulrike Schnitzer
Telefon: +497522 707969 22
E-Mail: marketing@schnitzer-group.com
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel