Maisabreife schreitet voran

Die Abreife der Maisbestände verläuft in diesem Jahr nahezu durchschnittlich. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) nach der Auswertung von Daten mit dem Erntezeitprognosemodell MaisProg (maisprog.de) und Karten zum Bodenfeuchtegehalt vom Zentrum für Agrarmeteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Während in den letzten zwei Jahren, insbesondere nördlich des Mains, die nutzbare Feldkapazität (nFK) des Wassers im Boden auf 10 bis 20 % (leichte, mittlere Böden) abgesunken war und die Maisbestände teilweise kolbenlos abgestorben sind, stellt sich die Situation in diesem Jahr verbessert dar. In weiten Teilen der Küste sowie in Nordwestdeutschland führten regionale Regenschauer dazu, dass die Bodenfeuchte in diesem Jahr zwischen 30 und 70 % liegt. In diesen Regionen gibt es aber auch Maisbestände, die durch ausbleibende Niederschläge verbunden mit der Hitze vorzeitig abgereift bzw. vertrocknet sind. Diese Bestände zeigen oft nur einen geringen Kolbenansatz.
Vor allem südlich der Donau haben starke Regenfälle Anfang August zu einem ausreichenden Bodenfeuchtegehalt beigetragen, sodass hier gute Maisbestände mit einem vollständigen Kolbenansatz und Kornausreife zu erwarten sind. Dagegen haben ausbleibende Niederschläge zwischen Donau, Main und Rhein sowie in weiten Teilen Ostdeutschlands erneut zur Erschöpfung der Wasservorräte geführt. Hier ist eine deutliche schnellere Abreife bzw. Abtrocknung der Bestände zu erwarten.

Die Auswertungen der Bodenfeuchte verbunden mit den Beobachtungen der Bestände vor Ort spiegeln sich auch in der Schätzung der Trockenmassegehalte der Silomaisbestände wider, die das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) mit der Erntezeitprognose „MaisProg“ ermittelt hat. Für Norddeutschland und die Region entlang der Küste liegen die ermittelten Trockenmassegehalte bei bis zu 26 % in der Gesamtpflanze. Gleichzeitig erreichen die ersten Bestände in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und entlang des Niederrheins in den nächsten Tagen die Erntereife, während am Mittelrhein und im Rheingraben die Erntereife von 32 % bereits erreicht ist. In weiten Teilen Bayerns liegen die Trockenmassegehalte, je nach Siloreifezahl, zwischen 22 und 28 %. Durch die ausreichende Bodenfeuchtigkeit und das Absinken der Tagestemperaturen ist in dieser Region nicht mit einer beschleunigen Maisabreife zu rechnen.

Das DMK empfiehlt neben der Einschätzung über MaisProg eine regelmäßige Kontrolle der Bestände, da kleinsträumige Unterschiede in der Niederschlagsverteilung festzustellen sind. MaisProg steht allen Landwirtinnen und Landwirten kostenlos unter ww.maisprog.de zur Verfügung.


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