Eigenheim-Sanierung für den Klimaschutz

2015 wurde in Paris das globale Klimaschutzabkommen verabschiedet, bei dem sich die unterzeichnenden Staaten verpflichtet haben, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Heute – fünf Jahre später – zeigt die Bilanz: Deutschland konnte den CO2-Ausstoß kontinuierlich senken. Eigenheimbesitzer haben dabei einen wichtigen Beitrag geleistet und können die Entwicklung durch energieeffizientes Sanieren weiter vorantreiben.  

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 805 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt. Das sind rund ein Drittel (35,7 %) weniger als noch 1990. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort, doch das Ziel ist noch lange nicht erreicht: Bis 2030 will die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen in Deutschland auf 543 Millionen Tonnen reduzieren.

Immobilien haben eine Schlüsselrolle, um dieses Ziel zu erreichen. Laut Umweltbundesamt war der Gebäudesektor 2019 für 122 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich. Damit entfallen etwa 15 % der Gesamtemissionen in Deutschland auf private Haushalte und Gewerbeimmobilien. Nachdem dieser Anteil in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist, sind die Emissionen im vergangenen Jahr erstmals seit 2015 wieder gestiegen. Ein Grund dafür ist die Witterung. 2019 waren die Temperaturen in vielen Teilen des Landes kühler als 2018, wodurch mehr geheizt wurde. 60 % der Energie werden zum Heizen verwendet.


Mit Sanierung Klima und Geldbeutel schonen

„Eine umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestandes würde die CO2-Emissionen nachhaltig verringern“, sagt Albrecht Luz von der LBS. So verbraucht ein unsaniertes Gebäude im Schnitt jährlich etwa 170 kWh/m2. Ist das Gebäude vollsaniert, sinkt der Energieverbrauch auf durchschnittlich 132 kWh/mim Jahr. „Vor allem alte Heizungen, undichte Fenster und keine oder eine nur unzureichende Dämmung sind Energiefresser. Welches Einsparpotenzial das eigene Heim bietet und welche Investitionen sinnvoll sind, lässt sich mit dem LBS-Energiesparrechner überprüfen“, rät Luz.

Die Bundesregierung hat energieeffizientes Bauen und Sanieren zu einem Kernstück ihrer Klimastrategie gemacht: Bis 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral sein. Seit Anfang dieses Jahres wurden die Zuschüsse und Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Kauf, Sanierung oder Bau von Effizienzhäusern erhöht. Hausbesitzer, die beispielsweise ihre alte Ölheizung austauschen, erhalten eine Prämie und wer selbstgenutztes Wohneigentum energetisch saniert, profitiert zudem von Steuervorteilen.

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