„Halbtrocken“ machte alle nass

Lange Segeln, schnell rechnen: Die Seesegler haben die lange Strecke zum Auftakt der Deutschen Meisterschaft hinter sich und kehrten am Abend rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit in den Hafen zurück. Kurz nachdem die letzten Yachten am Steg festgemacht hatten, standen dann auch schon die berechneten Ergebnisse im System.

Dabei gab es durchaus Überraschungen, denn mit der „Halbtrocken 4.5“ von Michael Berghorn (Kiel) konnte das schnellste Schiff auf dem Kurs auch berechnet die Gruppe der schnellen Schiffe (ORC I+II) hinter sich lassen. Damit führt die Mills 45, die erst zu dieser Saison in der Ostsee auf die Bahn gebracht wurde, die IDM-Zwischenwertung der großen Yachten an.

In der ORC III steht ebenfalls eine „Halbtrocken“ auf Patz eins. Knut Freudenberg (Flensburg) segelte seine First 36.7 nur drei Minuten nach der Italia 9.98 „Immac Fram“ von Skipper Kai Mares (Dänischenhagen) ins Ziel. Das reichte, um mit wenigen Sekunden nach berechneter Zeit in Führung zu gehen.


Top bei den kleinen Yachten ist die Melges 24 „Bostik Bad Boys“ von Jan Schmidt (Flensburg), die gesegelt eine halbe Stunde vor den Verfolgern im Ziel war und berechnet einige Minuten verteidigte.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, sagte Wettfahrtleiter Eckart Reinke. „Der DSV wollte für die Meisterschaft einen anspruchsvollen Kurs auch in der Länge. Das hat gut geklappt. Der Verlauf war aus der Förde heraus unter Spi und Gennaker zunächst tricky, dann gab es eine kleine Kreuz. Danach gab es in Richtung Schleimünde und zurück nicht sehr viele taktische Möglichkeiten. Aber so ist das eben bei einem feststehenden Kurs. Da muss der Wind passen.“ Ungewöhnlich war das Ziel in der Innenförde. Eine Corona-Notwendigkeit: Zum Schutz der Lotsen darf die Regattaleitung nicht wie sonst den Kieler Leuchtturm betreten. Daher konnte dort kein Ziel aufgebaut werden.

Am Sonntag stehen drei Up-and-Downs auf dem IDM- Programm der Seesegler. Der 1. Start ist für 11.30 Uhr angesetzt.

Segeln plus X mit Hygiene und Abstand
Neben Segelsport auf höchstem Niveau kennzeichnete bislang auch traditionell eine bunte Eventfläche in Schilksee die Kieler Woche. Anders in diesem Jahr. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ausschließlich der Segelsport. Schilksee wird zu einer geschlossenen Gesellschaft ohne Eventareal. Das Hafengelände wird für die Öffentlichkeit abgesperrt. Die Aktiven sind mit Trainern und Organisatoren unter sich. Auf Veranstaltungszelte, die Sponsorenmeile und Verkaufsstände wird verzichtet. Das Regattahaus, der boot-Düsseldorf-Club als Check-In-Zelt, die Vaasahalle und das Areal rund um den Kieler Yacht-Club in Düsternbrook sind die Anlaufstellen an Land, ggf. wird die Bootshalle des KYC in Strande integriert. Die Aktiven, Organisatoren und Trainer erhalten Einlass-Tickets, die nur für bestimmte Areale gelten.

„Es sind enorme Herausforderungen, denen wir uns stellen, um den Seglerinnen und Seglern auch in diesem Jahr die Möglichkeit zu geben, Regatta zu segeln. Dabei steht die Gesundheit aller Beteiligten ganz klar im Vordergrund. Hygienevorschriften und Mindestabstandsregeln müssten eingehalten werden“, so der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten, Dirk Ramhorst. Zudem werden die Einreise-Vorschriften Einfluss auf die endgültigen Starterlisten nehmen.

Da das analoge Kieler-Woche-Erlebnis in Schilksee im Jahr der Pandemie also nicht stattfindet und Zuschauer vor Ort damit ausgeschlossen sind, legen die Veranstalter ein noch größeres Gewicht auf die digitale Öffentlichkeitsarbeit. Die Präsenz in den sozialen Netzwerken wird ausgebaut, und die Regatten werden den Segelfans in aller Welt umfangreich über Kieler-Woche-TV virtuell zugänglich gemacht. Für den TV-Bereich zeichnet die Landeshauptstadt Kiel verantwortlich und trägt die entsprechenden Kosten.

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