Aschaffenburg, Kaufbeuren und Coburg: Busfahrerstreiks im Nahverkehr zum Schulstart völlig unangemessen!

Die Gewerkschaft Verdi hat heute das Fahrpersonal in den privaten Busunternehmen in Aschaffenburg, Kaufbeuren und Coburg zu einem ganztägigen Streik aufgefordert. Hintergrund ist die erste Tarifrunde vom 20. August für das private bayerische Omnibusgewerbe, die ergebnislos abgebrochen wurde. LBO und Verdi ringen um einen neuen Lohntarifvertrag für rund 18.000 Beschäftigte. Der LBO kritisiert diese überzogene Tarifkampfmaßnahme ausgerechnet zum Schulstart als völlig unangemessen. Bedingt durch die Auswirkung der Corona-Pandemie auf den Reisebus- und Linienbusverkehr stehen viele private bayerische Betriebe derzeit finanziell mit dem Rücken zur Wand.

„Ausgerechnet zum Schulanfang, an dem eigentlich zusätzliche Busverkehre die Schülerzahlen entzerren sollen, ist es völlig unangemessen bereits nach der ersten Verhandlungsrunde zum Streik aufzurufen!“ mahnt der Vorsitzende der LBO-Delegation Nico Schoenecker. „Die von Verdi geforderte Lohnerhöhung von rund 30 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten steht in keinem Verhältnis zur aktuell schwierigen Situation der privaten Verkehrsunternehmen im Nah- und Reiseverkehr. Für die überwiegend mittelständischen, familiengeführten Busunternehmen ist eine zweistellige Lohnerhöhung momentan einfach nicht darstellbar!“ so LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

„Wir schätzen die Leistungen unserer Fahrerinnen und Fahrer gerade in diesen schwierigen Zeiten ganz besonders und verschließen uns als Arbeitgeber keineswegs einer Lohnerhöhung. Der LBO steht zu seiner Sozialpartnerschaft. Jetzt und in den nächsten Monaten muss aber der Arbeitsplatzerhalt Vorrang haben. Solange die Bustouristik brach liegt, Schulausflüge verboten sind und das Vertrauen in die Sicherheit des ÖPNV nicht wiederhergestellt ist, bedeutet eine Lohnbelastung in dieser Höhe das Aus für zahlreiche Betriebe“, warnt der Vorsitzende der LBO-Tarifkommission, Nico Schoenecker.


Viele der im LBO organisierten Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Pandemie dramatische Einnahmeverluste von weit mehr als 60 Prozent – zeitweise bis zu 100 Prozent. Angesichts dieser Situation hält der LBO die Streikmaßnahmen, die tausende von Fahrgästen und Schüler treffen, für völlig unangemessen, auch vor dem Hintergrund, dass zur Entzerrung des Schülerverkehrs aktuell jeder Busfahrer gebraucht wird. Während die Entwicklung der Corona-Pandemie weiter offen ist, leben die Verkehrsunternehmen seit Monaten von der Substanz und kämpfen sowohl im ÖPNV als auch im Reise- und Ausflugsverkehr mit massiven Einnahmeausfällen. Der LBO schlägt daher eine Vertagung der Gespräche um sechs Monate vor und fordert die Gewerkschaft auf, gemeinsam an Lösungen mitzuwirken, die den Erhalt der Betriebe und Arbeitsplätze zum Ziel haben.

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Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) vertritt die Interessen der privaten, mittelständischen bayerischen Busunternehmen aus dem Bereich Personennahverkehr, Bustouristik und Fernlinienverkehr gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Insgesamt sind in Bayern 1.130 Verkehrsunternehmen tätig die mit 14.203 Bussen täglich eine umweltfreundliche Mobilitätsalternative im Nah-, Reise- und Fernbusverkehr darstellen.

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