Volkswagen verlängert Zusammenarbeit mit unabhängigem Nachhaltigkeitsbeirat

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– Verlängerung der Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre beschlossen
– Rebecca Harms, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, und Magdalena Gerger, CEO und President des schwedischen Unternehmens Systembolaget AB, sind neue Mitglieder im Gremium
– CEO Herbert Diess: „Wir wollen Dialog mit unserem Nachhaltigkeitsbeirat intensivieren“

Der Volkswagen Konzern verlängert die Zusammenarbeit mit seinem unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat um weitere zwei Jahre. Volkswagen will damit seine Nachhaltigkeitsziele, in deren Mittelpunkt die bilanzielle Klimaneutralität des Unternehmens bis 2050 steht, weiter energisch vorantreiben. Darüber hinaus wurden Rebecca Harms, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, und Magdalena Gerger, CEO und President des schwedischen Unternehmens Systembolaget AB, als neue Mitglieder in das Gremium berufen. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, sagt hierzu: „Nachhaltigkeit ist ein entscheidender Faktor für unseren Unternehmens­erfolg. Volkswagen wird nur erfolgreich in die Zukunft gehen, wenn wir uns wandeln. Der unabhängige Nachhaltigkeitsbeirat wird inmitten dieser Transformation noch wichtiger für unseren Konzern. Wir wollen den – gerne kritischen – Dialog inten­si­vieren. Mit seiner unabhängigen Expertise ist er Treiber und Korrektiv für unsere Strategie.“

Diess dankte dem Nachhaltigkeitsbeirat für die bisherige Zusammenarbeit. Bei der Aufarbeitung der Dieselkrise und Formulierung der Integritätsgrundsätze habe das unabhängige Gremium wichtige Impulse gegeben. Der Nachhaltigkeitsbeirat habe zudem durch intensive Diskussionen die Klimaziele und die Dekarbonisierungsstrategie im Konzern mitbegleitet. Das Ziel: Bis 2050 will der Volkswagen Konzern bilanziell CO2-neutral sein.


Diess: „Wir haben einen klaren Plan und konkrete Maßnahmen, um dorthin zu kommen. Doch es ist noch ein langer Weg und es sind noch große Anstrengungen erforderlich. Umso wichtiger sind daher die Beiträge und Impulse des Nachhaltigkeitsbeirats. Wir brauchen diese kritische Begleitung. Ich freue mich deshalb sehr, dass Rebecca Harms und Magdalena Gerger das Gremium verstärken. Frau Harms wird uns mit ihrer umweltpolitischen Erfahrung auf EU-Ebene voran­bringen, Frau Gerger ist ein Vorbild für nachhaltige Unternehmensführung.“

Nachhaltigkeitsbeirat hat weitgehende Initiativrechte bei Volkswagen
Der international besetzte Volkswagen Nachhaltigkeitsbeirat wurde 2016 zur Unterstützung des Konzerns bei strategischen Themen der Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Verantwortung berufen. Das nunmehr aus neun Experten bestehende Gremium agiert unabhängig und bringt sich mit weitgehenden Informations-, Konsultations- und Initiativrechten in die Entscheidungsfindung ein.

Georg Kell, Gründungsdirektor des United Nations Global Compact und Sprecher des Nachhaltigkeits­beirats, sagt: „Im Nachhaltigkeitsbeirat verbinden wir unser Mandat mit der Aufgabe, unsere Forderungen klar zu artikulieren und ins Unternehmen hinein zu adressieren. Wir sehen, dass Nachhaltigkeit als strategisches Ziel mittlerweile im Volkswagen Konzern fest verankert ist. Wir freuen uns, diesen Weg weiter zu begleiten. Denn das Beste, was Volkswagen für den Klimaschutz tun kann, ist eine Vorreiterrolle zu übernehmen und zu zeigen, dass es geht.“

Stärkerer Fokus auf EU Green Deal, Corporate Governance und Integrität
Auf der Agenda des intensivierten Dialogs zwischen Volkswagen und Nachhaltigkeitsbeirat stehen unter anderem die von Herbert Diess und dem Beirat gemeinsam angestoßene CEO Alliance for Reform, Resiliance and Recovery (R3) zur Unterstützung des EU Green Deal, Aspekte der Corporate Governance und Integrität, Beschäftigung in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und E-Mobilität, sowie nachhaltiges Handeln in inter­nationalen Märkten.

Der Volkswagen Nachhaltigkeitsbeirat hat in den vergangenen Jahren zudem mehrere Projekte initiiert, die Interessengruppen und der Öffentlichkeit über Volkswagen hinaus offen stehen. Hierzu zählen ein Forschungsprojekt zu klimabewusster Verkehrspolitik u.a. mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und eine Langzeitstudie mit dem Fraunhofer IAO, die Beschäftigungs­effekte von Digita­li­sierung und Elektromobilität untersucht.

Mehr über die neuen Mitglieder des Volkswagen Nachhaltigkeitsbeirats:
Rebecca Harms war von 2004 bis 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments. Sie wirkte in dieser Zeit ins­be­sondere auf strengere Umwelt- und Verbraucherschutzstandards in Europäischen Union hin und engagierte sich für eine starke EU-Klimapolitik. Harms war unter anderem Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE), im Untersuchungsausschuss zu Emissionsmessungen in der Automobilindustrie (EMIS), sowie Stellvertreterin im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten (AFET) und im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI). Ihre politische Karriere begann Harms 1994 als Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag.

Magdalena Gerger ist seit 2009 CEO und President der schwedischen Systembolaget AB, die mit dem schwedischen Staat als alleinigem Anteilseigner das Handelsmonopol für den Vertrieb von Alkohol innehat. Dort zählt Gerger zu den Schwerpunkten ihres Handelns die konsequente Stärkung von Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur sowie den Dialog zwischen Unternehmen und Gesellschaft. Zuvor war Gerger in verschiedenen leitenden Funktionen internationaler Lebensmittel- und Konsum­güter­konzerne tätig, unter anderem bei Arla Foods, Nestlé und ICI Paints. Ihre berufliche Karriere begann Gerger 1990 als Unternehmensberaterin in London.

Über die Volkswagen AG

Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Dabei erstreckt sich das Pkw-Angebot von Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse. Ducati bietet Motorräder an. Im Bereich der leichten und schweren Nutzfahrzeuge beginnt das Angebot bei Pick-up-Fahrzeugen und reicht bis zu Bussen und schweren Lastkraftwagen. 671.205 Beschäftigte produzieren an jedem Arbeitstag rund um den Globus durchschnittlich 44.567 Fahrzeuge, sind mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern in 153 Ländern an.

Im Jahr 2019 betrugen die weltweiten Auslieferungen von Konzernfahrzeugen 10,97 Millionen (2018: 10,83 Millionen). Der Pkw-Weltmarktanteil betrug 12,9 Prozent. Der Umsatz des Konzerns belief sich im Jahr 2019 auf 252,6 Milliarden Euro (2018: 236 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 14,0 Milliarden Euro (2018: 12,2 Milliarden Euro).

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