Wegweisend – damals wie heute

Vor 30 Jahren begann in Darmstadt der Bau des weltweit ersten Passivhauses. Der Bauphysiker Wolfgang Feist hatte zuvor den Passivhaus-Standard entwickelt und setzte ab Herbst 1990 mit dem Bau des privaten Reihenhauskomplexes die Theorie in die Praxis um. Seitdem sind unzählige Gebäude im klimafreundlichen Passivhaus-Standard entstanden – rund um den Globus und in unterschiedlichen Klimaten. Aktuelle Projekte und Forschungs-ergebnisse werden bei der 24. Internationalen Passivhaustagung vom 20. September bis zum 8. Oktober 2020 vorgestellt. Das Passivhaus Institut nennt zehn gute Gründe für die Teilnahme an der Online-Tagung. 

1. Aktuell und vielfältig
Klimafreundliches Bauen ist unverzichtbar für den globalen Klimaschutz. In 16 Online-Vortragsreihen werden aktuelle Themen rund um das energie-effiziente und klimafreundliche Bauen und Sanieren präsentiert. Vorgestellt werden u.a. weltweite Passivhaus-Projekte, Quartiere, Komponenten sowie Versorgungskonzepte. Zudem werden die Themen kosteneffizienter und sozialer Geschosswohnungsbau, Sommerkomfort, Aus- und Weiterbildung sowie Passivhaus-Tools behandelt.


2. Vortrag verpasst? Kein Problem!
Die 24. Internationale Passivhaus-tagung mit dem Schwerpunkt „Passivhaus – nachhaltig die Zukunft bauen“ wird als Online-Veran-staltung angeboten. Die Teilnehmer können sich daher weltweit einfach und bequem von ihrem Computer aus zuschalten. Die Vorträge finden jeweils mittwochs und donnerstags am Vormittag und späten Nach-mittag bzw. am Abend (MESZ) statt. So kann die Teilnahme in den beruflichen Alltag integriert werden. Sollte das mal nicht klappen, kein Problem: Alle Tagungsteilnehmer erhalten einen Link zu den Vortragsvideos und können diese drei Wochen lang zu jeder beliebigen Zeit einsehen.

3. Renommierte Redner
Jede Tagung lebt auch von ihren Rednern. Bei der 24. Internationalen Passivhaustagung spricht neben dem Gründer des Passivhaus Instituts, Prof. Wolfgang Feist, der renommierte Klima-forscher Prof. Stefan Rahmstorf. Der Ozeanograph weist seit langer Zeit auf die Folgen der Klimaerwärmung hin. Im Eröffnungsplenum am Sonntag, 20. September 2020 ab 15 Uhr sprechen zudem Thorsten Herdan, Leiter der Abteilung Energiepolitik im Bundeswirtschafts-ministerium, der neue Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dirk Messner, Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie Jens Deutschendorf, Staats-sekretär im Hessischen Wirt-schaftsministerium.

4. Virtuelle Fachausstellung
Um klimafreundliches Bauen in die Tat umzusetzen, braucht es die passenden Komponenten: Die Passivhaus-Fachausstellung ist Bestandteil jeder Passivhaus-tagung. Für die Online-Tagung hat das Passivhaus Institut die Fach-ausstellung ebenfalls virtuell umgesetzt. Dadurch haben die Tagungsteilnehmer ganze drei Wochen lang Zeit, die Produkte für energieeffizientes Bauen und Sanieren kennenzulernen. Virtuelle Führungen und persönlicher Kontakt mit den Herstellern gehören selbstverständlich dazu. Die Passivhaus-Fachausstellung öffnet bereits am 17. September 2020 ihre virtuellen Türen.

5. Virtuelles Netzwerken? Besser als gedacht!
Bei einer Online-Veranstaltung fehlt das persönliche Netzwerken? Von wegen! Virtuelles Netzwerken ist effektiver und unterhaltsamer als gedacht. Probieren Sie es aus!

6. Fortbildungspunkte
Für die Teilnahme an der 24. Internationalen Passivhaustagung gibt es Fortbildungspunkte. Passivhaus-Planer und Passivhaus-Hand-werker erhalten Fortbildungspunkte, die für eine Verlängerung ihres Zertifikats nötig sind. Auch Energieeffizienz-Experten der DENA erhalten Fortbildungspunkte.

7. Neugierig auf Passivhäuser?
Was wäre eine Tagung über Passivhaus-Projekte ohne einen Besuch in eben diesen? Deshalb gehören zu jeder Internationalen Passivhaustagung Exkursionen dazu. Das ist in diesem Jahr nicht anders. Virtuelle Führungen bieten die einmalige Gelegenheit, in zwei Stunden interessante und komplett unterschiedliche Passivhäuser rund um den Globus kennenzulernen. Das geht nur digital!

8. Ein Ticket für alles
Das gab es noch nie! Ein Ticket – und alles ist inklusive: Vorträge (mit den Links zu den Videos), Fachausstellung, Exkursionen und Netzwerken. Und das alles drei Wochen lang.

9. Für Mitglieder und Kommunen
Mitglieder der Netzwerke IG Passivhaus, Passivhaus Austria und International Passive House Association (iPHA) erhalten das Ticket für die 24. Inter-nationale Passivhaustagung zu einem deutlich ermäßigten Preis. Für kommunale Vertreter gibt es ebenfalls Angebote.

10. Nicht nur für Experten!
Das Passivhaus Institut möchte Wissen verbreiten: Bis zum Ende der 24. Internationalen Passivhaustagung am 8. Oktober 2020 wird das digitale Lernprogramm deutlich vergünstigt angeboten. Das E-Learning ist als Einstieg in die Passivhaustagung sinnvoll für alle, die sich (noch) nicht als Experten bezeichnen. Erstnutzer erhalten zusätzlich eine Gutschrift für das Ticket zur 24. Internationalen Passivhaustagung. Darüber hinaus können sich Nutzer mit dem E-Learning auf die Prüfung zum zertifizierten Passivhaus-Planer sowie auf den Workshop zu den Planungsprogrammen PHPP und designPH vorbereiten.

Alle Informationen unter www.passivhaustagung.org

Allgemeine Informationen

Passivhäuser
Beim Passivhaus-Konzept wird der für Gebäude typische Wärmeverlust durch Wände, Fenster und Dach drastisch reduziert. Durch die fünf Prinzipien – gute Dämmung, dreifach verglaste Fenster, Vermeidung von Wärmebrücken, luftdichte Gebäudehülle sowie Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – benötigt ein Passivhaus nur sehr wenig Energie. Passivhäuser können daher auf ein klassisches Heizsystem verzichten. Passiv“ werden die Häuser genannt, da der größte Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird.

In einem Passivhaus hält sich die Wärme 10 bis 14 Tage lang, da sie nur sehr langsam entweicht. Daher muss nur an sehr kalten Tagen aktiv geheizt werden. Insgesamt ist nur wenig Energie für die Bereitstellung dieser Restwärme vonnöten. Im Sommer (sowie in warmen Klimaten) ist ein Passivhaus ebenfalls im Vorteil: Dann bewirkt u.a. die gute Dämmung, dass die Hitze draußen bleibt. Eine aktive Kühlung ist daher in Wohngebäuden in der Regel nicht nötig. Durch die niedrigen Energiekosten sind die Nebenkosten kalkulierbar – eine Grundlage für bezahlbares Wohnen und sozialen Wohnungsbau. Ein Passivhaus verbraucht rund 90 Prozent weniger Heizwärme als ein bestehendes Gebäude und 75 Prozent weniger als ein durchschnittlicher Neubau.

Passivhaus und NZEB
Der Passivhaus-Standard erfüllt die Anforderungen der Europäischen Union an Nearly Zero Energy Buildings. Laut der Europäischen Gebäuderichtlinie EPBD müssen die Mitgliedstaaten die Anforderungen an so genannte Fast-Nullenergiehäuser (NZEB) in ihren nationalen Bauvorschriften festlegen. Die Richtlinie der EU ist seit Januar 2019 für öffentliche Gebäude in Kraft und gilt für alle anderen Gebäude ab dem Jahr 2021.

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