Wir sind uns einig: Es reicht für uns alle!

Die Demo gegen Kinderarmut startet auch 2020 wieder in Berlin: am Samstag, den 19. September, einen Tag vor dem Weltkindertag, nimmt sie ab 14 Uhr vom Neptunbrunnen aus Kurs auf den Gendarmenmarkt.

Zentrale Forderung der diesjährigen Demo ist die Umsetzung einer Kindergrundsicherung. Mitinitiatorin Sarah-Lee Heinrich begründet: "Es liegen inzwischen unterschiedliche Konzepte von verschiedenen Akteuren aus Politik und Gesellschaft zur Kindergrundsicherung vor. Wir sollten jetzt nicht mehr das Ob, sondern das Wie(viel) diskutieren – und endlich umsetzen."

Jedes fünfte Kind lebt in Deutschland in Armut. Das Problem ist seit Jahren bekannt und durch ausreichend statistische Daten abgesichert. Passiert ist politisch bisher jedoch wenig. Hinzu kommt seit 2020 die Corona-Krise, die diesen Zustand noch verschärft hat. Viele Menschen wurden seit dem Lockdown arbeitslos, bekommen Kurzarbeitergeld oder müssen in systemrelevanten Berufen lange Schichten leisten, um am Ende dennoch mit zu wenig Lohn dazustehen. "Beifall bezahlt aber keine Miete", sagt Mitinitiatorin Fee Linke. "Die Krise zeigt uns mit aller Deutlichkeit die Ungerechtigkeiten auf, die bisher lange versteckt waren. Carearbeit wird seit jeher abgewertet und entweder unter- oder gar nicht bezahlt. All das führt zu Armut – und die ist oft weiblich."


Während des Lockdowns haben fünfmal mehr Frauen als Männer ihre Jobs verloren. Alleinerziehende (zu 90% Frauen), deren Armutsrisiko seit Jahren kontinuierlich steigt, sind durch die Corona-Krise besonders gefährdet. "All das führt dazu, dass sich auch die Situation für Kinder immer weiter verschärft", ergänzt Stefanie Ponikau, sellvertretende Bundesvorsitzende von MIA. "Seit Jahren reden wir über Kinderarmut. Alle Parteien bedauern, dass es sie gibt. Doch dieses Bedauern reicht kaum über den Wahlkampf hinaus. Es ist Zeit, dass aus Worten Taten werden."

Die Demo wird veranstaltet von den Initiatorinnen Dr. Christine Finke, Konstanz, Sarah-Lee Heinrich, Köln, Delia Keller und Dr. Esther Konieczny, Berlin (beide Fair für Kinder e.V.), Fee Linke, Bonn, Susanne Triepel, Berlin in Kooperation mit der MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende e.V. i.G.

Erstunterstützerinnen des Demoaufrufes sind zahlreiche Verbände, Vereine und Akteur*innen:

Organisationen:

Linke Berlin
Grüne Jugend Bundesverband
Jusos Bundesverband
Linksjugend Bundesverband
Initiative Familien in der Krise
Initiative “Kinder brauchen Kinder“
Sanktionsfrei e.V.
Verband der Alleinerziehenden Mütter und Väter e.V. (VAMV)
SHIA e.V.
Volkssolidarität Bundesverband

sowie zahlreiche Einzelpersonen:

Dr. Birgit Happel, TH Aschaffenburg
Daniel Reitzig, politischer Aktivist, Vorstand NoGroko e.V., SPD
Dr. Dietmar Bartsch, Netzwerk gegen Kinderarmut, MdB, Vorsitzender Fraktion DIE LINKE
im Bundestag
Anne Dittmann, Journalistin
Jasmin Dickerson, Anti-Diskriminierungs-Aktivistin
Eszter Jakab, Aktivistin
Katja Kipping, MdB, Vorsitzende der Partei DIE LINKE
Katrin Werner, MdB DIE LINKE
Ole Nymoen & Wolfgang M Schmitt, Podcaster “Wohlstand für alle”
Robert Franken, Mitgründer EuMaleFeminists
Sven Lehmann, MdB Bündnis90/Die Grünen
Taylan Kurt, Bezirksverordneter Berlin Mitte Bündnis90/DieGrünen

Weiterführende Informationen zu den ausführlichen Forderungen der Demo u.a. findet sich auf der Website www.esreichtfuerunsalle.de. Unterstützt werden kann die Demo auch über den eingerichteten Crwodfunding-Pool bei GoFundMe: https://www.gofundme.com/… gegen-kinderarmut-esreichtfuerunsalle

Über MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende e.V. i.G.

MIA entstand aus der digitalen Vernetzung alleinerziehender Mütter. Sie wollten über den reinen Erfahrungsaustausch hinaus selbst aktiv werden: die Öffentlichkeit verstärkt über die Missstände und großen Hürden ihrer Lebenssituation aufklären, der Politik wichtige Impulse geben und selbst politisch arbeiten, um die teils erschreckend prekäre Lage von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern zu verbessern. Dafür schlossen sie sich Ende 2017 zu MIA zusammen. Seit 2018 hat die bundesweite Initiative, deren lockere Basis rund 2.000 betroffene Mütter und Unterstützer*innen umfasst; ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Seit 2020 ist MIA Mitglied im bundesweiten Bündnis Istanbul-Konvention, dem auch der Deutsche Frauenrat, der Deutsche Juristinnenbund, der Bundesverband Frauennotrufe und Frauenhäuser und zahlreiche weitere Akteure gegen Gewalt an Frauen angehören. Die Website von MIA ist unter www.die-mias.de zu finden.

Über Fair für Kinder e.V. i.G.

Die Demo gegen Kinderarmut wurde 2018 als jährliche Demo am Samstag vor dem Muttertag initiiert von betroffenen Müttern. Einige von ihnen sind im Fair für Kinder e.V. engagiert, einem Netzwerk engagierter Frauen, das sich für die steuerliche Gleichbehandlung von alleinerziehenden Familien und Familien generell in Deutschland einsetzt. Eine der Mitgründer*innen von Fair für Kinder ist Reina Becker, die seit über 10 Jahren gegen die steuerliche Privilegierung der Ehe statt Familie kämpft. Mit verschiedenem Kampagnen und Aktivitäten macht der Verein auf die Situation von Alleinerziehenden aufmerksam und gibt ihnen eine Stimme. Ziel ist es, (steuer-)rechtlich und gesellschaftlich ein plurales Bild von Familie zu etablieren. Denn Familie ist dort, wo Kinder sind. Mehr unter www.fair-fuer-kinder.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Fair für Kinder e.V. i.G.
Dickhardstraße 25
12161 Berlin
Telefon: +49 (89) 52031049
http://www.fair-fuer-kinder.de

Ansprechpartner:
Sarah
Demo gegen Kinderarmut
Telefon: +49 (157) 582185-10
E-Mail: esreichtfuerunsalle@gmail.com
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