Erster Jahresbericht zum ÖPNV-Transparenzregister vorgelegt

Hier wird mit gutem Beispiel vorangegangen: Im ersten Jahresbericht zum ÖPNV-Transparenzregister legt das wissenschaftliche Projektteam die aktuellen Informationen zu den Voraussetzungen, zur Vorgehensweise beim Aufbau und zum Stand des digitalen Nachschlagewerks dar. Erneut wird deutlich, dass Markttransparenz politisch zwar gewollt und ökonomisch sinnvoll ist, sich bislang in Deutschland beim ÖPNV aber nicht eingestellt hat. Mit dem Register lässt sich das nun ändern. Die Initiatoren des Projekts rufen politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zur Nutzung des Online-Werkzeugs auf, um sich einen Überblick über Leistungen und Kosten im ÖPNV-Markt zu verschaffen.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) und die weiteren Träger des ÖPNV-Transparenzregisters haben am 02. Oktober anlässlich der Veröffentlichung des ersten Jahresberichts zum ÖPNV-Transparenzregister alle politisch Verantwortlichen zur Nutzung des digitalen Nachschlagewerks aufgerufen. Die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für Verkehrsunternehmen wie für Städte und Gemeinden machen es mehr denn je notwendig, leistungsstarke und effiziente ÖPNV-Strukturen als solche auch klar sichtbar zu machen, damit sich entsprechende Angebote im Markt durchsetzen können. Das ÖPNV-Transparenzregister ist hierfür unverzichtbar. Mit dem ersten Jahresbericht des Projekts zeigen die verantwortlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, wie es um die dringend benötigte Transparenz im ÖPNV-Markt für Busverkehrsleistungen steht und wie der weitere Weg aussieht.

bdo-Präsident Karl Hülsmann sagte zur Veröffentlichung des ersten Transparenzberichts: „Wir stehen in Deutschland weiterhin vor der gigantischen Herausforderung, die Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf Bus und Bahn voranzubringen, damit nationale wie internationale Klimaziele erreicht werden können. Die Folgen der Corona-Krise machen die Voraussetzungen für diesen grundlegenden Strukturwandel noch einmal deutlich schwieriger. Nur eine ehrliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit transparenten Leistungsdaten aus dem Busverkehrssektor wird es möglich machen, diesen Kraftakt zu stemmen. Denn nur so können effiziente Strukturen überhaupt als solche identifiziert werden. Mit dem ÖPNV-Transparenzregister entsteht eine offene Plattform genau dafür.“


Ergänzend führt der Sprecher des Projektteams, Prof. Dr. Tobias Bernecker von der Hochschule Heilbronn aus: „Bereits die Beta-Version des ÖPNV-Transparenzregisters hat aus einer neuen Perspektive heraus spannende Einblicke in den ÖPNV-Markt gegeben. Laufend kommen nun frische Daten hinzu, die das Bild weiter schärfen. Welche Kennzahlen wir gewählt haben, woher die Daten stammen und wie wir mit den zusammengetragenen Informationen umgehen, steht alles im ersten Transparenzbericht.“

Zum ersten Transparenzbericht:

Der erste Transparenzbericht zum ÖPNV-Transparenzregister schafft vor allem Klarheit zu allen Fragen rund um das digitale Nachschlagewerk selber: Vorgestellt werden die methodischen Grundlagen für die Datensammlung sowie auch die Motivation für den Aufbau des ÖPNV-Transparenzregisters und die rechtlichen Ursprünge dafür, die in der Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 zu finden sind. Welche Indikatoren werden im ÖPNV-Transparenzregister abgebildet und warum? Wie wird versucht, größtmögliche Transparenz, Verständlichkeit und Sachlichkeit gleichzeitig zu gewährleisten? Welche Vorgehensweisen wurden bei Datenlücken gewählt? Und was wird fortlaufend für die Qualitätssicherung getan? Der erste Bericht aus dem Jahr 2020 gibt hierzu Antworten. In Zukunft soll pro Jahr jeweils ein Transparenzbericht veröffentlich werden. Zukünftige Ausgaben werden sich stärker auf die aktuellen Zahlen und Inhalte beziehen, nachdem mit der Premiere die methodischen Grundlagen beleuchtet wurden.

Sie finden den ersten Transparenzbericht im PDF-Format als Download unter folgendem Link: https://www.oepnv-transparenzregister.de/static/report/Transparenzbericht.pdf

Zum ÖPNV-Transparenzregister allgemein:

Das ÖPNV-Transparenzregister ist ein digitales Nachschlagewerk und Recherche-Instrument, mit dem sich alle Interessierten über den ÖPNV-Markt, insbesondere für den Omnibus, informieren können. Es wurde im November 2019 offiziell in einer ersten Beta-Version gestartet und beinhaltet – derzeit für das Jahr 2017 – die wichtigsten öffentlich zugänglichen Kerndaten über die Vergabe von Busverkehrsleistungen in mehr 400 Städten und Landkreisen.

Der Aufbau des ÖPNV-Transparenzregisters ist ein Projekt, das die private Buswirtschaft in Auftrag gegeben hat. Zu den Initiatoren gehören der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) sowie Transdev Deutschland, Netinera Deutschland und DB Regio Sparte Bus. Die Plattform ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und soll fortlaufend aktualisiert werden. Die Umsetzung des ÖPNV-Transparenzregisters erfolgt durch das wissenschaftliche Projektteam der Hochschulen Heilbronn und Worms.

Zum ÖPNV-Transparenzregister gelangen Sie unter: https://www.oepnv-transparenzregister.de

Über den bdo Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) ist der Spitzenverband der deutschen Busbranche und vertritt die Interessen der privaten und mittelständischen Unternehmen aus dem Bereich Personennahverkehr, Bustouristik und Fernlinienverkehr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

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