Es ist wichtiger, zuerst Risikogruppen gegen Influenza impfen zu lassen als die breite Bevölkerung

„Die Werbung einiger Krankenkassen, die Kosten für die Grippeschutzimpfung für ihre Mitglieder zu übernehmen, ist kontraproduktiv“, erklären Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen und Prof. Dr. med. René Gottschalk, Leiter Gesundheitsamt Stadt Frankfurt am Main. „Es gibt klare Indikationsempfehlungen der Ständigen Impfkommission beim RKI, dass insbesondere Menschen über 60 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankung und gefährdete Berufsgruppen, wie z.B. medizinisches Personal geimpft werden sollten, an die wir uns halten sollten.“

Wie Pinkowski bereits am 9. Oktober in der gemeinsamen Pressemitteilung von Landesärztekammer Hessen, Stadt Frankfurt am Main, Gesundheitsamt Frankfurt am Main und Kassenärztlicher Vereinigung Hessen erläuterte, stehen in diesem Jahr rund 30 Prozent mehr Impfstoff zur Verfügung als sonst. „Das darf jedoch nicht zu der falschen Annahme verleiten, dass der Impfstoff für die gesamte Bevölkerung ausreiche“, warnt Pinkowski.

„Das Ziel unserer gemeinsamen Kampagne ist, dass als erstes diejenigen geimpft werden, die besonders gefährdet sind und die Bevölkerung entsprechend aufzuklären“, ergänzt Gottschalk. Umso wichtiger sei es daher, sich frühzeitig vom Hausarzt beraten zu lassen, ob die Grippeschutzimpfung aus medizinischer Sicht sinnvoll sei.


Link zur Gemeinsamen Pressemitteilung vom 9. Oktober:
https://www.laekh.de/presse/pressemitteilungen/detail/grippeschutzimpfung-waehrend-der-covid-19-pandemie-fuer-risikogruppen-besonders-wichtig

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