Das Oberschlesische Landesmuseum hat eine neue Direktorin: Andrea Perlt kommt aus einem renommierten Haus

Sie ist 36 Jahre jung und kommt aus einem höchst renommierten Haus: Das Oberschlesische Landesmuseum in Hösel hat eine neue Museumsdirektorin. Andrea Perlt, bisher stellvertretende Direktorin und Verwaltungsleiterin im Duisburger Lehmbruck Museum, tritt die Stelle im Haus Oberschlesien zum 1. Januar 2021 an und freut sich drauf. "Das Oberschlesische Landesmuseum ist eine fest verankerte Kultureinrichtung im Land Nordrhein-Westfalen und für mich ein toller Ort zum Gestalten. Ich freue mich sehr auf die spannende Aufgabe, zusammen mit dem Museumsteam und der Stiftung eine Neukonzeption für das Museum zu entwerfen und gemeinsam Zukunftsthemen wie zum Beispiel die Digitalisierung anzugehen“, sagt Perlt. Ein zentrales Anliegen sei für sie, noch mehr Menschen für die Geschichte Oberschlesiens und damit auch für die deutsche und europäische Geschichte zu begeistern. Damit unterstreicht die designierte Museumschefin den überregionalen Anspruch des Oberschlesischen Landesmuseums.

Andrea Perlt hat Betriebswirtschaftslehre in der Fachrichtung Bank an der Berufsakademie in Mannheim studiert. Die Praxisausbildung absolvierte sie in der DZ BANK in Frankfurt am Main. Danach schloss sich ein Studium der Geschichte und Ethnologie an der Universität Freiburg an. Neben beruflichen Stationen in der universitären Forschung, in einem Softwareverlag und einem halben Jahr Auslandserfahrung auf Martinique bringt sie eine langjährige Praxiserfahrung in der Museumsarbeit mit. Von 2011 bis 2015 leitete sie das historische Wegemuseum (Brandenburg) und verantwortete dort die strategische Aufstellung und Aufbauarbeit im frisch eröffneten Wegemuseum. Zuletzt war sie fünf Jahre in der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum als Verwaltungsleiterin und stellvertretende Direktorin tätig. Durch ihre Vorstands- und Beiratstätigkeit im brandenburgischen und zuletzt im rheinischen Museumsverband ist sie vielseitig vernetzt und bestens für die neue Aufgabe gerüstet.


Sebastian Wladarz, Vorstandsvorsitzender der Trägerstiftung Haus Oberschlesien, ist sichtlich begeistert von der Personalentscheidung: „Man kann schon sagen, dass uns mit Andrea Perlt ein Coup gelungen ist. Das Lehmbruck-Museum ist zweifelsohne eines der Top-Häuser und wenn von dort die stellvertretende Direktorin zu uns kommt, können wir von ihrem Erfahrungsschatz nur profitieren“, sagt der Ratinger Ratsherr. Für ihn ist neben der Qualifikation vor allem ein Aspekt ganz wichtig: „Die Herausforderung unserer Zeit ist es, neben den klassischen Zielgruppen,  insbesondere auch diejenigen für Oberschlesien, seine Geschichte und Kultur zu begeistern, die bislang noch nicht sehr viel davon wissen. Daher bin ich sicher, dass Andrea Perlt mit einem Blick von außen der Arbeit und Neuorientierung des Oberschlesischen Landesmuseums gut tun wird. Sie wird darin von einem Team von jungen Experten für Oberschlesien unterstützt“. Bei aller Freude über die neue Direktorin gilt Wladarz‘ Dank der kommissarischen Direktorin. „Dr. Susanne Peters-Schildgen wurde die Aufgabe in einer schwierigen Zeit übertragen, als es galt, das Haus auf Kurs zu halten. Sie hat auch an der Auswahl der neuen Direktorin wesentlich mitgewirkt. Dafür bedanke ich mich ganz persönlich“, sagt der gebürtige Oberschlesier.

Neben Sebastian Wladarz ist auch die Vorsitzende des Stiftungsrates, die Ratinger Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt (SPD), zufrieden mit dem Auswahlverfahren. „Als ausgewiesene Museumsfachfrau bringt Frau Perlt genau die Qualifikationen mit, die notwendig sind, um unser Museum nach vorne zu bringen. Ihre vielfältigen Praxiserfahrungen werden uns helfen, in Bereichen wie der Digitalisierung weitere Schritte zu machen. Zudem verfügt Frau Perlt ja auch über Erfahrungen im Aufbau und der Neuaufstellung eines Museums. Dies ist zusätzlich hilfreich“, sagt Müller-Witt und ergänzt: „Eine Frau an der Spitze wird dem Museum sicher gut tun“.

Für den Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Oberschlesier Klaus Plaszczek ist die Einstellung der neuen Museumsdirektorin ein weiterer Meilenstein auf dem Weg dazu, den Standort Hösel weiterzuentwickeln. „Wenn die Landsmannschaft und die Stiftung mit dem Oberschlesischen Landesmuseum weiterhin so an einem Strang ziehen, werden wir dem Ruf als so genannte ‚Oberschlesische Botschaft‘ gerecht“, sagt der gebürtige Hindenburger und verhehlt nicht, dass sich diese unter der alten Museumsleitung nicht immer so einfach gestaltet hat. Der gemeinsame Auftritt bei der Vorstellung von Andrea Perlt sei ein klares Zukunftssignal. „Wir wollen den Erfolg. Alle. Gemeinsam.“

Hintergrund:
Die Landsmannschaft der Oberschlesier hat im November 2018 satzungsgemäß den neuen Vorstand der Stiftung Haus Oberschlesien bestellt. Dieser ist im März 2019 ins Amt gekommen. Im Oktober 2019 ist dem damaligen Direktor Dr. Stephan Kaiser gekündigt worden. In einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf hat man sich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses  zum 30. Juni 2020 geeinigt. Seit der Kündigung ist die Direktorenstelle beim Oberschlesischen Landesmuseum vakant. Sie wurde nach dem offiziellen Ausscheiden von Herrn Dr. Stephan Kaiser ausgeschrieben. Das Auswahlverfahren fand im September 2020 statt. Die Wahl fiel auf die Historikerin und Betriebswirtin Andrea Perlt aus Mülheim an der Ruhr. Sie tritt die Stelle zum 1. Januar 2021 an.

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