FLUID STATES. SOLID MATTER

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Ausstellung: 4. März bis 18. April 2021 im Kunstmuseum Bonn
Festivaltage: 4. bis 6. März 2021
Eröffnung und Preisverleihung: 3. März 2021, 16 – 22 Uhr 

„If I become a man – will it make me a better woman?“, fragt eine Frauenstimme am Ende von Úna Quigleys Videoarbeit „Birds Of My Weakness“. Sie basiert auf einem Theaterstück von Guillaume Apollinaire, in dem die Protagonistin zum Mann wird, um eingefahrene Geschlechterrollen aufzubrechen. Eingefahrene Ansichten aufbrechen und hinterfragen, wie wir uns als Menschen mit unseren Körpern in der Welt verorten – das möchte auch die VIDEONALE.18 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen. Quigleys Projekt ist dabei eine von 31 internationalen Positionen, die die VIDEONALE.18 ab dem 4. März 2021 unter dem Titel FLUID STATES. SOLID MATTER im Kunstmuseum Bonn zeigt. Eingereicht wurden rund 1.900 Arbeiten aus 87 Ländern.


Auf welcher Grundlage leben, denken und handeln wir heute? Und wie gestalten wir diese Grundlage für die Zukunft? Die Werke der Ausstellung FLUID STATES. SOLID MATTER eröffnen einen Diskurs zu diesen Fragen. Wie verändert sich unser Nachdenken über die Beziehung des Menschen zu seiner Umgebung, wenn wir den Körper nicht mehr – wie bislang üblich – als fest und autonom betrachten, sondern als fluide. Als fluide Körper – oder „Bodies of Water“, wie es die Genderforscherin Astrida Neimanis formuliert – stehen wir als Menschen nicht mehr über, sondern in Wechselbeziehung mit der Natur, den Lebewesen, den Systemen, die uns umgeben.

Entsprechend überdenken auch die Werke in der Ausstellung gängige Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt und zeigen neue Modelle für ein anderes Miteinander auf – ob sozial, politisch, ökologisch oder ökonomisch.
„Ausgehend von oft sehr konkreten Orten, Dingen oder autobiografischen Konstellationen stellen die 31 Positionen der VIDEONALE.18 Überlegungen an, wie sich die Verflüssigung festgefügter Konstellationen – solid matter – in fluid states – neue durchlässigere Zustände – auf unser In-der-Welt-sein auswirken könnte. Letztendlich geht es um die Frage, wie wir in Zukunft miteinander leben wollen. FLUID STATES. SOLID MATTER ist ein Angebot, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Arbeiten als Denkanstöße fruchtbar werden zu lassen“, erklärt Tasja Langenbach, Künstlerische Leiterin der Videonale.

Die Ausstellung sowie das Begleitprogramm mit Gesprächen, Präsentationen, Workshops, Performances und partizipativen Formaten bietet ein Forum für Austausch und Dialog zu diesen Fragen.
Alle Künstler*innen der VIDEONALE.18:
Paula Ábalos, Tekla Aslanishvili, Eliane Esther Bots, Viktor Brim, Adam Castle, Eli Cortiñas, Emily Vey Duke & Cooper Battersby, Mouaad el Salem, Mahdi Fleifel, Ellie Ga, Beatrice Gibson, Russel Hlongwane, Heidrun Holzfeind, Che-Yu Hsu, Sohrab Hura, Ida Kammerloch, Michelle-Marie Letelier, Dana Levy, Anne Linke, Lukas Marxt & Michael Petri, Bjørn Melhus, Ana María Millán, Michael Klein & Sasha Pirker, Morgan Quaintance, Úna Quigley, Aykan Safoğlu, Patrick Staff, Rhea Storr, Ingel Vaikla, Ana Vaz, Gernot Wieland

Zu den Künstler*innen

Wettbewerbsjury
Die teilnehmenden Künstler*innen wurden ausgewählt von einer Fachjury bestehend aus Elke Kania (Kunst- und Filmwissenschaftlerin), Tasja Langenbach (Künstlerische Leiterin der Videonale), Viktor Neumann (Freier Kurator), Stefan Panhans (Künstler) Vanina Saracino (Freie Kuratorin), Florian Wüst (Freier Kurator).

Videonale Preis der fluentum collection
Aus den für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten wird zur Eröffnung der VIDEONALE.18 am 3. März 2021 ein herausragendes künstlerisches Werk mit dem mit 5.000 Euro dotierten Videonale Preis der Fluentum Collection ausgezeichnet.

Fluentum ist eine Plattform für die Produktion, Sammlung und Präsentation zeitgenössischer Kunst mit Fokus auf zeitbasierte Medien, insbesondere Bewegtbilder. Sie wurde von dem Berliner Software-Unternehmer Markus Hannebauer initiiert, der 2010 mit dem Sammeln von Videokunst begann. Seit Anfang 2019 bespielt Fluentum eigene Ausstellungsräume im denkmalgeschützten Hauptgebäude einer ehemaligen Militäranlage in Berlin-Dahlem.

Die Finanzierung des Videonale-Preises zur Unterstützung der ausgezeichnete/n Künstler*in bei der Produktion neuer Arbeiten erfolgt bereits zum dritten Mal.

Festivaltage
Die Ausstellung zur VIDEONALE.18 wird begleitet durch ein umfangreiches Festivalprogramm mit Künstlergesprächen, Vorträgen, Performances, Diskussionsrunden, Führungen, Workshops und Vermittlungsprogrammen.

Ausstellungsarchitektur
Wie in den vergangenen Jahren findet die VIDEONALE.18 in den Wechselausstellungsräumen des Kunstmuseum Bonn statt. Die Ausstellungsarchitektur wird gestaltet von Ruth Lorenz maaskant Berlin, Architektin und Ausstellungsdesignerin. Sie realisierte Ausstellungsarchitekturen u.a. für Stedelijk Museum Amsterdam, Akademie der Künste Berlin, Haus der Kulturen der Welt Berlin, ZKM Karlsruhe und HMKV am Dortmunder U. Die dortige Ausstellung Sounds like Silence erhielt den AICA-Kritikerpreis.

Offizielle Website der VIDEONALE.18: videonalefestival.org

Regelmäßige Informationen zum Festival über
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Aufgrund der aktuellen Lage sind alle Angaben zur Veranstaltung unter Vorbehalt

VIDEONALE.18 wird gefördet von:
Stadt Bonn, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW, Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn

Sponsoren:
cine+ (Techniksponsor), DHL (Preferred Logistics Partner)

Sponsor Videonale Preis:
fluentum collection

Kooperationspartner:
Kunstmuseum Bonn

Medienpartner:
Artblog Cologne, EIKON, KUNSTFORUM International, PHOTO International, Springerin, Stadtrevue, Texte zur Kunst

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