Das Kasseler Dokfest eröffnet und erinnert an Frank Thöner

Der Fokus der Überlegungen und Planungen des 37. Kasseler Dokfestes lag – versehen mit einer klaren Handlungsanweisung für uns und die Zuschauer*innen – auf dem Motto: „Zurück ins Kino“. Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie hat dieses Bestreben dramatisch verändert und nahezu das komplette Kasseler Dokfest in den virtuellen Raum verlegt. Mit der Eröffnung wollen wir eine klare Haltung demonstrieren, welche die Kampagne Ohne Kunst und Kultur wird’s still eindringlich illustriert. Wir verzichten dabei auf die üblichen Rituale und Worte.
Einen gelungenen Brückenschlag liefert mit ihrem programmatischen Titel die Arbeit „The Artists Are Not Present“ (Mazen Khaddaj), die auf die nicht im realen Raum stattfindende Ausstellung Monitoring verweist – und humorvoll die aktuellen Fehlstellen aufzeigt.

Das ursprüngliche Eröffnungsprogramm, zeitgleich gestreamt in 8 Kasseler Kinos, hätte einerseits das Werk von Frank Thöner und Raymond Ley zusammen gebracht (beide studierten Film an der HbK Kassel und gründeten mit anderen Mitstreiter*innen 1981 den Filmladen Kassel), und andererseits die Kontinuität in der künstlerischen und kreativen Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus und Neofaschismus in Nordhessen aufgezeigt. Mit der Hommage an Frank Thöner ehren wir unseren Kollegen, der das Kasseler Dokfest 1982 mitgründete und im vergangenen Jahr plötzlich und unerwartet verstarb. Mit 20 Jahren dokumentierte er – als Teil einer antifaschistischen Initiative – mit dem Film „Gerockt und Nazis abgeblockt“ die Verhinderung des Parteitages der NPD 1980 im nordhessischen Philippsthal. Die gekürzte Fassung ist eingebettet in ein Gespräch mit Irmhild Scheuer und Ralf Wenzel unter www.kasselerdokfest.de bis zum 27.11. abrufbar. Raymond Ley kehrt mit „Schuss in der Nacht“ in seine Heimatstadt zurück und versucht zu ergründen, welches Umfeld und welche Ereignisse zur Ermordung von Walter Lübcke führten. Dieser Film steht aufgrund der bevorstehenden TV-Ausstrahlung online nicht zur Verfügung.


Die Beiträge zur Eröffnung sowie der erste Teil der Hommage an Frank Thöner sind ab 19.30 Uhr als DokfestChannel abrufbar.

Ab morgen, dem 18. November, sind die ersten der 202 Filme des regulären Programms als DokfestStreams verfügbar.

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