Wie die Kultur wieder Mut fassen kann

Ein hochkarätig besetztes Podium um Dr. Eckart von Hirschhausen und NRW-Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen diskutierte im Rahmen der „Rheinischen Kulturfragen“ mögliche Wege aus der Corona-Krise – und machte jetzt schon Lust auf den Kultursommer

Die Corona-Pandemie hat das Leben der Menschen immer noch im Griff. Ihre Auswirkungen sind vielerorts spürbar – gerade auch in der Kultur, die durch lange Kontakt- und Veranstaltungsverbote besonders betroffen war und ist. Mit der Frage, wie die Kulturschaffenden in diesen schwierigen Zeiten wieder Mut fassen und wie ein baldiger Neustart gelingen könnte, befasste sich die hochkarätig besetzte Talkrunde „Mut fassen in der Pandemie, aber wie?“ im Rahmen der „Rheinischen Kulturfragen“ der Metropolregion Rheinland (MRR). Realisiert wurde sie in enger Zusammenarbeit mit dem Medienpartner WDR 3.

Den Wert von Kultur neu definieren

„Mit den `Rheinischen Kulturfragen´ möchten wir Wege aus der Krise aufzeigen, um den vielen Kultur-Veranstalterinnen und Veranstaltern aus unserer Region Mut zu machen und ihre Zuversicht zu unterstützen. Dabei fördern wir gezielt auch den Dialog zwischen Politik und Kultur“, beschreibt Kirsten Jahn, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland, eine Zielsetzung der Veranstaltung, die Teil des am 21. Juni offiziell startenden „Rheinischen Kultursommer“ ist. Neben Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, und dem Autor und Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen nahmen auch Jens Lönneker, Diplom-Psychologe des rheingold salons Köln, sowie Bojan Vuletic, Komponist und Veranstalter des Düsseldorfer Asphalt Festivals, an der Runde teil. Moderiert wurde sie vom WDR-Journalisten Dr. Michael Köhler.

Einigkeit herrschte in der Frage, dass es über den Mut hinaus vor allem um eine gemeinsame Vision gehe, wie Kultur unsere Gesellschaft bereichern könne. So würde häufig unterschätzt, wie sehr gerade Kultur Impulse gebe und uns Dinge anders sehen, hören und erfahren lasse. Gerade dies habe in der Pandemie schmerzlich gefehlt, betonte von Hirschhausen, der zugleich jedoch bekräftigte: „Ich glaube, wir stehen ganz kurz vor einer Renaissance, die uns hoffentlich dazu führt, dass wir den Wert von Kultur neu definieren.“

Ministerin Pfeiffer-Poensgen ergänzte, dass – trotz anfänglicher Schockerlebnisse – heute auch in der Politik vollkommen anders über Kultur gesprochen werde. Die Landesregierung hat in der Corona-Pandemie ein Stipendienprogramm für freischaffende Künstler:innen aufgelegt. Dieses habe laut der Ministerin sehr viel positive Resonanz hervorgerufen, sie überlege bereits, wie ein derartiger Ansatz auch in besseren Zeiten fortgesetzt werden könne. „Wir müssen den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit bieten, unbeschwert zu arbeiten“, so Pfeiffer-Poensgen.

Eine Chance für den Neustart

Bojan Vuletic sieht gerade in diesem Sommer eine Chance für den Neustart, er hat sein Festival 2021 sogar um sechs Tage verlängert. „Uns war es wichtig, ein kulturelles Signal in die Stadt zu senden“, betont er, und ergänzt: „Ich glaube an das Kreative nicht nur in der Kunst, sondern auch im Kunstformat. Gerade in dieser neuen Realität müssen wir Ideen entwickeln, die die Menschen packen.“

Dabei seien Kunst und Kultur laut Jens Lönneker auch psychologisch äußerst wertvoll, schaffen sie doch kulturelle Gemeinschaftserlebnisse und eine unmittelbare Begegnung zwischen Künstler:in und Publikum. Dies, so die Runde, sei durch nichts zu ersetzen. Es erzeuge eine Konzentration, die es ermögliche, Menschen auch einmal mit unangenehmen Dingen zu konfrontieren. Der damit verbundene Austausch sei für unsere Gesellschaft von existenzieller Bedeutung. Dafür brauche es Freiräume und Orte, um dies zu üben und auszuprobieren – als Künstler:in, aber auch als Publikum.

Eine Möglichkeit dazu bietet die achte Ausgabe des Rheinischen Kultursommers der Metropolregion Rheinland. Vom 21. Juni bis zum 23. September bündelt sie über 400 verschiedene Veranstaltungen und Projekte in den Kulturstätten der Region sowie in Schlössern, Klöstern, Parks und Städten – ein eindrucksvoller Beleg für die Vielfalt der Kulturregionen in NRW. Bekannte Künstler:innen und ungewöhnliche Programme ziehen dabei jährlich tausende Besucher:innen an. Das diesjährige Programm des Kultursommers wird am 14. Juni veröffentlicht. Die Diskussion der Kulturfragen machte schon jetzt Lust auf die geplanten Events.

Einen Videomitschnitt der gesamten Diskussion finden Sie unter https://metropolregionrheinland. de/allgemeines/wie-die-kultur-wieder-mut-fassen-kann/
Über den Facebook-Kanal der MRR (https://www.facebook.com/…) ist zudem ein Kurzvideo mit einigen Aussagen aus der Talkrunde zu sehen.

Die Sendung wurde am Sonntag, den 30. Mai 2021, vom WDR 3-Kulturradio ausgestrahlt. Sie kann unter folgendem Link nachgehört und als Podcast heruntergeladen werden:
https://www1.wdr.de/…. Zudem wird der Talk zeitnah unter https://kulturpartner.net/ zu hören sein.

Über den Metropolregion Rheinland e.V.

Im Verein Metropolregion Rheinland kooperieren Akteure aus Kreisen und kreisfreien Städten, den Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern, der Städteregion Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland, um ihre interkommunale und regionale Zusammenarbeit zu verbessern. Durch die Bündelung der Interessen und gemeinsame Aktivitäten soll das Rheinland verstärkt als zusammenhängender Wirtschafts- und Lebensraum wahrgenommen werden und zu einer Metropolregion von europäischer Bedeutung wachsen.

Zum vierten Mal ist die Metropolregion Rheinland verantwortlich für die Federführung im Projekt "Rheinischer Kultursommer". Zusammen mit Vertreter*innen aus den NRW-Kulturregionen Aachen, Bergisches Land, Niederrhein und Rheinschiene sowie dem Landschaftsverband Rheinland setzt sich der Verein für einen sichtbaren und kulturell einladenden Sommer im Rheinland ein. Der Rheinische Kultursommer wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und umgesetzt mit Medienpartner WDR3.

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