Heuschreckenzucht: Zoo Basel und ein Startup spannen zusammen

Für die vielen tierischen Insekten-Gourmets hat der Zoo Basel gemeinsam mit dem Startup „Smartbreed“ vollautomatische Zuchtboxen für Heuschrecken weiterentwickelt. Gefüttert werden Heuschrecken mit bisher ungenutzten Nebenprodukten aus der Argarproduktion.

Ob Reptilien, Vögel oder Affen – für viele Zootiere sind Insekten ein echter Leckerbissen. Für manche von ihnen sind Insekten das Hauptnahrungsmittel. Im Zoo Basel werden deshalb rund 10 Insektenarten hinter den Kulissen gezüchtet. Dazu gehören auch Heuschrecken, die im Zoo Basel seit der Eröffnung des Hauses Etoscha im Jahr 2001 gezüchtet werden. Sie sind nicht nur nahrhaftes Futter für Zootiere, sondern sind Teil der Ausstellung ‚Fressen und Gefressen werden‘ im Etoschahaus. Dort ist ein ganzer „Schwarm“ von hunderten Tieren zu sehen.

Automatische Zuchtboxen

Aber auch Heuschrecken brauchen Futter und das nicht zu knapp. Um den schier unstillbaren Hunger der vielen tausend Tierchen stillen zu können, mussten bisher in aufwändiger Weise eine Art „Rasenteppiche“ aus Weizenkeimlingen gezüchtet werden.

Das ist jetzt nicht mehr nötig. Das Startup-Unternehmen Smartbreed suchte nach einer Methode, wie sich Heuschrecken mit wenig Zeitaufwand und möglichst nachhaltig mit regionalem Futter züchten lassen. Der vollautomatische Zuchtkasten wurde im Zoo Basel getestet und weiterentwickelt.

Ab nächsten Winter soll im Zoo Basel ganz auf die Zuchtkästen umgestellt und auf die Weizenzucht, für die ein eigener Zuchtraum benötigt wird, verzichtet werden. Bislang aufwendige Arbeitsschritte von der Fütterung bis zur Reinigung werden dann weitgehend automatisch durch die Boxen übernommen. Das vorher aufwendig produzierte Weizengras wird durch ein Trockenfutter aus ungenutzten Agrarnebenprodukten vollständig ersetzt.

Insekten sind für viele Tiere wichtige Nahrung

Die beliebte Heuschreckenmahlzeit dürfte also in Zukunft häufiger auf dem Speiseplan der Insektenliebhaber im Zolli stehen. Schon jetzt kann man beispielsweise im Etoscha-Haus beobachten, wie Erdmännchen, Scharlachspinte aber auch Rotschnabeltokos (sind im Haus Gamgoas), Siedelweber und Rüsselspringer die Insekten jagen, unschädlich machen und genüsslich verspeisen.

Auch für die Zucht von Vögeln ist Insektenfutter wichtig. Dank der Insektenzucht floriert heute die Zucht von mehreren Vogelarten im Zoo Basel und auch die Reptilien und Amphibien profitieren davon. Vögel benötigen zur Aufzucht ihrer Jungen zu Beginn tierisches Eiweiss, auch dann, wenn sie sonst reine Fruchtfresser sind.

Ausser für Zoos sind die automatischen Zucht-Boxen interessant für landwirtschaftliche Betriebe, Privatpersonen aber auch Unternehmen, welche Heuschrecken für den menschlichen Verzehr züchten.

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