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In immer mehr Regionen in Europa werden Benzin- und Dieselmotoren in naher Zukunft verboten sein. Während in Deutschland noch über Dieselfahrverbote diskutiert wird, sind viele andere europäische Länder schon deutlich weiter. Die Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors hat jetzt veröffentlicht, welche Nationen zu welchem Zeitpunkt Verbrennerverbote geplant haben. Der Erhebung nach sind in Europa insgesamt 16 Millionen Fahrzeuge von Aussperrungen bedroht.

Nach Paris (Dieselfahrverbot ab 2024, Fahrverbot für Benziner ab 2030) möchte nun auch Amsterdam ab 2030 alle Benzin- und Dieselfahrzeuge ausschließen. Bereits ab 2025 soll die Ringautobahn A10 von einem Fahrverbot für Taxis, Busse, Transporter und Roller mit Verbrennermotoren betroffen sein, fünf Jahre später sollen private Pkw und Motorräder folgen. Auch auf Mallorca wird die Luft für Diesel und Benziner dünn: Neue Diesel-Pkw dürfen dort ab 2025 nicht mehr zugelassen werden, Benziner sind ab 2035 dran.

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Verkaufsstopp auch für Hybridfahrzeuge

Die britische Regierung hat Anfang des vergangenen Jahres angekündigt, das Verbot von Verbrennernmotoren auf das Jahr 2035 vorzuziehen. Das Verbot soll für Benziner, Diesel und neu auch Hybrid-Modelle mit einem Verbrenner an Bord gelten. In Schottland gilt das Verbot reiner Verbrenner bereits ab 2032. Dabei haben die Schotten ihr Vorhaben im März 2019 sogar noch präzisiert: Unter das Verkaufsverbot sollen demnach auch reine Hybridfahrzeuge ohne externen Ladeanschluss fallen, wie sie derzeit vor allem von den asiatischen Herstellern noch stark auf den Markt gebracht werden.

Das Beispiel Dänemark zeigt, wie schwierig es jedoch für ein EU-Land ist, ein Verbrenner-Verbot durchzusetzen. Bereits 2018 kündigte die dänische Regierung an, Diesel und Benziner ab 2030 verbieten zu wollen. Doch sie musste ihre Pläne zurückziehen, da sie gegen EU-Recht verstoßen. Nun wagen die Skandinavier einen weiteren Vorstoß: Die EU müsse ihre Regeln ändern und den Mitgliedsländern erlauben, ein Verbrennerverbot erlassen zu können.

Ziele für 2030 wieder aufgegriffen

Der Berylls-Erhebung zufolge hat Dänemark sein 2030er-Ziel wieder aufgegriffen. Einige weitere EU-Staaten wie Irland, Niederlande, Slowenien und Schweden verfolgen dieselbe Strategie. Noch rigoroser plant Norwegen ein Verbrenner-Verbot (schon 2025), Frankreich und Spanien wollen sich bis 2040 Zeit lassen. Deutschland peilt aktuell 2050 an, aber in der Politik gibt es vor allem von Seiten der Grünen auch Vorschläge für einen früheren Ausstieg.

Obwohl aus heutiger Sicht das Jahr 2030, für das viele Verbrenner-Verbote geplant sind, noch in weiter Ferne liegt, werden die Begleitumstände bereits in unmittelbarer Zukunft spürbar sein. Die Automobilindustrie denkt in Zehn-Jahres-Schritten, beim Erscheinen einer Modellgeneration mit einem üblichen Lebenszyklus von sieben bis zehn Jahren wird schon an der Nachfolgegeneration entwickelt.

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