Thanksgiving zum Trotz: Die deutsche Putenwirtschaft kämpft um ihre Existenz

Das US-amerikanische Erntedankfest Thanksgiving (25.11.) feiern auch hierzulande immer mehr Deutsche mit einer Pute als Festmahl – die heimischen Putenerzeuger stehen, Feiertag hin oder her, dennoch mit dem Rücken zur Wand. Die Vorsitzende im Verband der Deutschen Putenerzeuger (VDP), Bettina Gräfin von Spee, schlägt Alarm: „Wenn Politik und Lebensmitteleinzelhandel nicht endlich das Heft des Handelns in die Hand nehmen, verliert der Standort Deutschland seine starke und zukunftsorientierte Putenwirtschaft.“

Bettina Gräfin von Spee verweist auf den zunehmend aussichtslosen Kampf vieler Putenhalter in Deutschland, den steigenden Energie- und Futterkosten, niedrigen Verkaufspreisen und weiterhin stark ungleichen Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas zu trotzen. „In Zukunft werden immer mehr Erzeuger ihre Ställe leer stehen lassen müssen“, sagt Gräfin von Spee: „Mit Blick auf die kommenden Feiertage – insbesondere das Osterfest 2022 – erwarten wir eine sehr angespannte Marktlage für heimisches Putenfleisch.“

Die sich zuspitzende wirtschaftliche Situation sei auch am Selbstversorgungsgrad aus deutscher Erzeugung ablesbar: Dieser liege bei der Pute mit nur noch rund 81 Prozent auf einem in den vergangenen Jahren nie dagewesenen Tiefstwert. Von Spee: „Wenn jetzt in der Thanksgiving- und Weihnachtszeit die Nachfrage nach Putenfleisch anzieht, freuen sich vor allem Erzeuger aus anderen EU-Ländern – das kann und darf nicht sein.“

Nachteil aus Vorreiterrolle in Europa beenden

Dass die deutsche Putenwirtschaft schon 2013 die bundeseinheitlichen Puten-Eckwerte als freiwillige Selbstverpflichtung für mehr Tierwohl umgesetzt hat, stelle sich nun im europäischen Wettbewerb als Nachteil dar. Im EU-Binnenmarkt könne weiterhin ohne verbindliche Standards agiert und somit Geflügelfleisch konkurrenzlos günstig angeboten werden, so Bettina Gräfin von Spee: „Die neue Ampel-Regierung muss unsere Vorreiterrolle in Europa endlich honorieren und auf die schnelle Umsetzung einheitlicher europäischer Normen in der Putenhaltung drängen.“ Das gelte auch für die längst überfällige verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Geflügelfleisch auf allen Vermarktungswegen.

Zugleich appellierte die VDP-Vorsitzende an den Lebensmitteleinzelhandel, faire Preise für hochwertige Putenfleischprodukte aus heimischer Erzeugung zu zahlen: „So gewinnen am Ende alle Beteiligten – bei mehr Tierwohl. Aus zahlreichen Umfragen wissen wir, dass Putenfleisch deutscher Herkunft sehr wertgeschätzt wird, weil die hohen Standards und das große Engagement unserer Halter bei einer Mehrheit der Deutschen stark anerkannt sind.“

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Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. vertritt als berufsständische Dach- und Spitzenorganisation die Interessen der deutschen Geflügelwirtschaft auf Bundes- und EU-Ebene gegenüber politischen, amtlichen sowie berufsständischen Organisationen, der Öffentlichkeit und dem Ausland. Die rund 8.000 Mitglieder sind in Bundes- und Landesverbänden organisiert. Die Putenhalter sind im Verband Deutscher Putenerzeuger e. V. (VDP) organisiert, der seinerseits Mitglied im ZDG ist.

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