Glühwein, Bratwurst und Butterplätzchen: Weihnachtsmarktfeeling für Zuhause

Ein Besuch auf einem traditionellen deutschen Weihnachtsmarkt lockt normalerweise Touristen aus der ganzen Welt nach Deutschland. Und auch als Exportschlager ins Ausland hat es der „German Christmas Market“ bereits geschafft. Auf der ganzen Welt gibt es – mehr oder weniger – authentische Ableger. Aufgrund stark steigender Inzidenzen ist derzeit aber unklar, ob und wie die Weihnachtsmärkte öffnen werden. Da hilft nur eines: es sich zu Hause gemütlich machen. HolidayCheck hat die besten Tipps für das perfekte Weihnachtsmarktfeeling in den eigenen vier Wänden zusammengestellt.

Weihnachtszauber für Familien

Kinder lieben den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Traditionelle Märkte wie der Christkindlesmarkt in Nürnberg oder der Weihnachtsmarkt in der Münchener Residenz sind beliebte Ausflugsziele. Mit ein paar Handgriffen bringen Eltern das Weihnachtsmarktflair in diesem Jahr aber auch nach Hause.

So wird es weihnachtlich: Für den Budenzauber im Garten oder auf dem Balkon einfach Pappkartons und Holzpaletten mit ungiftigen Sprayfarben einfärben und für den festlichen Look mit ausgeschnittenen Sternen dekorieren. „Verkauft“ werden dort dann selbst gebackene Plätzchen, Kinderpunsch und selbst gebastelte Weihnachtsdekoration an die eingeladenen Nachbarn oder Großeltern. Wer richtig ambitioniert ist, baut noch das obligatorische Kasperle-Theater dazu.

Verpflegung: Bei den klassischen Butterplätzchen zum Ausstechen steht ganz klar die eigenhändige Verzierung im Vordergrund. Ein einfacher Teig aus Mehl, Butter, Zucker und Eiern ist rasch gemacht. Das Ausstechen des Teiges und das Dekorieren der fertigen Plätzchen mit Zucker- oder Schokoguss, bunten Perlen und essbarem Glitzer übernehmen dann die Kleinen. Schnell zubereitet sind auch Schoko-Früchte. Obst in mundgerechte Happen schneiden, in Schokolade tauchen und mit Smarties oder Streuseln dekorieren – fertig ist die halbwegs gesunde Alternative.

Musiktipp: Auch wenn den Eltern bereits die Ohren davon klingeln, in der Weihnachtsbäckerei darf das zugehörige musikalische Meisterstück von Rolf Zuckowski nicht fehlen.

Advent, Advent, die Sonne brennt

Wer Weihnachtsmärkte normalerweise lieber unter Palmen am weißen Sandstrand als bei Minusgraden im grauen Deutschland besucht, zum Beispiel in Miami, Honolulu oder Kapstadt, der kann auch in diesem Jahr mit etwas (viel) Fantasie und Dekoration für Abhilfe sorgen.

So wird es urlaubig: Heizung aufdrehen, die Hauspalme mit Christbaumkugeln schmücken, bunte Lichterketten und Kerzen mit tropischem Duft in der Wohnung drapieren, Strohhut auf den Kopf, Blumenkette umgehängt – fertig ist das weihnachtliche Urlaubsfeeling. Wer Gäste begrüßt, verteilt FlipFlops statt dicken Wollsocken.

Verpflegung: Angestoßen wird hier mit einer cremigen Piña Colada oder einem heißen Caipi. Auch der Ananá Fizz, ein klassischer argentinischer Weihnachtsdrink aus pürierter Ananas, Sekt und einem Schuss Rum sorgt für warme Gefühle. Saté-Spieße mit Tofu oder Huhn, eine Meeresfrüchte-Paella oder selbst gemachte, vietnamesische Sommerrollen schicken den Gaumen auf Reisen.

Musiktipp: „Meli Kalikimaka“ – so klingt Weihnachten auf Hawaii und verleiht trüben Winterabenden eine Prise tropischen Frohsinn.

Cruelty-free Christmas

Auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt ist es für VeganerInnen nicht unbedingt leicht, etwas Passendes zu finden. In Metropolen wie Berlin oder Kopenhagen gibt es allerdings auch vegan-freundliche Märkte. Auch beim Weihnachtszauber zu Hause lässt sich aus dem veganen Vollen schöpfen.

So wird es weihnachtlich: Soja- statt Bienenwachskerzen sorgen für atmosphärisches Licht in der Wohnung und die wollenen Norwegerpullis werden gegen ugly Christmas-Sweater aus nachhaltiger Baumwolle getauscht.

Verpflegung: Plätzchen oder Lebkuchen lassen sich oft ganz leicht veganisieren. Einfach die im Rezept verwendete Butter gegen Margarine und den Honig gegen Ahornsirup austauschen. Die Lust auf Herzhaftes stillen Galettes. Die Crêpe-ähnlichen Buchweizenpfannkuchen können ganz ohne Ei oder Milch zubereitet werden. Über die Füllung entscheidet dann jeder selbst. Spinat, Kichererbsen, Tomaten oder veganer Käse: Erlaubt ist, was schmeckt. Auch der selbst gemachte Glühwein – natürlich mit veganem Wein – darf nicht fehlen.

Musiktipp: Ein Must für TierliebhaberInnen ist das Solo-Album „The Animal’s Christmas“ von Art Garfunkel. Das Album erzählt die Weihnachtsgeschichte aus ungewöhnlicher Perspektive: aus Sicht der Tiere, die beim allerersten Weihnachtsfest anwesend waren.

Klassisch deftige Weihnachten

Weihnachtsmärkte in kulinarischen Highlight-Regionen wie Straßburg im Elsass verführen mit besonderen Gaumenfreuden. Wenn auch zu Hause die Bratwurst mehr lockt als süßer Punsch und zuckerige Plätzchen, wird ganz einfach der Grill wieder aus dem Keller geholt.

So wird es weihnachtlich: Ein paar Lichterketten an der Balkonbrüstung oder Christbaumkugeln an der Tanne im Garten befestigen, dicke Decken auf den Gartenstühlen verteilen und sich bei Bratwurstduft mit Familie und Freunden um den Grill scharen. Die Profis mit etwas mehr Platz könnten sich sogar noch den Luxus einer Feuerschale gönnen. Damit ist die Winterromantik perfekt.

Verpflegung: Die klassische Wurst – ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch – darf nicht fehlen. Einen besonderen weihnachtlichen Kick erhält die Sauce, wenn man sie mit etwas (!) Zimt verfeinert. Der traditionelle Kartoffelsalat, den es an Heiligabend ohnehin gibt, macht sich super als Beilage, ebenso wie Rotkrautsalat oder Stockbrot und Esskastanien. Und wenn es doch ein süßer Abschluss sein darf, kommt der Bratapfel auf den Grill.

Musiktipp: In „The Christmas Song“ werden die Esskastanien sogar besungen und festliche Grüße aus dem Land von BBQ und Ribs schickt Gene Autry mit „Merry Texas Christmas You All“.

Wenn das Fernweh nicht loslässt: Alternativen mit niedrigen Inzidenzen

Barcelona, Spanien:
Mit einer aktuellen Inzidenz von knapp über 100* ist Spanien ein gutes Reiseziel. Von Ende November bis 23. Dezember kommen auch Weihnachtsmarkt-Wütige in der katalanischen Metropole auf ihre Kosten. Die Fira de Santa Llúcia ist der älteste Weihnachtsmarkt der Stadt und findet jedes Jahr rund um die Kathedrale von Barcelona statt.

Dubai, Vereinigte Arabische Emirate:
Das luxuriöse Emirat hat derzeit nicht nur eine sehr niedrige Inzidenz (5*), sondern enttäuscht auch zu Weihnachten in puncto ausgefallener Exklusivität nicht. Wer Lust auf eine Reise nach Dubai hat, den erwarten festlich geschmückte Shopping Malls mit weihnachtlichem Budenzauber.

Lissabon, Portugal:
Auch Lissabon lädt mit einer noch gemäßigten Inzidenz von rund 200* zu einem vorweihnachtlichen Abstecher ein. In der Adventszeit wird die Stadt zum wahren Lichtermeer und es gibt es in der ganzen Stadt kleinere Weihnachtsmärkte, der Zentralste findet im Parque das Nações statt.

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