Sauenhalter unter Druck

Nicht nur die anhaltend schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen den Sauenhaltern große Sorgen. Auch der geforderte Umbau der Ställe setzt die Ferkelerzeuger zunehmend unter Druck. Die Kastenstandhaltung von Sauen im Deckzentrum soll entsprechend einer Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung bis 2029 verboten werden. Wer nicht binnen einer Frist von drei Jahren ein Konzept hierfür vorweisen kann, muss die Sauenhaltung spätestens 2026 aufgeben. Laut Rheinischem Landwirtschafts-Verband (RLV) stellt dies viele Sauenhalter vor große Herausforderungen. Seit dem Inkrafttreten dieser Regelung sei bereits mehr als ein Jahr vergangen, ohne dass klare Signale hinsichtlich begleitender Maßnahmen seitens des Bundes, etwa zur zugesagten finanziellen Unterstützung, erkennbar wären. Dies sorge zunehmend für Frust und Verärgerung bei den betroffenen Tierhaltern, so der RLV. 

Je nach Lage des Betriebs sei der Neubau eines Sauenstalls oder der Anbau eines Auslaufs kostspielig und baurechtlich oft nicht umsetzbar. Nach den Forderungen des Arbeitskreises der Sauenhalter (AKS) sollte den Betrieben daher ermöglicht werden, auch durch Umbauten im geschlossenen Stall eine Anerkennung beim staatlichen Tierwohlkennzeichen zu erhalten, fordert der RLV. Andernfalls müssten Betriebe, die sich zum Teil seit Jahren mit viel Aufwand bei der Initiative Tierwohl freiwillig durch eine bessere Stallhaltung engagieren, zum gesetzlichen Standard zurückkehren.

„Wir begrüßen es, dass Minister Özdemir die Vorschläge des Kompetenznetzwerkes Tierhaltung aufgegriffen hat, aber wir brauchen jetzt endlich Entscheidungen, damit wir wissen, ob wir überhaupt noch Chancen haben, in Deutschland rentabel Ferkel zu erzeugen “, mahnt Wilhelm Hellmanns, Vorsitzender des RLV-Fachausschusses Schweine und rheinischer Vertreter im AKS. Mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen wendet er sich gemeinsam mit den Sauenhaltern des AKS nun mit einem Forderungspapier an Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.

Der RLV sieht mit Sorge, dass durch ein weiteres Hinauszögern der langen erwarteten politischen Entscheidung über die Details des Umbaus der Tierhaltung die Aussicht auf Wertschöpfung im eigenen Land mit jedem Tag schwindet.

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