60 Jahre Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Vor genau 60 Jahren fanden in Magdeburg die ersten Sommerlager statt: engagierte Menschen halfen beim Aufbau zerstörter Kirchen und legten damit die Wurzeln zu einem ganz besonderen Programm, das die Beschäftigung mit der NS-Geschichte mit Arbeitseinsätzen und internationalen Begegnungen verknüpft. Heute gehören die internationalen Sommerlager fest zum Programm von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Seit 1962 hat ASF mehr als 1600 Sommerlager in Europa, Israel und USA mit mehr als 20.000 Teilnehmer*innen organisiert. Die zweiwöchigen Arbeitseinsätze sind eine einmalige Gelegenheit, sich zu engagieren und dabei Menschen aus aller Welt zu begegnen und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer*innen unterstützen beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter*innen oder bei Einsätzen  auf dem Gelände von Gedenkstätten und Erinnerungsorten. Sie tauschen sich über die Geschichte des Projektorts und die aktuelle Situation im Land aus, für viele ist es eine prägende Erfahrung: „Man kann nur daran wachsen, an dem neuen Wissen, der Erfahrung mit den Leuten […] und der Geschichte“, so eine Teilnehmerin eines Sommerlagers in Litauen im Jahr 2019.

Die Jubiläumsveranstaltung findet in der Wallonerkirche in Magdeburg statt. „Es freut uns sehr, dass wir mit unserer Jubiläumsveranstaltung an den Ort des ersten Sommerlagers zurückkehren können, um auf 6 Jahrzehnte der Begegnungen, des Engagements und der Auseinandersetzung mit der Geschichte zurückblicken zu können. Auch heute setzen Menschen in den internationalen Sommerlagern Zeichen für Verständigung, Erinnerung und gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus “, sagt ASF-Geschäftsführerin Jutta Weduwen.

 Die Jubiläumsveranstaltung beginnt mit Gottesdienst um 11 Uhr in der Wallonerkirche mit einer Predigt der ASF-Vorsitzenden Ilse Junkermann. Die Grußworte sprechen Superintendent Stephen Hoenen, Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg, und Generalvikar Dr. Bernhard Scholz, Bistum Magdeburg. Während der Veranstaltung wird die Ausstellung „Leben Umkehren Erinnern“ zur Geschichte der Sommerlager und der Sühnezeichenarbeit in der DDR gezeigt, die aus dem Jahr 1987 stammt. In einer Podiumsdiskussion und Gesprächskreisen wird es Gelegenheit zum Austausch mit ehemaligen Sommerlager-Teilnehmer*innen geben. Den Abschluss bilden ein Konzert der Magdeburger Motette und ein gemeinsamer Spaziergang zur St. Petri Kirche, eine der Kirchen, die vor 60 Jahren in einem Sommerlager enttrümmert wurde.

Über den Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste organisiert internationale Freiwilligendienste und Begegnungsprogramme in Europa, Israel und in den USA. Vor dem Hintergrund einer kritischen Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Geschichte setzt die Organisation Zeichen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit. Bildungsprogramme, Kampagnen, Publikationen und Veranstaltungen stärken Demokratie und Solidarität.

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