Volles Haus beim Landesverbandstag der Berliner Dachdecker

Rund 100 Mitglieder kamen zum BTZ der Handwerkskammer am Mehringdamm, wo der Dachdecker-Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann die Gäste begrüßte und zu Beginn an die verstorbenen Mitglieder Matthias Dölle, Manfred Obergassel, Mato Cuk und Peter Puder gedachte.

Mann kündigte an, dass er sich mit dem Ablauf seiner Amtszeit im nächsten Jahr nicht erneut zur Wahl stellen werde. Sein persönlicher Favorit bei der Neuwahl des Landesinnungsmeisters sei Dachdeckermeister Steffen Gresitza.

„Das ist aber meine persönliche Meinung. Selbstverständlich können sich auch andere Kollegen bewerben. Von der Innung wird dazu ein Rundschreiben kommen“, so Mann. Außerdem hieß Mann zwei neue Innungsmitglieder und vier neue Industriepartner als Gastmitglieder willkommen.

Mann gab einen Überblick über die aktuelle Lage bei den Berliner Dachdeckern: „Wir haben Krieg, Inflation und eine Energiekrise. Dennoch gibt es weiterhin eine gute Auftragslage – das wird hoffentlich auch so bleiben“. Allerdings würden bei einigen großen Aufträgen aktuell schon Dinge ins Stocken geraten und Stornierungen vorgenommen.

Leider musste der geplante Vortrag von SOKA Chef Christian Schneider zum Thema Niedrigzins, Inflation und Rezession ausfallen, da er wegen einer kurzfristigen Sperrung des BER auf dem Flughafen Hannover gestrandet war.

Daher ging es anschließend technisch weiter. Aktuelle Informationen zu Dachziegeln und Dachsteinen – Regeldachneigungen, Unterdächer und Unterdeckungen – lieferte Christian Anders, ZVDH Bereichsleiter Fachtechnik.

„Aktuell fehlt uns noch die diffusionsoffene Alternative zum wasserdichten Unterdach. Wir brauchen Unterdächer mit einer zusätzlichen Konterlattenebene. Im Zuge dessen müssen wir unsere Klassifizierungen überdenken“, so Anders.

Weiter führte Anders aus, dass die Diskussion um die Regeldachneigungen dazu geführt hätte, dass man erst einmal bei den bestehenden Regeln bleibe. Das heißt, es bleibt bei den bekannten 22 – 40 Grad bei einer Mindestdachneigung von 10 Grad. Es werde jedoch in Zukunft, so Anders, mehr Prüfverfahren geben. Es wird auch für jede Regeldachneigung eine Tabelle geben. Im Herbst wird den Landesverbänden der Arbeitsstand zugesandt und um Feedback gebeten. Für das Frühjahr 2023 sei dann der Gelbdruck für die Fachregel Dachziegel/Dachsteine mit dem Merkblatt geplant.

Nachdem Schatzmeister Stephan Ziemann die Haushaltspläne für 2023 erläutert hatte und diese beschlossen waren, erhielt Dachdeckermeister Ralf Kraushaar aus den Händen von Jörg-Dieter Mann die Silberne Ehrennadel für seine Verdienste um das Berliner Dachdeckerhandwerk. Kraushaar gehört seit 1996 der Landesinnung an und war von 2001 – 2022 stellv. Bezirksmeister, außerdem von 2009 – 2013 Vorsitzender der Gesellenprüfungskommission.

Sodann erhielt Dachdeckermeister Egon Reimann anlässlich seines 50-jährigen Meisterjubiläums den Goldenen Meisterbrief.

Nachdem Lehrlingswartin Josephin Süßer als weitere Meisterbeisitzerin in der Gesellenprüfungskommission gewählt worden war, kündigte Innungsgeschäftsführer Ruediger Thaler seinen Rückzug in den Ruhestand zum 31.08.2023 an. Als Nachfolger stellte sich Sebastian Bobinski vor, der aktuell Geschäftsführer der Tischler-Innung Berlin und ebenso wie Thaler Volljurist ist. Nach einer kurzen Vorstellungsrede wurde Bobinski von der Versammlung einstimmig zum neuen Innungsgeschäftsführer ab 01. September 2023 gewählt.

Weiter wurde von der Mitgliederversammlung eine Erhöhung des Tagegeldes für die ÜLU von 10 Euro auf 15 Euro bewilligt. Damit soll den Lehrlingen ein tägliches, kostenfreies Mittagessen in der Kantine des Bildungszentrums finanziert werden. Gleichzeitig wird damit der Fortbestand der Kantine gewährleistet. Auch eine Erhöhung des Grundbeitrages von 125 Euro auf 195 Euro pro Jahr wurde einstimmig gebilligt.

In seinem Vortrag über das aktuelle Innungsgeschehen ging Thaler auf die aktuelle Tarifsituation ein und stellte Statistiken über Mitgliederzahl, Lohnsummenentwicklung und Lehrlingszahlen vor. Die Nachwuchswerbung genießt nach wie vor den höchsten Stellenwert bei der Innungsarbeit. Daher hat man mit 309 Lehrlingen auch einen neuen Rekord aufstellen können.

Die Digitalisierung des Bildungszentrums ist in diesem Jahr mit der Anschaffung von Smartboards, Laptops, Drohnen und Beamern weitergeführt worden, finanziert zu 90 % aus staatlichen Zuschüssen. Auch die Weiterbildung auf dem Gebiet der Solartechnik wird in 2023 ein Schwerpunkt der Innungsarbeit sein.

Zum Schluss der Veranstaltung wurden von Josephin Süßer und Jörg-Dieter Mann die Meisterprüfungszeugnisse an den Prüfungsjahrgang 2022 überreicht. Als Prüfungsbester wurde Niklas Korff besonders geehrt. Der Verbandstag ging mit einem geselligen Beisammensein zu Ende.

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