Sträucher statt Blumensträuße!

Am Valentinstag nächsten Dienstag werden Verliebte wieder zahllose Blumensträuße und Topfpflanzen verschenken.  Für die Natur sind solche Blumengrüße keine Liebeserklärung, denn die Produktion von Schnittblumen und Topfpflanzen geht mit gravierenden Umweltproblemen einher. „Zum Glück können wir eine ökologische Alternative bieten: Schenken Sie Sträucher!“, schlägt Alexandra Rigos, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim NABU Berlin, vor.

Ein Großteil der bei uns angebotenen Schnittblumen stammt aus Übersee. In Ländern wie Kenia oder Kolumbien werden sie unter massivem Pestizideinsatz herangezogen und dann mit hohem Energieaufwand nach Europa verfrachtet. Ware aus den Niederlanden ist keineswegs nachhaltiger, denn zur Beheizung der Gewächshäuser wird ungeheuer viel Energie verschwendet.

„Bei Topfpflanzen wie Primeln oder Hyazinthen kommt das Problem der Erdmischungen hinzu, die in der Regel noch immer Torf enthalten“, erklärt Rigos. Die Torfgewinnung für den Gartenbau führt zur großflächigen Zerstörung von Mooren und ist damit auch ein Treiber der Klimaerwärmung. Die beliebten Nachtfalterorchideen wiederum wurzeln zwar in Rindensubstraten, benötigen zur Anzucht aber extrem viel Wärme.

Der Winter ist Pflanzzeit für Sträucher

„Statt kurzlebige Blumen zu verschenken, ist es doch ein viel schöneres Zeichen der Zuneigung, zum Valentinstag einen Strauch zu pflanzen, an dem man jahrzehntelang Freude hat“, sagt Rigos, „damit beglückt man nicht nur seine*n Liebste*n, sondern tut auch Vögeln, Kleinsäugern und Insekten etwas Gutes!“ Sträucher kann man im Prinzip den ganzen Winter über bei frostfreiem Wetter in die Erde setzen. „Ab dem Wochenende sind ja wieder mildere Temperaturen angekündigt“, so Rigos.

Geeignete Sträucher für kleinere Gärten sind zum Beispiel Gewöhnliche Felsenbirne, Kornelkirsche oder Wildrosen. Ist im Garten etwas mehr Platz, gedeihen dort Weißdorn oder Salweide, die beide ökologisch besonders wertvoll sind. Wer so schnell keinen Strauch besorgen kann oder weder über Garten noch Balkon verfügt, kann eine Strauchpatenschaft des NABU Berlin verschenken. Seit März 2022 setzt sich der NABU Berlin im Rahmen der Kampagne „Natürlich Strauch!“ für die Pflanzung einheimischer Wildsträucher in der Hauptstadt ein. Bislang wurden auf NABU-Initiative mehr als 1.500 Sträucher gesetzt.

Informationen zur Strauch-Kampagne und zu den Strauch-Patenschaften des NABU Berlin finden Sie unter berlin.nabu.de/natuerlichstrauch

Über NABU Berlin

Der NABU Berlin (Naturschutzbund Landesverband Berlin e.V.) ist ein Mitgliederverband. Über 21.000 Naturschützer*innen unterstützen die Arbeit des NABU Berlin, viele von ihnen engagieren sich in den zehn Bezirks- und acht Fachgruppen für den Erhalt der Natur und eine lebenswerte Umwelt. Weitere Informationen über den NABU Berlin finden Sie unter https://berlin.nabu.de.

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